Olsberg. Aus zwei mach eins: Ab 1. Dezember werden die Pfarrverbünde Bigge und Olsberg Freier Grund zu einem Pastoralraum Bigge-Olsberg zusammengeschlossen. Dieser Entschluss wurde gestern mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Kontraktes im Olsberger Pfarrheim besiegelt.
Aus 213 Pfarrverbünden sollen bis 2019 im Bistum Paderborn 88 Pastoralräume entstehen. „Und wir sind mit die ersten im Sauerland, die eine Einheit bilden“, berichtete gestern Vormittag Pfarrer Richard Steilmann im Beisein von Seelsorgern und Gemeindereferenten beider Verbünde. Steilmann - bisheriger Leiter des Pfarrverbundes Bigge - übernimmt die Gesamtleitung des neuen Pastoralraumes. In Olsberg Freier Grund hat Pfarrer Klaus-Peter Goebel noch bis Dezember das Sagen.
Der Name Bigge-Olsberg ist zunächst für die kommenden zwei Jahre vorgesehen. Danach wird gemeinsam neu überlegt, ob es bei dieser Bezeichnung bleiben soll.
Überhaupt sind die kommenden 24 Monate richtungsweisend. „Es kommt in dieser Zeit alles auf den Prüfstand. Ziel ist es, die Kirche wieder attraktiver zu machen für Jung und Alt. Wir wollen die Menschen überzeugen, dass Glaube doch wichtig ist“, so Pfarrer Steilmann.
Während das Bistum für die Strukturen verantwortlich zeichnet, sollen an der Basis die Ziele und Perspektiven für die Zukunft festgelegt werden. Wichtig ist den Pfarrverbünden, dass neben den Hauptamtlichen auch möglichst viele Ehrenamtliche mit einbezogen werden und in Steuerungsgruppen ihre Ideen einbringen. „Wir wollen den Menschen Mut für einen Neuanfang machen. Wir wollen auf die Leute zugehen und jeder sollte seine Begabung einbringen. Nach zwei Jahren möchten wir dann sagen: Wir sind auf einem guten Weg“, so der Leiter des neuen Pastoralraumes. Ziel ist am Ende eine pastorale Vereinbarung.
Pfarrer Steilmann stellte ausdrücklich fest, dass es in den kommenden 24 Monaten zu keinem „Streichkonzert“ kommen werde. „Die Gottesdienstzeiten bleiben unverändert und es wird zunächst auch keine Versetzungen geben.“ Man will in Ruhe herausfinden, mit wie vielen Seelsorgern und Gemeindereferenten man überhaupt rechnen kann. Entsprechend sollen dann auch die Planungen aussehen.
Das Zentralpfarrbüro wird im Übrigen in Bigge angesiedelt. Das heißt aber nicht, dass andere schon geschlossen werden. Positiv ist sicher auch, dass das Bistum einen Außendienstmitarbeiter stellen wird, der sich u.a. um die Verwaltungsarbeit kümmert, die Arbeit in den Pfarrbüros begleitet und auch die Kirchenvorstände entlastet.
Die Pfarrverbünde Bigge und Olsberg Freier Grund schließen sch zu einem Pastoralraum zusammen