Thülen. Jetzt trafen sich die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Pastoralverbünden des Dekanates Hochsauerland-Ost im Schwesternhaus Thülen zur ersten Dekanatspastoralkonferenz in diesem Jahr.Nach einer kurzen Andacht in der Kapelle des Hauses referierte Stefan Severin, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter der IHK Arnsberg-Hellweg-Sauerland, zum Thema „Die wirtschaftliche Entwicklung im Dekanat Hochsauerland-Ost“.
Er stellte die Aufgaben der IHK sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen und Perspektiven in den zum Dekanat gehörenden Städten Marsberg, Brilon, Olsberg, Winterberg, Medebach und Hallenberg vor. Zur Sprache kamen u.a. deren wirtschaftliche Struktur, der institutionelle Wandel und die demografische Entwicklung in Relation zum Land Nordrhein-Westfalen.
Spannend war dabei die Frage, an welchen Stellen Kirchengemeinden und Wirtschaftsunternehmen ähnliche Interessen haben. Hierbei kam die Attraktivität des Lebensraumes „Sauerland“ für Familien zur Sprache.
Hintergrund des Vortrages war das Anliegen, in Zusammenhang mit den pastoralen Herausforderungen, die in der nächsten Zeit auf die Pastoralverbünde zukommen werden, auch die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Menschen in den Gemeinden konkreter zu betrachten.
Im Anschluss berichtete Bernhard Schrader, Referent für Jugend und Familie im Dekanat Hochsauerland-Ost, vom Inkrafttreten der neuen „Ordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen“ der nordrhein-westfälischen Bistümer. Diese sieht vor, dass zukünftig ein Großteil der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kirchengemeinden, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen, sich zum Thema „Kindeswohlgefährdung“ schulen lassen müssen. Auch haben alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden zukünftig in regelmäßigen Abständen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen.
Nach der Mittagspause gab Bernhard Schrader den Anwesenden eine Einführung in das Thema „Kinder schützen“. Für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der katholischen Jugendarbeit folgen hierzu in der nächsten Zeit zahlreiche Informations- und Schulungsveranstaltungen
Den Abschluss des Tages bildete die Wahl des Dechanten. Dechant Michael Kleineidam zog Resümee seiner 5-jährigen Amtszeit und stellte sich zur Wiederwahl.
Als Mitbewerber traten Propst Dr. Reinhard Richter aus dem Pastoralverbund Brilon und Pfarrer Richard Steilmann aus dem Pastoralverbund Bigge an.
Am Ende gewann der amtierende Dechant Kleineidam. Er nahm die Wiederwahl an.