Nur für wenige frei lebende Tierarten sind noch natürliche Lebensgrundlagen vorhanden. In der heutigen Kulturlandschaft haben die Jäger die Aufgabe, zwischen den „überhand nehmenden“ und den „bedrohten“ Arten ein Gleichgewicht herzustellen. Die Verpflichtung der Jäger für das Wild und seine Lebensräume schließt die Verantwortung für die gesamte frei lebende Tier- und Pflanzenwelt ein. Die Jäger greifen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in die Wildbestände ein, dazu gehört auch das Töten von Tieren. Nicht „Mordlust“, sondern die Freude an „Allem“ was zur Jagd gehört ist das Motiv. Die Jäger sind sich des Widerspruchs bewusst, der zwischen Leben erhalten und der Tötung liegt. Die Waidgerechtigkeit verpflichtet ihn die Tiere zu hegen, ihnen in Notzeiten beizustehen und beim Erlegen möglichst Leid zu ersparen. Das Erlegen von Wild ist eine Nutzung unserer natürlichen Ressourcen, denn ohne Jagd ginge wertvolles Wildbret verloren. Die Nutzung der Tiere betreiben auch die Landwirte und Fischer. Der oft genannte „Trophäenkult“ ist in Wirklichkeit keine Angeberei, vielmehr gibt die Trophäe dem Jäger wichtige Informationen und eine Erinnerung an sein „Jagderlebnis“.
Es würde den Rahmen sprengen, wenn über alle Bereiche berichtet würde,
wie:
- Jagdschein, Ausbildung und Prüfung (man sagt: grünes Abitur)
- Tier – und Naturkunde, Umwelt
- Jagderlaubnis, Jagdausrüstung
- Jagdrevier, Jagdeinrichtungen
- Jagdrecht, Waffenkunde, Wilderei
- Wildfütterung, Wildverbiss
- Wildfleischhygiene, Tierseuchen
- Jagdsignale, Jagdhunde
- Brauchtum – am Beispiel von Hubertusmessen am dritten November, hier bezeugen die Jäger ihre Ehrfurcht vor dem Wild und der Natur.
- Jägersprache / Jägerlatein: Ich habe mein Pulver verschossen!
Quellennachweis:
Text - Jagd heute, Deutscher Jagdschutz – Verband e. V.
Bild 1 Hubertusjagd 1955 am Olsberg im Struzerdaal 2001, von Alfons Hahne
Bild 2 und 3 von W. Blügel