Vor 40 Jahren - die erste Landung auf dem Mond

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MondlandungSehr lange habe ich überlegt, ob ich zu diesem Jubiläum etwas schreiben und veröffentlichen soll, denn die Medien sind voll damit. Ich habe mich „dafür“ entschieden, da mit diesem Thema sicher neue Leser dazu kommen. In sehr guter Erinnerung ist bei mir noch, wie ich zur Raumfahrt und Mondlandung über 100 Presseartikel gesammelt habe. Die „Bild -Zeitung“ brachte erstmalig eine farbige Doppelseite.

 

Sputnik I

Der Weg zum Mond begann aber schon am 4. Oktober 1957.

Die Russen hatten den ersten „ Sputnik I“ auf eine Umlaufbahn um die Erde geschickt und weltweit war sein „ Piep- Piep“ zu empfangen. Schon am 3. November brachte eine 100 Tonnen schwere Rakete die Hündin „Laica“ auf eine Höhe von 1.500 km. Der erste Mensch, Juri Gagarin, umkreiste am 12. 04. 1961 mit einem 4,7 Tonnen schweren Raumschiff einmal den Globus. Nikita Chruschtschow ernannte ihn zum „Helden der Sowjetunion“.

 

Held der  SowjetunionHeld der  Sowjetunion















In den USA entsann man sich des Wernher von Braun, der in Peenemünde die „V 2“ entwickelt hatte. Mit seiner Doktorarbeit „ Verbrennungsvorgänge bei Raketen“ schuf er die Grundlage für die Raumfahrt. 1945 wurden rd.100 Raketen „A4“ nach Amerika gebracht. Mit ihnen kamen 127 deutsche Raketen- Ingenieure in das Team von Wernher von Braun.

 

AffeRaumkapselAm 1. Oktober 1960 wurde die zivile Raumfahrtbehörde NASA gegründet. Wernher von Braun und seine inzwischen auf 4.670 angewachsenen Mitarbeiter wechselten 1960 von der Armee zur NASA. Zum Zeitpunkt der Mondlandung waren es über 7.000 Mitarbeiter. Präsident Kennedy verkündete 1961, es sei Amerikas Aufgabe, noch in diesem Jahrzehnt auf dem Mond zu landen. Die Amerikaner begannen die Eroberung des Alls mit Affen, damit sollten die Möglichkeiten für Weltraumflüge mit Menschen untersucht werden. Mit ballistischen Flügen, waren Alan, Shepard und Gus Grissom, die ersten Astronauten der USA.

Blick auf die ErdeJohn Glenn war der erste Amerikaner, der in einer „ Mercury“ Kapsel die Erde dreimal umflog. Walter Schirra und Scott Carpenter umkreisten den Globus drei -bzw. sechs mal. Eine gewaltige Steigerung brachte der Flug mit der „Mercury“ Kapsel 9. Gordon Cooper umkreiste die Erde 22 mal, raste mit 28000 kmh durch das All, legte dabei 965.000 km zurück, brauchte dafür 34 Std. 19 Min. und 28 Sek. Aus einer Höhe von 272 km brachte er phantastische Fotos mit. Er funkte zur Erde: „Kinder, ich werde die tollsten Bilder mitbringen, Aufnahmen, wie sie kein Mensch vorher gesehen hat“!

 

 

Am 23. März 1965 startete eine „Titan II“ Rakete mit einer „Gemini 3“ (ein zwei Mann- Raumschiff) zu einer dreimaligen Erdumkreisung. Der Flug von James Mc Divitt und Edward White am 3. Juli 1965 sollte Geschichte machen. Mit einer Motorleistung von 60.000 Volkswagen brachte die Rakete in 6 Minuten die Kapsel auf die Endgeschwindigkeit von 28.000 kmh. 165 km über der Erde hatte Edward White die Luke von „Gemini 4“ geöffnet und war ins All geklettert. Mit einer goldenen „Nabelschnur“ war er mit der Kapsel verbunden. Zu seiner Ausrüstung gehörte auch eine deutsche Contarex-Kamera. Am 29. September 1965 wurden 120 Erdumkreisungen und am 4. Dezember mit „Gemini 7 „ 206 Umkreisungen geschafft.

 

Es gab aber auch Rückschläge. Bei einer Probe mit einer „Apollo“ Rakete explodierte der reine Sauerstoff und die drei Astronauten verbrannten. Auch die Russen mussten Rückschläge hinnehmen. Am 24. April 1976 verunglückte der Kosmonaut Wladimir Komarow mit dem Raumschiff „ Sojus 1“ tödlich. Juri Gagarin verunglückte mit einem Übungsflugzeug am 27. März 1960.

Rakete

Raumfahrzeug










Im Januar 1969 gelang es mit „Sojus 4“ und „Sojus 5“ zwei bemannte Raumschiffe zusammenzukoppeln. Im Raum- und Luftfahrtmuseum in Washington konnte ich diese Raumschiffe (und noch sehr viel mehr) bewundern. Mit dem Apollo-Progamm lagen die Amerikaner nun aber vorn. 40.000 Menschen arbeiteten auf vollen Touren für die Weltraumabenteuer (Kosten = 100 Milliarden Mark)

Die NASA gab Gelder frei, für den Bau der „Saturn V“ Rakete, der größten der Welt.

NASA-MuseumNASA-Museum









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NASA-Museum

Der Mond rückte näher!

Mit „Apollo 8“ wurde 1968 erstmals der Mond umkreist. Mit „Apollo 9“ wurde die Mondfähre erprobt und mit „Apollo 10“ war die Generalprobe, für das größte und waghalsigste Abenteuer der Menschheit – der Mondlandung.

 

Erste MondlandungscrewDer Flug zum Mond in Zahlen

16.07.

- 14.32 Die 110 Meter hohe „Saturn V“ mit

„Apollo 11“ hebt ab.Amstrong, Aldrin

und Collins sind unterwegs zum Mond.

17.07.

- 21.45 Beginn mit der Fernsehübertragung von

Bord.

18.07.

- 22.47 Millionen Menschen sehen zu, wie

Amstrong und Aldrin die Mondfähre inspizieren.

19.07.

- 18.21 „Apollo 11“ Eintritt in eine elliptische Mond-Umlaufbahn.

- 22.43 Durch Triebwerkszündung wird aus der Elliptischen eine fast

Kreisförmige Mondbahn in 110 km Höhe.

- 23.57 Die Landefähre wird noch einmal gescheckt.

20.07.

- 18.47 Landefähre „Eagle“ trennt sich von „Columbia“ ab.

- 20.09 Der Abstiegsmotor wird gezündet. „Eagle“ geht herunter bis auf 15

km über der Mondoberfläche.

- 21.17 und 46 Sek. Der „Adler“ ist im Meer der Ruhe gelandet.

Mondlandung21.07.

- 03.51 Amstrong öffnet die Luke der

Landefähre.

- 03.54 Die Fernsehübertragung beginnt.

- 03.56 und 20 Sek. Amstrong betritt als erster

Mensch mit dem linken Fuß den Mond:

„Ein kleiner Schritt nur für den Menschen,

aber ein großer Sprung für die

Menschheit“, so seine Botschaft.

- 04.16 Aldrin springt als zweiter Mensch auf den

Mondlandung Mond.

- 04.43 Sie setzen das Sternenbanner und

Messgeräte, sammeln Steine

- 04.50 Historisches Telefongespräch mit

Präsident Nixon. „Der Himmel ist ein Teil

der Welt des Menschen geworden“

- 05.57 Aldrin steigt in die Mondfähre zurück.

- 06.09 Amstrong schlägt auf der Leiter

Mondstaub von den Füßen.

- 06.11 Die Luke der Fähre wird geschlossen.

Mondlandung- 18.54 Das Oberteil der Fähre hebt in einem

Bilderbuchstart ab.

- 22.35 „Eagle und „Columbia“ koppeln wieder

an.

22.07.

- 01.40 Nach Beendigung des Umstiegs wird

„Eagle“ von „Columbia“ abgesprengt.

- 05.56 Das Haupttriebwerk wird gezündet, das

Raumschiff auf die Bahn zur Erde

geschossen.

24.07.

- 17.50 und 22 Sek. Die „Apollo 11“ Kapsel landet im Pazifik.

 

 

mond29.jpgKapsel

 












Zum Schluss noch die Meinung von Wernher von Braun zur Raumfahrt!

 

Die Raumfahrt hatte bis dahin 100 Millionen Mark gekostet. Die USA sind aber dadurch um ein vielfaches reicher geworden. Die Anforderungen an Techniker, Wissenschaftler, Physiker, Mediziner, Astronomen usw. waren sehr hoch, es haben aber alle davon profitiert. In einer Höhe von 190 km wurden Fotos gemacht, welche zur Hungerbekämpfung beitragen, denn mit der Luftbildfotographie findet man: Fruchtbare Böden, Fischgründe, Waldbrände, Ölquellen, Vulkane, Eisberge, Minerallager und vieles mehr. Erwähnen muss man auch die vielen zivilen Nutzungsgebiete wie: Radio-, Fernseh- und Telefon- Netze, Wetterkunde, Navigationssysteme und weiteres. Dazu kommen noch die „Populären Abfallprodukte“: Teflonbeschichtungen, neue Schmieröle, geschäumte Metalle, Herzschrittmacher, Minisender, Elektronenmikroskope usw. Die NASA steht an der Spitze bei den Patentvergaben in der Welt.

Präsident Kennedy sagte: „Die große wissenschaftliche und technologische Aufgabe der Nation ist mit großer Perfektion gelöst worden“. So hat die Raumfahrt bewiesen, dass sie die Welt verbessern kann.

 

 

Quellennachweis:

Div. Presseberichte, Burda Verlag: Der Flug zum Mond

Fotos:

8 Stück aus Der Flug zum Mond;

5 Stück von der NASA erworben;

17 Stück von Wilfried Rosenkranz .

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