Olsberg feiert am 19. und 20. 09 ein "Stadtfest rund um das Rathaus"

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StadtfestWenn Jubiläen gefeiert werden, dann sind Hobby – Historiker gefordert, über die bisherigen Aktivitäten und Ereignisse zu berichten.

Die Basis für das Stadtfest am 19. und 20. September sind gleich vier Jubiläen.

 

Vor 20 Jahren war die „Rathauseinweihung“

Seit 25 Jahren gibt es die Ausstellung „Wohnen und Freizeit“

Vor 30 Jahren wurde die „Werbegemeinschaft“ gegründet

Seit 40 Jahren „Städtepartnerschaft Olsberg – Fruges“

 

Vor 20 Jahren wurde das Rathaus eingeweiht

Im Grußwort des Bürgermeisters, Herrn Josef Niggemann, zur Rathauseröffnung sprach er von einem langen und dornenreichen Weg bis zur Vollendung des Bauvorhabens. Trotz Konkurrenzdenken der Bigger und der Olsberger war dies eine zukunftsweisende Planung und Durchführung. Rathaus

Die damals 15 selbständigen Gemeinden des Amtes Bigge verzichteten auf ihre Planungshoheit, um eine einheitliche Bauleitplanung zu erreichen. Durch diesen mutigen und riskanten Schritt konnten die Parlamentarier eine hohe finanzielle Förderung erreichen.

Die Landesbauleitungsgemeinschaft empfahl im Okt. 1964 ein neues Stadtzentrum zu bauen. Im Städtebaulichen Gutachten von 1966 wurde der Bau des Rathauses gefordert. Aber erst 1977 befasste man sich mit der Realisierung des neuen Stadtzentrums einschließlich dem Rathaus - Neubau. Da Olsberg aber für einige Jahre „Fehlbetragsgemeinde wurde, beschloss die Landesregierung am 11.03.1986 den Rathausbau nicht zu fördern. Ein schlüssiges Finanzkonzept der Verwaltung ermutigte die Stadtvertreter am 17.07.1986 dem Bau des Rathauses zunächst mit alleiniger Finanzierung durch die Stadt zu beschließen.

Rathaus InnenhofEs sollte ein Haus der Bürgerbegegnung, mit öffentlicher Bücherei, werden.

Bund und Land stellten später dafür 1.6 Mio. DM zur Verfügung.

Am 27.03.1987 war dann mit dem ersten Spatenstich der Baubeginn. Schon am 13./14. Januar 1989 erfolgte der Umzug ins neue Rathaus.

Der Zeit- und Kostenrahmen (8,4 Mio. DM) wurde eingehalten.

Der Bürgermeister, der Rat und die Verwaltung waren Stolz auf das gelungene Werk. Bürgermeister Niggemann schloss mit dem Aufruf:

"Es liegt an uns, dass die junge Stadt Olsberg die Aufgaben der Zukunft in bügerschaftlicher Selbstverwaltung erfolgreich bestehen kann. "

 

Die Funktionsgliederung des Rathauses

Untergeschoß

Teilunterkellerung mit Lager- und Hausanschlussräume sowie Aufzugmaschinenraum. Kurverwaltung

Erdgeschoß

Durch offene Durchgänge wird das EG geteilt, in den zusammenhängenden Nordostteil mit dem Eingangsbereich und dem publikumsintensiven Sozial- und Ordnungsamt, sowie einer Sparkassenzweigstelle, dem Kur- und Verkehrsbüro und der Stadtbücherei.

1. Obergeschoß

Am umlaufenden Ringflur sind: Hauptamt, StadtkassBürgermeister Türe, Kämmerei und die obersten Amtsorgane mit Besucher-Wartezonen platziert.

2. Obergeschoß

Auf dieser Ebene sind Bürgerforum, Bürgertreff, Jugendtreff und Altenbegegnung, flankiert von Foyer- und Ausstellungszone.

3. Dachgeschoß

Hier wurde die Heizungs- und Lüftungszentrale, das Archiv und der bibliothekarische Bereich mit Lesezone und Heimatbücherei und der Verwaltungsbücherei untergebracht.

 

Zur Erinnerung:

Einige Gebäudedaten

Abmessung

34,8 x 34,8 m

Gebäudehöhe

16,48 m

Geschoßfläche

3.603,08 m²

Umbauter Raum

13.501,88 m³

Einige Baukosten

Erschließung

5.000,- DM

Baukonstruktion

4.576.655,- DM

Installation

626.000,- DM

Technische Anlagen

355.401,- DM

Betriebliche Einbauten

228.000,- DM

Geräte

350.000,- DM

Außenanlagen

168.000,- DM

Zusätzliche Maßnahmen

15.000,- DM

6.369.256,- DM

Baunebenkosten

864.262,- DM

Unvorhergesehenes

134.903,- DM

7.368.421,- DM

14 % Mehrwertsteuer

1.031.579,- DM

8.400.000,- DM

Rathaus bei Nacht

 

Diverse Änderungen in den 20 Jahren

 

Im Jubiläumsjahr 2009 ist das Rathaus das „Hauptgebäude“ für die kommunale Verwaltung. Natürlich hat sich in den Jahren auch einiges geändert. Ausgelagert wurde z.B. die Kassenfiliale, das Verkehrsamt, die Stadt- und die Heimatbücherei. Dazu kam u.a. die Polizeistation, usw.

 

Infos zu den Organen, Ausschüssen und Fachbereichen gibt es unter: http://www.olsberg.de

 

Das Webteam Olsberg-mittendrin.de gratuliert zum Jubiläum: „20 Jahre Rathaus Olsberg“

 

Quellennachweis: Texte und Bilder aus „Rathaus mit Bürgerforum Stadt Olsberg“.

 

Die vor 30 Jahren gegründete Werbegemeinschaft Olsberg – Bigge präsentiert seit 25 Jahren die Ausstellung „Wohnen und Freizeit“

 

Im Friseurstuhl geboren, wurde die Idee, in Olsberg ein besonderes Stadtfest zu feiern. Auf besagtem Stuhl des Friseurmeisters und Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Helmut Schmücker, hatte der Geschäftsführer der „Olsberg TouristikTu dir die Ruhr an und Stadtmarketing GmbH“, Andreas Rüther Platz genommen. Beide unterhielten sich über das 25jährige Jubiläum der Ausstellung „Wohnen und Freizeit“ der Werbegemeinschaft, welche in diesem Jahr 30 Jahre alt wird. Andreas Rüther sprach dann über das neue Rathaus, dass vor 20 Jahren eingeweiht worden war. Man war sich einig, dass diese drei Jubiläen zum Anlass für ein besonderes Stadtfest genutzt werden sollten. Als viertes Jubiläum kam die 40jährige „Städtepartnerschaft Olsberg – Fruges“ dazu.

Gegründet wurde daraufhin ein Team „Olsberg feiert“, welches eine großes Stadtfest für und mit den Bürgern vorbereiten sollte.

Vermutlich vergessen wurde das 20jährige Jubiläum der Tauchsportgruppe des DLRG Olsberg. Die rund 100 Mitglieder der Gruppe arbeiten erfolgreich an der Stärkung des Natur- und Breitensports „Tauchen“. Bereits am 22.August wurde das breit gefächerte Programm der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Auflistung der Jubiläen hätte man noch erweitern können:

50 Jahre „Kulturring Olsberg“

80 Jahre „Vereinshaus Olsberg“ und

80 Jahre „Kinderheim / Jugendhilfe Olsberg“.

 

Aber zurück zur „Werbegemeinschaft“.

Durch die Ausgliederung aus dem Kur- und Verkehrsverein wurde am 07.03.1979 der selbstständige Verein „Werbegemeinschaft Olsberg – Bigge“ gegründet. Als Begründung nannte man: Die Interessen des Handels, der Dienstleistungen und des Handwerks besser in der Öffentlichkeit darstellen zu können. Die Leitung der Werbegemeinschaft bestand aus fünf Vorstands-Skatspiel und acht Beiratsmitgliedern. Vorsitzende waren:

Karl Heinz Lange 1979 – 1983

Christa Lenze 1983 – 1995

Klaus Mohr 1995 – 1998

Hubert Ditz 1998 – 2004

Dieter Brambor 2004 – 2005

Felix Naber 2005 – 2006

Helmut Schmücker 2006 – jetzt

 

Der derzeitige Vorstand hat die Vorteile der MitgliedschaftGut bedient in Olsberg zusammengestellt:

- Bis zu 20% Nachlass bei der Zeitungswerbung

- Mehr Kundenfrequenz durch gemeinsame Werbung

- Verkaufsoffene Sonntage

- Herbstausstellung

- Schnäppchenmarkt

- Größere Interessenvertretung von Selbstständigen gegenüber der Stadt

- Informationen rund um die Stadt

- Außendarstellung der Stadt, der „Werbegemeinschaft“ und der

Selbstständigen Partnerschaften: z.B. Bei verkaufsoffenen Sonntagen Handwerk und Handel

- Schaufensterflächen können zur Deko zur Verfügung gestellt werden

- Organisation einer Handwerkermesse (Bauausstellung) usw.

- Weihnachtsbeleuchtung usw.

Dies sind alles „Umsatzsteigernde Maßnahmen“, welche zur Zeit von 145 Mitgliedern genutzt werden.

 

Mit den Parolen:

„Gut Bedient in Olsberg“

„Tu Dir die Ruhr an“

„Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“

„Kaufst Du bei mir, kauf ich bei Dir“

wurden die Menschen immer wieder animiert, in den Fachgeschäften mit guter Beratung und hoher Qualität zu kaufen.

 

Fachwelt OlsbergRechtzeitig vor ihrem 30jährigen Gründungsjubiläum hat die Werbegemeinschaft Olsberg – Bigge ihr neues Logo der Hompage präsentiert. Beim Stadtfest „Olsberg feiert“ will die Werbegemeinschaft ihre neue Hompage www.fachwelt-olsberg.de vorstellen. Damit verbunden sind auch neue Ziele, wie: Gemeinsames Werben im Radio und in der Presse, Erstellung eines Branchenbuches usw.

 

Auch zu diesen beiden Jubiläen der Werbegemeinschaft gratuliert das Webteam Olsberg-mittendrin.de

 

Quellennachweis: Diverse Presseartikel, Berichte von Olsberg-mittendrin

Bilder: Logos der Werbegemeinschaft

 

40jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft Olsberg – Fruges

 

Schon im Jahre 1965 gab es die ersten Kontakte zur Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Bigge und Fruges. Der erste Jugendaustausch war 1966. Die Zeit bis zum offiziellen Freundschaftsgelöbnis kann man als Verlobungszeit betiteln.

FrugesIm Vorwort der Dokumentation zum 20jährigem Jubiläum der Partnerschaft wurden „Ziel und Zweck“ sehr gut beschrieben. Eingebettet in den deutsch – französischen Vertrag sollten auf breiter Grundlage Begegnungen beider Völker durchgeführt werden, damit man der Verständigung und Versöhnung näher kommt. Es begann die Diplomatie auf der Ebene der Bevölkerung, der Vereine und der Jugendverbände sowie der Schulen. In vielen Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Festlichkeiten wurden dauerhafte Freundschaften geknüpft. Misstrauen wurde abgebaut und Vertrauen geschaffen. Der Jugendaustausch der Jugendgruppen und Schulen war besonders wertvoll. Wenn heute das Verhältnis zu Frankreich so erfreulich gut ist, so muss man sagen, dass die Städtepartnerschaften ihren angemessenen Anteil hieran haben.

Und so begann es.

Kirche von FrugesIm französischen Departement Pas de Calais wurde 1965 ein Beauftragter der Landesregierung (Lehrer Dürwald aus Oesbern bei Menden) tätig, der in Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen (Bürgermeister, Ratsherren) Empfehlungen für Städtepartnerschaften erarbeitete. Auf Empfehlung von Herrn Dürwald kamen dann im Frühsommer 1965 der Bürgermeister von Fruges, Monsieur Gilbert Courtin und sein Stellvertreter, der Fabrikant Mosieur Legrand, um sich Bigge anzusehen. Im Dienstzimmer des Amtsdirektors Ochsenfeld fand die erste Besprechung statt, in der Gaststädte Heine wurde diese dann fortgesetzt.

Teilnehmer waren Bürgermeister Friederichs, Amtsdirektor Ochsenfeld und die Ratsmitglieder Josef Niggemann, Alfred Fischer und Otto Orlowski.

 

Im ersten Protokoll der Gemeindevertretung Bigge zur Partnerschaft steht: Aufgrund des Schreibens von Herrn Dürwald hat die Gemeindevertretung Bigge am 22.07.1965 einstimmig beschlossen, die Partnerschaft mit Fruges in Nordfrankreich aufzunehmen. Schon am 26.07.65 waren Bürgemeister Courtin und der erste Beigeordnete Legrand zum Besuch in Bigge. Es wurde die „Grundsätzliche Partnerschaft“ vereinbart. Zu einem Kirmesbesuch in Fruges fuhren vom 27.-30.08.65 sieben Herren aus Bigge, Dabei war auch Bürgermeister Friederichs und der spätere Bürgermeister Niggemann, welche beide große Befürworter der deutsch-französischen Aussöhnung waren.

Alle Parteien im Rat waren für die beginnende Arbeit der Partnerschaft, ein Partnerschafstausschuss wurde gegründet und Otto Orlowski zum Vorsitzenden gewählt. Besuche (der erste mit einem Glas Champagner) und Gegenbesuche wurden zur Regel. Bis zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 03.05.1969 gab es 12 Besuche in Fruges, alle vom späteren Ehrenpräsidenten Paul Boulanger organisiert. Trotz negativen Erlebnissen während des Krieges war er ein unermüdlicher Ansprechpartner, der sich auch aufgrund seiner deutschen Sprachkenntnisse um die Partnerschaft sehr verdient gemacht hat.

 

Am 18.03 1969 wurde ein Förderverein gegründet, der sich besonders um die Jugendarbeit und den Jugendaustausch kümmern sollte. Als Vorsitzenden wurde Konrektor Günter Aßhauer gewählt.

 

UrkundeMit 35 französischen Gästen war am dritten Mai 1969 der Festakt zur Unterzeichnung der Urkunden. Das Festprogramm mit Imbiss und Umtrunk war vom Partnerschaftsausschuss und vom Förderverein sehr gut vorbereitet und somit ein voller Erfolg. In vielen Ansprachen wurde das „Freundschaftsgelöbnis“ gewürdigt. Bürgermeister Courtin übereichte einen handgemalten Teller mit den Wappen von Bigge und Fruges.

Druck und Fertigung der Urkunde auf Pergament und Lederbindung erfolgte im Josefsheim, es ist eine gelungene, meisterliche Arbeit.

 

Teller

In den folgenden Jahren wurde die Freundschaft immer weiter vertieft. Die gegenseitigen Besuche von Jugendlichen wie Erwachsenen erfüllten die Partnerschaft mit Leben.

Stellvertretend einige Vereinsnotizen.

WP am 02.11.1970 Eröffnung des Hallenbades mit Gästen aus Fruges.

Schwierigkeiten beim Jugendaustausch durch die kommunale Neugliederung.

Fruges hat etwa 3.500 Einwohner, die jetzige Stadt Olsberg hat fast 15.000 Einwohner.

Der Jugendaustausch soll aber fortgesetzt werden.

Anlässlich der Ordensverleihung (Pour le Merite) an den Bürgermeister Courtin bekommt er im August 1975 einen „Olsberg-Hobby-Grill mit Zubehör“ von der Stadt Olsberg.

Ende des Jahres 1975 zieht sich Herr Bourlanger aus Gesundheits- und Altersgründen aus der aktiven Arbeit zurück.

WP am 24.08.1972 Aus der Partnerstadt Fruges kommen Austauschschüler

WP am 29.06.1973 Freundschaft mit Fruges fand durch Hochzeit ihren krönenden Höhepunkt

WP am 05.09.1973 Schüler aus Fruges besuchten Josefsheim und „Bummi“-Mutter

WP 1975 10 Jahre sind sie Freunde

WP am 03.10.1978 Olsberger Mädchen heiratete Lehrer aus der Partnerstadt

WP am 04.05.1979 Europafest in der Konzerthalle war eine Feier der Superlaive

WP am 15.09 1982 Junge Franzosen lernten das Hochsauerland kennen

WP am 27.08.1983 Die Partnerschaft bleibt lebendig (CDU in Fruges)

WP 1991 Frische Kontakte, 25 Jahre Jugendaustausch

 

Es könnten sicherlich noch viele Presseberichte aufgelistet werden, wir wollen aber mit dem Aktuellsten von Heinz Lettermann vom 15.09.2009 schließen, Bigge und Fruges bauten Brücke der Freundschaft

Gruppenfoto

Der Chronist meint: Diese Städtepartnerschaft ist ein Schritt auf dem Weg zum vereinten Europa in Frieden!

 

Das Webteam Olsberg-mittendrin.de sagt zum Jubiläum „Glück auf“.

 

Quellennachweis: Textvorlagen und Bilder (Ort und Kirche) stellte Herr Günter Aßhauer zur Verfügung

1 Bild (von 2009) von Frau Martina Ramspott, besorgte uns Frau Laura Albers, Stadtverwaltung

2 Bilder (Urkunde und Teller) von Wilfried Rosenkranz

Alle Bilder wurden von Klemens Kordt bearbeitet

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