Internationalen Freiwilligendienst im Norden Indiens

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Mein Name ist Julia Peis, ich komme aus Winterberg und bin seit einigen Jahren Mitglied im Deutschen Roten Kreuz. Zurzeit absolviere ich einen Internationalen Freiwilligendienst im Norden Indiens, am Fuße des Himalajas. Ich arbeite in Projekten der Organisation Serve And Share Association für sehr arme Kinder und Frauen.
Die Kinder können nach der Schule in unser Zentrum kommen, um zu spielen, Hilfe bei den Hausaufgaben oder gar Nachhilfe zu bekommen: Bildung ist in Indien ein sehr wichtiger Punkt, der in ärmeren Familie leider oft unterschätzt wird, denn Bildung bietet den Kindern die einzige Chance, aus dem Kreis der Armut auszubrechen.
Zudem besuchen wir auch häufig Familien, denn nur so können wir schauen, wie wir am besten helfen können – eine höhere Lebensqualität schaffen ist eines unserer Hauptziele. Wir bauen zum Beispiel neue Toiletten und Baderäume, ermöglichen ihnen wichtige medizinische Behandlungen und versuchen ihnen zu helfen, wenn sie Probleme haben.
Jeden Samstag bieten wir ein Frauenprojekt im Center an: Frauen aus der ganzen Stadt kommen zu uns, um über ihre Probleme zu reden und wichtige Dinge für ihr Alltagsleben zu lernen. Hier halten wir Vorträge über Körperhygiene, Sauberkeit im Haus, Schwangerschaft, Krankheiten und vieles mehr.
Nebenbei lerne ich viel über die indische Kultur und die Essgewohnheiten, denn wir bieten auch eine warme Mahlzeit an, bei dessen Zubereitung ich stets eingebunden bin.
Die medizinische Versorgung in Indien ist sehr schlecht, zudem aber auch sehr teuer. Da es keine Krankenversicherung gibt, können sich die meisten Menschen keinen Arztbesuch leisten. Viele sind häufig krank und einige Eltern sterben leider sehr früh.
Als Krankenwagen fungieren hier nur normale Transporter mit einer Liege und dürfen von Jedem gefahren werden. Außerdem sind die Anfahrtszeiten zum Kranken enorm, zuzüglich der Fahrt zum Krankenhaus.
Es gibt hier zwar auch manche sehr gute Krankenhäuser mit gut ausgebildetem Personal, doch die sind für die meisten Familien unerschwinglich - Die Kinder aus meinem Projekt sind deshalb auf die Hilfe unserer Organisation angewiesen, wenn sie wirklich krank sind.
Unser Projektleiter organisiert auch in regelmäßigen Abständen kostenlose „Ärzte-Check-Ups,“ um die Gesundheit der Kinder und Eltern sicherzustellen.
Durch meine langjährige Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz kann ich mich hier besonders einbringen und die erlernte Theorie in die Praxis umsetzen – eine ganz andere Praxis als in Deutschland.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Brilon für die große Unterstützung bedanken. Hier sind unter anderem die Mengen an gesponserten Stiften zu nennen: Ich benutze sie bei Mal- oder Sportwettbewerben als Preise und auch beim Nachmittagsprogramm für die Kinder sind die Stifte sehr begehrt, weil die meisten Kinder keine eigenen Stifte haben. Es sind schon die kleinen Dinge, die hier große Unterschiede machen.
Thorsten Rediger: „Wir vom DRK Brilon haben Julia in ihrer Sanitäter-Ausbildung begleitet und freuen uns für sie, dass sie in Indien so wichtige Erfahrungen fürs Leben machen kann.“

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