Schüler stellen Ergebnisse der Leader-Befragung vor

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Um die Vorstellung des Zwischenstandes und die Aufforderung zur Diskussion ging es beim Leader-Gesamtworkshop am Mittwoch im Winterberger Rathaus.  Jens Steinhoff von dem Institut für Regionalmanagement wollte nach der Vorstellung der fünf Handlungsfelder „Wohn- und Lebensqualität, Mobilität, Energie“, „Bürgerschaftliches Engagement für Integration“,
„Natur und Umwelt, Gesundheit, Tourismus“, „Wirtschaft, Bildung, Kultur“ und „Regionalmanagement“ sowie den jeweils dazugehörigen Vorschlägen für Dachprojekte von den Teilnehmern wissen, ob alle Themen und Dachprojekte richtig abgebildet sind oder wichtige Punkte fehlen. Ebenfalls erhielten die Anwesenden einen Fragebogen, um eine Priorisierung der Handlungsfelder vorzunehmen. Diese Bürgerbeteiligung ist eine Vorgabe für die anstehende Leader-Bewerbung.
Zuvor stellte Steinhoff zusammen mit elf Schülern aus Abgangsklassen verschiedener Schulen der Region das Ergebnis einer Schülerbefragung von 657 Schülern des Gymnasiums Petrinum und der Verbundschule Brilon, des Carolus-Magnus-Gymnasiums und der Real- und Hauptschule Marsberg, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Winterberg-Medebach, der Verbundschule Medebach-Hallenberg, der Städtischen Förder-, Real- und Hauptschule Olsberg und der Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen vor. Eine gute Nachricht sei, dass 83 Prozent der Schüler gerne oder sehr gerne in ihrer Region leben, die Gründe seien in erster Linie Natur und Landschaft. Auch Ruhe und Atmosphäre, die Dorfgemeinschaft mit Familie, Freunden und Vereinen und die Volksfeste seien den Jugendlichen wichtig.
Nach Studium zurück in Region
124 wünschten sich ein größeres Freizeitangebot und 94 fehlten bessere Einkaufsmöglichkeiten. Prioritäten für Wohn- und Arbeitsort liegen bei den Befragten bei Verdienstmöglichkeiten, beruflichen Aufstiegschancen, guten Freizeitmöglichkeiten, die Nähe zu Familie und Freunden sowie eine gute Verkehrsanbindung, so Steinhoff. 50 Prozent würden ein Abitur anstreben, nach einem eventuellen Studium möchten viele wieder zurück in die Region. Die Berufswünsche in den Abgangsklassen seien sehr unterschiedlich, der größte Teil der Schüler wünsche später eine Ausbildung in kaufmännischen Berufen, aber auch als Mechatroniker, in Berufen im medizinischen Bereich, als Handwerker, Techniker und Polizist. Auf „In welcher Großstadt möchtest du wohnen?“, antworteten nur 33 Prozent der Befragten. An erster Stelle habe Köln, gefolgt von Hamburg und Berlin gelegen, etwas abgeschlagen München, Frankfurt und Düsseldorf. Alle Zahlen und die Ergebnisse der Auswertung aus dem Workshop werden in 14 Tagen auf www.leader-hochsauerland.de veröffentlicht.
Zu Gast war Dr. Marc Müllenhoff von der Wirtschaftsförderung Korbach und Zweiter Vorsitzender der Leader- Region „Diemelsee-Nordwaldeck“, die ihr regionales Entwicklungskonzept bereits abgeschlossen haben. Da Bedarf und Möglichkeiten jenseits der Landesgrenzen sehr ähnlich sind, stellte Müllenhoff drei Bereiche vor, in denen er sich eine Kooperation vorstellen kann. „Wir müssen das Kirchturmdenken wegpacken“, sagte er und berichtete von den Projekten für junge Arbeitnehmer. Weitere Austauschmöglichkeiten sieht er in den Bereichen Tourismus und der Vernetzung der Infrastrukturen von Rad- und Wanderwegen sowie der Verbesserung der Lebensqualität durch bessere medizinische Versorgung. Die voraussichtliche Abgabe der Bewerbung für unsere Region ist im Februar 2015. Zuvor findet am 27. Januar die Abschlussbesprechung in Olsberg statt.

Leader
Schüler stellten die Ergebnisse der Befragung vor.
Foto: Jörg Leske

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