Tun wir was für Bienen und Umwelt!

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Kleingärtner aufgepasst: Jetzt wenn im August und Anfang September viele Gemüsebeete abgeerntet sind, ist der Zeitpunkt um den Boden zu verbessern. Durch die richtige Gründüngung lässt sich der Boden für die nächste Saison mit vielen Nährstoffen und Bodenorganismen anreichern.
Aus Gründen der Fruchtfolge werden Phacelia (Bienenfreund, Büschelschön) und Buchweizen zur Gründüngung immer beliebter in Deutschlands Kleingärten. Beide Pflanzen verbessern durch ihr Wurzelwerk hervorragend den Boden bis in die tiefen Schichten hinein, beide sind auch exzellente Bienenweiden und helfen den Honig- wie Wildbienen in der schweren Zeit im Herbst Nahrung zu finden.
Daher ist jetzt der Zeitpunkt um Phacelia und Buchweizen einzusäen. Die reich blühenden Pflanzen sind auch eine Augenweide, die im Winter durch die Fröste vollkommen absterben. Im Frühjahr werden die abgefrorenen Pflanzenteile einfach abgeharkt. Ein Gewinn für Gärtner und Bienen!
Blühende Landschaften säen.
Die Gestaltung und Erhaltung unserer Kulturlandschaft ist vordringlichste Gemeinschaftsaufgabe von Landbewirtschaftern und Landnutzern. Im Zusammenwirken von Landwirten, Jagdgenossenschaften, Jägern, Imkern, Naturschützern, Landschaftspflegern, Behörden und Gemeinden liegt auch die Vielfalt unserer Kulturlandschaft begründet. Auf Stilllegungs- und Brachflächen, an Ackerrändern und Wegrainen sowie auch in Gärten lassen sich durch Ansaat mit mehrjährigen blütenreichen Saatgutmischungen ökologisch wertvolle Lebensräume für Mensch, Flora und Fauna entwickeln.
Viele landwirtschaftliche Produktionsflächen können Wildtieren, insbesondere Honigbienen, aber auch anderen Insekten, heute kaum mehr ausreichend Nahrung bieten. Blühende Wildpflanzen sind in unseren Feldern zur großen Seltenheit geworden.
Blühende Landschaften stehen aber für:
praktizierten Naturschutz in der Kulturlandschaft
artenreiche und stabile Tier- und Pflanzengesellschaften
ein umfassendes Nahrungsangebot für viele heimische Insekten, Vögel und Säugetiere
strukturreiche Pflanzenbestände mit wechselnden Gestaltungsaspekten
Blütenreichtum im Wandel der Jahreszeiten
Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
Dort wo kleinbäuerliche Strukturen mit Mischkulturen, Feldrainen, Hecken etc. zum normalen Landschaftsbild gehören, profitieren die Bauern von der reichhaltigen Flora und Fauna. Neben den Honigbienen des Dorfimkers sorgen unterschiedlichste Wildbienenarten und andere Bestäuberinsekten für eine flächendeckende Bestäubung.
Was Bienen und Menschen brauchen…
Was wir neben der Gesundhaltung unserer Honigbienen dringend brauchen, ist eine Rückbesinnung auf naturnahe Strukturen der Landschaften. Wir brauchen eine Stärkung von gesunden Ökosystemen, die das „Netz des Lebens“ zusammenhalten. Wir müssen deshalb nicht zwangsläufig auf Monokulturen verzichten, solange wir diese mit vielfältigen
Ackerrandstreifen umgeben und ihre Flächen nicht so groß sind, dass sich in ihrer Mitte keine wild lebenden Bestäuberinsekten mit geringen Flugradius einfinden können. Mittelfristig würde die Beförderung von Mischsaatkulturen helfen, ausreichend Futterquellen zu schaffen. Und auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ließe sich dadurch verringern.
…auch hier im ländlichen Bereich
Damit nicht nur Mais und Raps zukünftig hier auf dem Land als monotones Grün oder Gelb dominieren, können auch viele kleine „Blütenteppiche“ in Feldern, Gärten und Parkanlagen angelegt werden.
Jeder kann etwas tun – fangen wir einfach in unserem Garten, auf einem Stück Land, vor unserer Haustüre an! Nicht genutzte ehemalige Schrebergärten können mit speziellen Blühsaaten an Stelle von Rasen eingesät werden. So können Sie sich den ganzen Sommer über ein tolles buntes Beet freuen. Rasen zu mähen kostet ein Vielfaches nicht nur an Zeit und ist für Insekten so gut wie nutzlos.
Das können alle für unsere Umwelt tun:
Artenvielfalt durch Verwendung gebietseigener, mehrjähriger Saatgutmischungen und
heimischer blühender Gehölze und Stauden.
Fordern Sie mehr heimische Pflanzen im öffentlichen Bunt von Städten und Gemeinden.
Gestalten Sie Ihren eigenen Garten möglichst naturnah und verwenden Sie Wildpflanzen oder Kräuter bei der Bepflanzung von Kübeln und Balkonkästen.
Verwenden Sie Naturdünger und reduzieren Sie den Pestizideinsatz.
Begrünen Sie Fassaden und Dächer.
Bringen Sie Nisthilfen für Vögel, Insekten und Fledermäuse an.
Wie eine schöne Blühfläche aussehen kann, zeigt das beigefügte Foto.

Stute Klaus-2

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