Vom Bergretter zum Skiwachtler

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Wenn sich Ski- und Snowboardfahrer auf der Piste tummeln, hofft jeder, dass man sie nicht braucht, die Rettungskräfte auf Skiern und mit mobilen Pisteneinsatzfahrzeugen. Aber wenn sie gerufen werden, müssen sie die Situation sicher erkennen und entsprechend handeln können.
Um diese Qualitäten zu erlangen, müssen Skiwachtler zunächst die gesamte Bergwachtausbildung absolvieren. Hierzu gehören zeitintensiven Sommer- und Winterrettungslehrgänge. Weitere Zusatzqualifikationen sind z.B. die Ausbildungen zum „Bergwacht Luftretter“, um Wintersportler aus Skiliften zu befreien , oder zum „Bergwacht Einsatzleiter“. Jedes Jahr findet seitens der SIS (Stiftung Sicherheit im Skisport) ein Lehrgang in Grainau statt, der regelmäßig von den Winterberger Skiwachtlern besucht wird. Lehrgangsinhalte sind präventive Sicherheitsmaßnahmen rund um den Pistenbetrieb, die Zusammenarbeit mit den Liftbetreibern und rechtliche Grundlagen. Bei der praktischen Ausbildung auf der bekannten Kandahar Weltcup Abfahrtsstrecke in Garmisch-Partenkirchen werden die theoretischen Kenntnisse vertieft. 1993 war ein Skiwachtler in Winterberg im Einsatz, heute sind es vierzehn. Viele Einsatzkräfte der DRK Bergwacht Winterberg haben beruflich einen medizinischen Hintergrund als Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. Quereinsteiger, die diese Voraussetzungen nicht haben, können über den Lehrgang „Notfallmedizin Bergwacht“ die notwendigen Grundlagen erlangen und sich dann ebenfalls bei der Bergwacht engagieren.
Foto: Markus Hennecke

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