Ministerpräsidenten Rhein und Wüst wandern durchs Upland

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artikelbild regionalesWillingen. Sechs Kilometer ging es durch matschig-nasse Wälder im Upland: Ihre gemeinsame Wanderung am Montag hatten sich die Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen, Boris Rhein und Hendrik Wüst (beide CDU), sicher anders vorgestellt. Bei der Tour ging es aber auch um gemeinsame Themen – und um Wahlkampf: In Hessen wird am 8. Oktober 2023 gewählt und Boris Rhein will Amtsinhaber bleiben. Henrik Wüst wiederum wird von manchen als möglicher Kanzlerkandidat der CDU gehandelt. Selbst hat er sich dazu noch nicht klar positioniert – auch gestern verwies Wüst auf die Verabredung der Union, diese Frage erst im Spätsommer 2024 zu klären.

Startpunkt der Wanderung war die längste Hängebrücke Deutschlands, der Skywalk an der Mühlenkopfschanze in Willingen: Die erste Bewährungsprobe meisterten Rhein und Wüst trotz schwankenden Bodens gut gelaunt und lächelnd. Im Tourismus kooperieren Hessen und Nordrhein-Westfalen im Upland indes schon lange: „Tourismus hier in der Region wird zusammen gedacht. Es gibt kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander“, sagte Wüst. „In beiden Ländern ist Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, ergänzte Rhein. Das Land fördere die Region deshalb durch Unterstützungsprogramme unter anderem in den Bereichen Sport, Tourismus und ländlicher Raum.

Sowohl Hessen als auch NRW hatten sich im vergangenen Jahr für den Erhalt des Bundesstützpunktes Ski Nordisch starkgemacht, der seinen Sitz in Winterberg und Willingen hat und Teil der Olympia-Stützpunkte beider Länder ist. „Uns ist es wichtig, dass der Bundesstützpunkt weiter gefördert und die Arbeit dort nicht beendet wird“, bekräftigte Rhein gestern.

Auf der Strecke durch den Upländer Wald Richtung Naturschutzgebiet Niedersfelder Hochheide erläuterte Hendrik Block, Betriebsleiter der Waldeckischen Domanialverwaltung, die Schäden, die Borkenkäfer, Sturm, Trockenheit und die Hitze der letzten Jahre an den Wäldern verursacht hatten. Carl-Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, war anschließend Gesprächspartner der beiden Ministerpräsidenten. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dem Wald zu helfen“, sagte Rhein. Mit dem Hessischen Bauernpräsident Karsten Schmal loteten die beiden Ministerpräsidenten Gemeinsamkeiten im Bereich Landwirtschaft aus.

 Skywalk WuestRhein2

Start auf dem Skywalk: Hendrik Wüst (rechts, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident in Hessen, sind am Montag grenzüberschreitend gewandert.

Foto: Oliver Berg/dpa

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