Die Stromversorgung in Olsberg

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StromversorgungDie Gemeinde Olsberg bekam in den Jahren 1909 und 1910 elektrisches Licht. Im Vergleich zu der Wasserversorgung (schon 1892/1893) gibt es hierzu sehr wenige Aufzeichnungen.

Das Elektrizitätswerk Bestwig legte im Herbst 1909 und im Frühjahr 1910 die erforderlichen Leitungen zur Versorgung der Gemeinde Olsberg mit Strom.

 

 

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In der Pfarrkirche St. Nikolaus ging am 02.Ferbruar 1910 zum ersten mal das Licht an. Die ersten 25 Straßenlampen und die Beleuchtung des Bahnhofes wurden am 13.Mai 1910 in Betrieb genommen. Der Ortsteil Gierskopp musste bis 1919 auf die Stromversorgung warten. Am 19.Mai 1919 beschloss die Gemeindevertretung, das für jeden der 11 Haushalte (die Gierskopp war noch spärlich besiedelt) für die elektrische Lichtanlage je 80 Mark zu zahlen. Damit waren die Voraussetzungen für den Anschluss der Gierskopp an das Elektrowerk Bestwig, Meschede (EWBM) erfüllt.

 

 

 

 

 

 

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Zur damaligen Zeit gehörten die Strommasten und die Leitungen zum typischen Ortsbild. Die älteren Olsberger erinnern sich bestimmt noch an die großen Vogelschwärme, welche sich auf den Leitungen versammelten bevor sie in die südlichen Winterquartiere flogen.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte die Gemeinde folgende Aufgaben vordringlich zu erfüllen:

- Sicherstellung der Wasserversorgung

- Beseitigung der Wohnungsnot

- Ausbau und Instandsetzung der Strassen, mit der notwendigen

Straßenbeleuchtung.

In der neuen Wohnsiedlung „Am Langenberg“ wurden erstmals Standleuchten verwendet. Diese Beleuchtungsart kam ab dem Jahr 1962 mehr und mehr zur Anwendung.

 

Vom derzeitigen Stromlieferanten „RWE Westfalen-Weser-Ems“ möchten die Städte Olsberg, Bestwig und Meschede gerne das vorhandene Stromnetz übernehmen, um ins Energiegeschäft einzusteigen. Olsberg hat vier Ratsmitglieder benannt, welche in einem Arbeitskreis über den eventuellen Kauf beraten. Seitens der RWE werden Summen bis 100 Millionen Euro genannt. Der noch laufende Stromkonzessionsvertrag kann aber auch verlängert werden, so dass man in Ruhe beraten und entscheiden kann. Siehe dazu den Bericht der Städte (unter Aktuelles) „Neuregelung der Strom- und Gasversorgung auch in Olsberg?

 

Ein weiteres aktuelles Thema sind die neuen Energie-Spar-Lampen. Die EU in Brüssel wirbt verstärkt für den Einsatz, da sich angeblich große Einsparungen erreichen lassen. Laut einem TV-Bericht vom 05.Januar 2009 bleiben (als Werbung) die Beleuchtungen der Büros in Brüssel nach Dienstschluss an.

Kritiker aber warnen:

- der Blauanteil im Licht ist zu hoch, dadurch sind u.U. falsche Signale an den Uhren möglich

- das Licht macht eher wach

- die Entsorgung der Lampen ist teuerer

Hierzu werden wir sicherlich noch manches „Für und Wider“ hören.

 

Quellennachweis: Olsberg gestern und heute (Bild und Text) von J.Roggenkamp Aquarell von Veronika Körner

 

Anmerkung:

In Kürze bringen wir einen Artikel über den Bau des Stausees und des Kraftwerks Steinhelle.

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