Spar-Effekte bei der Straßenbeleuchtung

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Noch moderner und effizienter, aber auch noch bedarfsorientierter könnte in Zukunft die Straßenbeleuchtung in der Stadt Olsberg werden. Die Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) als Kommunalunternehmen, das auch für Betrieb und Unterhaltung der Straßenbeleuchtung zuständig ist, will künftig noch stärker auf bewegungsabhängiges Licht und eine „smarte“ Steuerung der Beleuchtung setzen.

Darüber informierte Robin Pohl, HSW-Umweltschutztechniker, jetzt die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen. Gemeinsam mit Elektrotechnikermeister Daniel Riekes ist er Teil des Teams, das sich bei HSW um die Weiterentwicklung der Straßenbeleuchtung kümmert. Hintergrund: Schon im Jahr 2021 hatte der Olsberger Stadtrat ein Modernisierungs- und Investitionskostenkonzept für die Straßenbeleuchtung beschlossen.

Das Ziel: Bis 2030 soll die öffentliche Beleuchtung von Straßen und Wegen komplett auf LED-Technik umgestellt werden. Dabei untersuchen HSW und Stadt Olsberg auch gemeinsam, welche Veränderungen und neuen Möglichkeiten sich durch die technischen Weiterentwicklungen ergeben. Fazit von Robin Pohl: Insbesondere bei der Effizienz und dem „smarten“ Einsatz der Beleuchtung ergeben sich Spar-Potenziale. Vermehrt wird auch geprüft, ob auch bewegungsabhängiges Licht eingesetzt werden kann. Wichtig dabei: Lösungen müssen immer individuell und „maßgeschneidert“ für die jeweilige Örtlichkeit und die dortigen Bedürfnisse sein – ein „Patentrezept“ für alle Straßen gibt es nicht.

Als Beispiel führte Robin Pohl die Planungen zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung am Losenberg in Bigge an. Bislang gab es dort 14 Straßenlaternen aus dem Jahr 1970 – mit einer Masthöhe von 4,5 Metern. Vorgesehen war im Modernisierungskonzept, diese durch 34 LED-Leuchtstellen mit einer Masthöhe von 4,5 Metern zu ersetzen. Wenn man aber die Masthöhe auf 6 Meter erhöht – was auf Grund der Weiterentwicklung der Leuchten hier durchaus angedacht werden kann - komme man mit 24 Leuchtstellen aus.

Noch weitere Vorteile bringt die Weiterentwicklung der Leuchten, die in den neuen Leuchtstellen verbaut werden soll. Veränderungen bei den smarten Schnittstellen machen die Leuchte für bewegungsabhängiges Licht kostengünstiger nutzbar und ermöglichen zudem eine Kommunikation der Leuchten untereinander. Ein Beispiel: Die Leuchte erkennt Bewegung und erhöht ihre Lichtleistung von 10 Prozent auf bspw. 80 Prozent – und ebenso wird die Nachbarleuchte gesteuert, in deren Richtung die Bewegung erfolgt, so Robin Pohl.

Erste Erfahrungen mit bewegungsabhängigem Licht habe man bereits bei der Erneuerung der Straßenbeleuchtung im Bereich `Am Schwesternheim´ gemacht – im Umfeld der Olsberger Schulen. Auch hier werden die neuen LED-Leuchten bewegungsabhängig per Infrarot-Sensor gesteuert und es gibt eine Kommunikation zu „Nachbar-Leuchten“. Die Ergebnisse seien vielversprechend, so Robin Pohl: Nach ersten - vorsichtigen - Prognosen könnte sich die Bewegungs-Sensorik an dieser Stelle nach 10 bis 12 Jahren amortisieren. Da aber eine Straßenbeleuchtung über mehrere Jahrzehnte eingesetzt werde, sei dies in jedem Fall eine sinnvolle Investition.

Wichtig: Natürlich richte sich der Einspar-Effekt immer nach der jeweiligen Nutzung, unterstrich der HSW-Umweltschutztechniker. Daher schlug er vor, die neue Bewegungs-Sensorik nun auch bei der Straßenbeleuchtung in einer Anliegerstraße zu testen. Auch die Umwelt profitiere von diesen Möglichkeiten – Robin Pohl: „Ziel ist es, Lichtemissionen zu reduzieren und trotzdem die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“

Einstimmig tragen die Ausschussmitglieder den eingeschlagenen Weg mit – und ebenso die technischen Änderungen bei der Masthöhe und der Leuchtmittelstärke, welche die HSW umsetzen will.

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