Aulasanierung Hauptschule

Konzept der Stadt ermöglicht flexible Nutzung in der Zukunft

 

Schule als ein Ort nicht nur für das Lernen, sondern für das Leben – mit den Plänen für eine Erneuerung und Umgestaltung der Aula an der Hauptschule will die Stadt Olsberg diese Idee ein Stück weit umsetzen.

Neue Beleuchtung, Technikraum, neuer Bodenbelag und Betreuungsraum machen neue Nutzungen und pädagogische Ansätze möglich. Gleichzeitig sollen so die Voraussetzungen geschaffen werden, in der Zukunft einen weiteren Mensa-Bereich einzurichten.

Dieses Konzept stellte die Olsberger Stadtverwaltung dem Ausschuss Bildung, Sport, Freizeit vor. In den vergangenen Monaten hatte die Stadt bereits den früheren Küchentrakt der Hauptschule zu einem Speisesaal mit 120 Plätzen samt Ausgabeküche sowie einer modernen Lehrküche für Haupt- und Realschule umgestaltet.

Auch die Aula soll nun „Flächenpotenzial“ bieten, um – zugeschnitten auf den Bedarf der beiden Schulen – weitere Essensbereiche zu schaffen. Allerdings: Noch ist unklar, in welchem Umfang in künftigen Jahren tatsächlich Bedarf an Übermittagsbetreuung und Angeboten bis hin zu einem Ganztagsbetrieb besteht. Auch nach mehrfachen Gesprächen mit den Schulleitungen schätzt die Stadtverwaltung entsprechende Voraussagen momentan als sehr schwierig ein.

Je nach Organisation von Unterrichts- und Pausenzeiten wäre in dem jetzt geschaffenen Speiseraum ein Mittagessen in zwei oder drei „Schichten“ möglich – bis zu 360 Schülerinnen und Schüler könnten so versorgt werden.

Erst, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, würde ein neuer Essensbereich auch tatsächlich notwendig. Der Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung hat deshalb verschiedene Varianten untersucht. Das Ziel: Möglichkeiten schaffen, um auf möglichst viele denkbare künftige Entwicklungen in der Schullandschaft flexibel reagieren zu können.

Das jetzt vorgestellte Konzept der Stadtverwaltung ist zweistufig: Der erste Schritt würde im Jahr 2010 eine reine Aulasanierung mit sich bringen. Ein veränderter Bodenbelag – Fliesen statt Teppich – und eine neue Beleuchtung könnten den Raum multifunktional nutzbar machen. Auf der Galerie soll eine Technikzentrale entstehen, außerdem ermöglicht das Konzept einen Betreuungsraum im bisherigen Galeriebereich der Aula. In einem späteren Bauabschnitt könnte dann der Umbau der Nebenräume erfolgen.

Der Vorteil: Ohne schon jetzt eine konkrete Speiseraumgröße vorzugeben, könnte die Stadtverwaltung dann auf die konkreten Anforderungen eingehen.

Die Umsetzung des ersten Schritts würde zunächst Kosten von 700.000 Euro mit sich bringen. Neben der Erneuerung der Aula sollen – so ein Beschluss des Betriebsausschusses – die bisherigen Elektrospeicherheizgeräte im Schulgebäude gegen eine wirtschaftlichere und kostengünstigere Warmwasserheizungsanlage mit Spitzenlastkessel ausgetauscht werden.

Dafür rechnet die Verwaltung noch einmal mit 350.000 Euro. Von diesen insgesamt 1.050.000 Euro, so der Vorschlag der Stadtverwaltung, könnten 950.000 Euro aus den Bildungsinfrastruktur-Mitteln des Konjunkturpakets II kommen; 100.000 Euro aus dem „1000-Schulen-Programm für die Übermittagsbetreuung“ des Landes NRW.

Einstimmig „Grünes Licht“ für dieses Vorgehen gaben die Mitglieder des Ausschusses Bildung, Sport, Freizeit in ihrer jüngsten Sitzung.

Sollte am 8. Oktober auch der Stadtrat zustimmen, kann die Aulasanierung in die Tat umgesetzt werden.


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