Neuer „Defi“ im Rathaus

Neuer  

Jeder kann zum Lebensretter werden

 

Schnelle Hilfe bei Herzproblemen kann Leben retten – ein Defibrillator bringt die „Pumpe“ auf einfache Weise wieder in den richtigen Takt.

Jetzt gibt es solch einen „Defi“ auch im Foyer des Olsberger Rathauses. Dort steht er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch Besuchern und Anwohnern zur Verfügung, um im „Fall des Falles“ schnell helfen zu können.

Denn der Einsatz eines „Defis“ kann vor dem gefürchteten „plötzlichen Herztod“ schützen: In 85 Prozent solcher Fälle liegt anfangs ein Kammerflimmern vor – mit einem Defibrillator kann man das schnell unterbrechen. Und so Menschenleben retten: Allein in Europa erleiden jährlich etwa 700.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand - plötzlich und ohne Vorwarnung zu Hause, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, beim Sport oder jeder sonst denkbaren Gelegenheit. Wenn dann der ärztliche Notfalldienst nicht rechtzeitig innerhalb von Minuten vor Ort sein kann, überleben nicht einmal fünf Prozent der Opfer.

Mit einem „Defi“, der das Herz mit einem genau abgestimmten Elektroschock wieder in den richtigen Rhythmus bringt, können auch medizinisch nicht geschulte Laien effektiv Hilfe leisten. Die besten Chancen haben die Patienten dabei, wenn der Elektroschock in den ersten fünf Minuten erfolgt.

Weil jede Minute zählt, kann ein schneller Zugang zu einem Defibrillator deshalb Leben retten. Es ist denkbar einfach, das hochmoderne Gerät richtig anzuwenden. Nach dem Einschalten führt der „Defi“ seinen Nutzer per Sprachanweisung zur richtigen Bedienung. Sind die Elektroden auf dem Brustkorb aufgesetzt, erkennt das Gerät automatisch, wie stark und mit welcher Spannung der Stromstoß abgegeben werden muss, der das Herz wieder „in den richtigen Takt“ bringt – und falls kein Stromstoß nötig sein sollte, setzt das Gerät auch keinen ab. Sorge, etwas falsch zu machen, muss deshalb kein „potenzieller Lebensretter“ haben.

Im Gegenteil: Der größte Fehler ist es, in einer Notlage überhaupt nicht zu helfen. Angeschafft wurde der „Defi“ durch die Stadt Olsberg.

Die Gemeindeunfallkasse hat der Stadtverwaltung für ihre gute Gesundheits-Vorsorge einen Beitragsbonus gewährt – das eingesparte Geld hat die Stadt jetzt wieder für die Gesundheit von Mitarbeitern und Bürgern eingesetzt.

 

Rathausmitarbeiter Peter Loerwald


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