Verschwundene Gebäude verändern das Bild des Ortes

verschwundene hauser 1Durch Abbrand von Häusern und durch die Vielzahl von Hausabbrüchen hat sich das heutige Stadtbild ständig geändert. Im 30jährigen Krieg sind Olsberg, Drönckhausen, Duinckhausen und Bodinghausen 72 Häuser, Scheunen und Stallungen zerstört worden. In dieser Zeit (1618) ist das wohl älteste Haus in Olsberg von der Familie Pape - Viereggen erbaut worden.
verschwundene hauser 2Die im Jahre 1747 erbaute Kapelle hatte im Jahre 1758 Feuer gefangen, konnte aber gelöscht werden. Acht Häuser in der Nachbarschaft sind aber verbrannt. In der 1878 erweiterten Kapelle wurde 1901 der Abbruch getätigt, der Platz wurde für den Kirchenneubau benötigt. Von den 35 alten Hofstätten sind fast alle durch Abbruch verschwunden. In Erinnerung ist uns der Brand des „Hotel zur Post“. Auch die Nebengebäude wie: Busches Stätte, Salzhaus, Scheune und der Zehntspeicher sind nicht mehr vorhanden. verschwundene hauser 3Weit über 80 Gebäude wurden vom Autor Wilfried Rosenkranz kürzlich bei einem Seniorentreff der Caritas Olsberg in einer Bilderserie vorgeführt. Dabei wurde so manches wieder erkannt, was wo einmal gewesen ist. Olsberg hatte also viele Gesichter. Beispielhaft ist die Vielfalt der Badeanstalten oder der Bahnhöfe usw. Besonderes Interesse fanden die Senioren an dem Bild von der Silber-Hochzeit von August und Theresia Henke, Großeltern von Wolfgang Henke. verschwundene hauser 4Alle Gäste stehen mitten auf der Hüttenstraße, der Verkehr war noch spärlich. Links ist die später abgebrochene Hüttenkaserne.

verschwundene hauser 5Heute sind die Städteplaner im Geschäft, ganze Straßenzüge werden umgestaltet. Man möchte weniger Beton, dafür mehr Grünflächen. Schade, dass in Olsberg auch einige Gebäude herunter gekommen sind. Die Stadtverwaltung wäre sicherlich froh, wenn z.B. neben dem geplanten Abbruch vom Haus „Winterberg“ auch die Brandruine „Schulte-Schüppen“ und ein Teil (oder ganz) des ehemaligen „Krankenhauses“ beseitigt würde. So könnte ein Abbruch auch ein Aufbruch sein.

Bildnachweis:
Privatarchiv Wilfried Rosenkranz

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