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Die Künnen Stätte lag immer in der Olsberger Flur. In den vorliegenden Unterlagen wird nicht viel von ihnen berichtet. In einem Aufsatz von Dr.Tücking in den „Blättern der näheren Kunde Westfalens“ wird u.a. berichtet, dass zum „Können – Gut“ eine halbe Hufe Landes in Drönkhausen gehört.

1695 war Nicolaus Becke, genannt, „ohlim Künnen“ Inhaber der Stätte und im Jahr 1773 Gottfried Kahlen, geb. 11.04.1793 in Remmers. Er war mit Maria Essfeld verheiratet, diese erbauten um 1770 das Künnen Haus. Gottfried starb am 17.10.1781.

 

 

kuennen_bluegel_9.jpgDer Bäcker Lorenz Blügel aus Neuastenberg heiratete eine Maria Kahle aus Künnen. Seit dem heißt die Stätte Blügel und ist noch heute im Familienbesitz. Die Schwester von Maria war Theresia, 1854 – 1916, sie war verheiratet mit Wilhelm Körling, 1851 – 1928, dem Bruder meiner Großmutter. Wilhelm und Theresia wanderten mit ihren Kindern in 1903 bezw. in 1906 in die USA aus.

 

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Einige Jahre nach dem Kriege bauten Blügels eine neue Hofstätte am Drönkerweg, eine dazu gehörende Scheune stand in der Kittmecke.

In der Gartenstraße wurde von der Großfamilie Blügel zwei weitere Häuser errichtet. Nach Aufgabe der Landwirtschaft, nur noch geringe Flächen sind für den Acker- und Forstbetrieb geblieben – der Rest wurde verpachtet oder verkauft, betätigt man sich in den Geschäftsbereichen:

Bäckerei, Gastronomie und Getränkehandel.

Vor einigen Jahren wurde das Gelände an der Kittmecke mit aufstehender Scheune von der Familie Blügel selbst vermarktet.

 

Auf diesem Bild sehen wir die festlich geschmückte „Letzte Postkutsche“ in Olsberg, um 1900. Mit dem bekannten Heimatdichter F.W. Grimme fuhr einmal ein Berliner vorn auf dem Bock einer Postkutsche mit.

Er sagte anerkennend: „Aber de Jejend, det muß ick sajen, die ist Jöttlich“

 

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