In alten Zeiten soll die „ Rüthersche Stätte“ jenseits der Schafsbrücke im Rutenberg gelegen haben. 1427 wird im Pfarrtagebuch als Besitzer Rüthers Alfs genannt. Ab 1460 waren die Rüthers auch in Olsberg ansässig. In den folgenden Jahren sind „Waldecksche Freye“ wie „Kölnische Eingesessene“ Inhaber.

Nach dem 30jährigen Krieg war der Stammvater Wilm Reuter, geb. 1624? Er heiratete 1661 Anna Krop. Sie erbauten am Fuße des Kirchhügels, etwa an der Stelle wo das „Cafe Müller“ gestanden hat, ein neues Haus. Zu ihrem Hof gehörten 34,83 ha Äcker und Wiesen und ca. 50 Morgen Waldungen.

In den Jahren 1773 bis 1809 hatten in Olsberg 18 Höfe den Besitzer gewechselt, so auch Rüthers. Der letzte Besitzer war: Johann Wilhelm Reuter, geboren 12.06.1734 gest. 01.10.1808, er war seit dem 05.08.1759 verheiratet mit Ev Elisabeth Schmitt, geb. 1773, gest. 30.10.1823.

 

rthers3.jpgNach dem Tode von Wilhelm kaufte Franz Sonntag den Besitz, sein richtiger Name ist Franz Dohle – Sonntag, aus Elleringhausen. Er war ein reicher Mann, ihm gehörte der Rutenberg, kaufte die Coers – Hüttenschreibers Stätte für 10.000 Mark und verkaufte diese wieder an die Gemeinde, mit 1.000 Mark Gewinn. Auch die uralte Schule hat er für 3.000 Mark von der Gemeinde gekauft.

Das alte Haus der Rüthers wurde 1857 abgerissen, im Zusammenhang mit dem Bau der Chaussee Olsberg – Elleringhausen. Diese „Hüttenstraße“ läuft mitten durch den Rütherschen Hofbereich. Die Kinder von Franz Sonntag (er wurde „Der Rüther“ genannt) verstarben und so kam der Besitz durch Kauf in 1841 an Schwiebert Steineken, verheiratet mit Else Kegel. (siehe Bericht Nr. 19)

Schwieberts Haus, am Anfang der Steh, war abgebrannt dafür baute er das Haus Steineken (Rosenfeld) Infolge der Überschuldungen wurden auch die „Rütherschen Nebenhäuser“ an Peter Burghof und an Familie Müller-Brüne-Völlmecke verkauft.

Die Stätte Rüther ist verschwunden, der Name ist jedoch noch in einigen Familien erhalten geblieben.

 

rthers4.jpgrthers5.jpg