Gedanken

Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen.
William Shakespeare
   

Für diese Stätte wurde nach dem Verzeichnis des Großen Zehnten gezahlt. Dies war vor 1650, von der „haußstette Und dem gartten am Steine“ dem Dorfe jährlich „10ߓ = Schillinge. Für 1650 heißt es: „Nach Deme Künnen thonieß Diß Haus Kaufft, ist er Uff Freitag nach himmel (fahrt) (1) 650 Dem Dorff erstlich Dauon schuldig worden – 10ß. Sonsten ist alle Vorige schuldt Dauon betzahlt.“

„Künnen thonieß war bis 1662 Inhaber, 1663 und 64 „Jost Krop“, 1665 – 71 „thoniß schmitt“ und 1686 – 91 „ henig schulten“ Dr. Körling vermutet, dass „Künnen thonieߓ und „toniß schmitt die selbe Person ist. Dieser Anton hat dem Haus den Namen Schmidt gegeben. Von dem Vornamen Anton kommt dann sicher der Name „Tüneses“. Das abgebildete Haus war 1775 durch Matheus Steinrücken und Elisabeth Rüther erbaut worden. Später war Johann Ditz mit Elisabeth Keuthen Inhaber dieser Stätte.

Ihr Sohn Franz, geb. 27.04.1835, erhielt als Kindteil 100 Thaler. Er war Obersteiger in der Grube „Aurora“ und heiratete in Schneiders ein. (siehe dazu Nr. 25 Schneiders – Kahle)

Die Tüneses Stätte lag direkt über der Nikolaus – Kirche und wurde 1971 im Zuge der damaligen Dorfsanierung abgerissen und von der Gemeinde für Parkplätze übernommen. Die Besitzer gaben den Landwirtschaftbetrieb auf und siedelten nach Bigge.

 

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