Nach dem Stätten – Verzeichnis ist 1653 „Heinemann Wynard“ der Inhaber der Stätte. Da er bei den Aufzeichnungen im Dorf-oder Bauerbuches 1651 bereits verstorben war, wird sein Sohn Degenhart als Inhaber genannt.

Die Namen „Gobelken“ und „Gobbelken Herman“ erscheinen erstmals 1608 im Inventurverzeichnis des Großen Zehnten.

Sollten hiermit Gockeln gemeint sein? Dies scheint sehr glaubhaft zu sein. Als spätere Besitzer / Inhaber werden genannt: wynand, winandt, Weinantt und Winand. Der Ursprung der Stätte lag in Drönkhausen.

Ab 1773 heißt die Vollspannstätte Stätte „Gockeln“ auf des Dorfes Grund, mit ca. 100 Morgen Landbesitz.

Viel landwirtschaftliche Fläche wurde von der Familie für die Begleichung von Arzt- und Medikamentenkosten veräußert. Der Vollspann wurde von Malermeister Bartmann, Gierskopp übernommen. Allein für Arztkosten für Frau Maria Busch, gest. 1911, mussten ca. 40 Morgen Land veräußert werden.

Die erste Stätte an der Stehestraße, mit einer vom Wasser des Sitterbaches getriebenen Mühle, wurde 1830 durch Feuer vernichtet, aber in direkter Nähe wieder aufgebaut, zum Teil mit Pfosten und Dachschalung vom ersten Haus mit Brandspuren. Zur Erinnerung haben Gockeln eine Statuette „Die heilige Agatha“ in ihren Neubau eingearbeitet, auf dem Bild über dem Metzgereischild.

In früheren Jahren war in diesem Haus auch die Metzgerei von Max Schild.

 

Zwei Drittel des Hauses waren nicht unterkellert und dienten als Stallungen.

Der Landwirt und Barbier Anton Busch (gest. 1937) unterhielt noch sechs Pferde, einige davon für Postkutschen.

 

Heute bewohnt Rembert und Gabi (geb. Blügel) Busch das Anwesen. Dazugehörende Ländereien sind zum Teil an die Gemeinde Olsberg im Jahre 1959 für den Neubau der „Kardinal-von-Galen-Schule verkauft, und an die Geschwister vererbt worden.

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