Die 35 ältesten Stätten in der Dorfgemeinschaft "Olsberg"

 

Zusammengetragen durch Wilfried Rosenkranz

 

Wir wollen über einen längeren Zeitraum eine Text- und Bilderserie über die 35 ältesten Stätten in der Dorfgemeinschaft Olsberg veröffentlichen. Am Anfang ist erst einiges zu sagen, damit man sich auf die Thematik einstimmen kann. Jeweils alle 14 Tage ist ein weiterer Beitrag geplant.

 

titelblatt.jpgVersetzen wir uns in die Zeit um 1700.

Zum uhralten Dorff Olsborn gehörten die Gemarkungen: Gierskopp, Bodinghausen, Drönkhausen und Duinghausen. Außerdem das Rinkental mit dem Vollspannhof, „Remmers“ als Einhof. Außer der Gierskopp müssen jedoch alle als Wüstungen betrachtet werden, da nach wiederholten Brandschatzungen die Bewohner zur größeren Gemeinschaft „Olsberg“ siedelten.

In dieser Olsberger Mark bildeten 35 Familien (Vollspänner, Halbspänner, beerbte und unbeerbte Kötter) das rechtliche und soziale Rückrat der Bevölkerung, die Olsberg  - Gierskopper Waldinterressenten.

In den Studien zu diesen Stätten ist eine Aufstellung von Dr. Heinrich Körling. Im "Olsberger Ripprapp", lt. Fr. W. Grimme ist dies ein Lied mit soviel Versen wie Häuser bestehen, werden auch 35 Häuser benannt. Der Ripprapp ist somit ein vollständiges Häuserverzeichnis.

Eine Aufstellung mit Lageplan der Stätten von 1695 wurde von Frau Juliane Hufeld geb.Rubardt an Hand von alten Kartastern erstellt.

 

Bevor nun die einzelnen Stätten beschrieben werden, noch die Aufzeichnungen über die öffentlichen Einrichtungen:

 

- Die Kapelle

- Die Mühle

- Der Zehntspeicher

- Der Schandpfahl

 

Das zusammen getragene in Wort und Bild ist sicher nur ein Bruchteil von dem, was noch in den Büchern und Akten steht.

 

Bevor wir uns mit der ersten Stätte befassen, noch ein Hinweis.

In den Beschreibungen finden wir manchmal seltsam geschriebene Worte. Dies sind keine Schreibfehler, sondern „original übernommene Schreibweisen aus der verwendeten Literatur“.

Nachstehend die verschiedenen Schreibweisen der Ortsnahmen.

 

OLSBERG:

in alten Urkunden: olßberg, elsberg, olsberg, olsborg,

im 16. / 17. Jahrhundert: oilßber, oilßbern, olssbern, olssber, olsber,

im 18. Jahrhundert: olssbergh, Olsperg,

vom 9. – 12. Jahrhundert; Olsborn für den Ort und Olsberg für den Berg

in Plattdeutsch: Aulwer für den Ort und Aulberg für den Berg

das Wort Aul kann sein: eine zerklüftete Bergschlucht, aber auch eine fruchtbare Feldmark.

 

laut Dr. Körling gab es aber auch noch: olßberge, olßborn, Oylßborn, Oelsbern, olssberg, oilsberg. oilsperg, Oilsberg, Olßber, Oißberen,

 

GIERSKOPP: Geßbach, Yaskapen, Jerskopp, jerschop, Girsköp,

 

DUINCKHAUSEN: Duinckhusen , Dunckhausen, Dünckhausen,

 

DRÖNCKHAUSEN: Drönckhausen, Droinkhausen, Dronckhausen, Drenckhausen,

 

RINKENTAL: Rinkendaal

 

BODINGHAUSEN: Boddinghausen (heißt: „Haus am gebotenen Ding)

 

OLSBERG war das Urdorf, das andere waren sogenannte Ausbaudörfer.

 

DUINCKHAUSEN war die spätere GIERSKOPP.

 

Es ist als Information und nicht als Dokumentation gedacht. Die Bilder zu den Stätten sind auch in der Bildergalerie vorhanden.