Alter Luftschutzbunker am Drönkerweg

bunker_droenkerweg2.jpgIm Jahre 1996 wurde von den Anwohnern des Drönkerweges „ihr“ alter Luftschutzbunker wieder freigelegt. Schon seit einigen Monaten beschäftigte sich Karl Rosenkranz mit dem Gedanken, den im „felsigen Ufer des Stein’s“ verfüllten Schutzstollen wieder zu öffnen. Bei einem Nachbarschaftsfest stellte Karl den Plan vor und bekam sofort von Allen Zustimmung.

Um diese Baumassname kostengünstig durchführen zu können, musste viel Eigenleistung eingeplant werden. Auch eine Spendenaktion wurde vorbereitet. Anhand der noch vorhandenen Spendenlisten aus den letzten Kriegsjahren wurden die noch lebenden Geldgeber von damals erneut zu Spenden aufgerufen. Jeder sollte und wollte seinen Obolus dazu tun.

Durch die zufällig durchgeführten öffentlichen Kanal-Bauarbeiten konnte aufgrund der guten Kontakte zu der Firma der Einsatz eines Radladers erreicht werden. Der damals aus Sicherheitsgründen verfüllte Eingangsbereich wurde wieder freigelegt. Der Stollen selbst war noch im guten Zustand, so dass man sich endgültig entschloss, den Eingangsbereich, dem Gelände angepasst, neu zu gestalten. Die Stützmauern und der Rundbogen sollten aus heimischem Schiefer ausgeführt werden. Hier zeigte neben der „Kerntruppe“ vom Drönkerweg auch Christof Spitzer (er ist ein Freund von Karl Rosenkranz) ihr ganzes Können und ihre Erfahrung. In das Mauerwerk wurde gegen „unbefugtes Betreten“ ein verzinktes Rundbogentor harmonisch eingebaut.

Bürgermeister Werner Menke und Herbert Pracz stifteten eine in Bronze gegossene Info-Tafel mit dem Wortlaut.

 

 

LUFTSCHUTZSTOLLEN AUS DEN KRIEGSJAHREN 1944 - 1945 bunker_droenkerweg1.jpg

DIESER STOLLEN WURDE UNTER SCHWERSTEN BEDINGUNGEN VON DEN ANWOHNERN DIESER STASSE ZUM SCHUTZ UND ALS LETZTE ZUFLUCHT VOR KRIEGSHANDLUNGEN IN DEN BERG GETRIEBEN.

ALS MAHNUNG FÜR DEN FRIEDEN UND ZUR BLEIBENDEN ERINNERUNG AN DIESE SCHWERE ZEIT ÖFFNETEN MÄNNER DES DRÖNKER-WEGES DEN 1947 ZUGESCHÜTTETEN STOLLEN.

DER EINGANG WURDE DURCH EIN PORTAL AUS SCHMIEDEEISEN UND SCHIEFERSTEINEN ABGESICHERT.

OLSBERG IM MAI 1997

 

In der Weihnachtszeit leuchten viele Lichter vom im Inneren aufgestellten Weihnachtsbaum, jeder kann dies für sich persönlich deuten:

ist es eine Mahnung?

ist es ein Danke?

ist es eine Hoffnung?

oder ist es „Alles“?

 

Direkt hinter der Schutztür wurde eine Statuette der Schutzpatronin der Bergleute, der hl. Barbara angebracht.

 

Nach Abschluss der Arbeiten wurde von den Nachbarn und Gästen die Fertigstellung gebührend gefeiert.

Als ehemaliger Anwohner schrieb Wilfried Rosenkranz;

Von einigen Anliegern wurde lang überlegt,

wie bekommen wir den Bunker wieder freigelegt?

Da fuhr neulich ein Bagger immer hin und her,

nun sagte Rosenkranz Karl, mit dem wird das nicht so schwer. bunker_droenkerweg3.jpg

So hat man gebaggert, gehackt und geschüppt,

und wie man jetzt sieht, ist alles geglückt.

Es hat dann gar nicht lange gedauert,

da wurde ein toller Eingang gemauert.

Dieser wurde mit einem schönen Tor verschlossen,

und eine Info-Tafel in Bronze gegossen.

Karl verlegte sogar Licht,

somit verläuft man sich darin auch nicht.

So wurde ein Wunsch zum Erfolg gebracht,

ich denke, es hat allen viel Freude gemacht.

Ein paar Leute konnten persönlich nichts bewegen,

die haben dann ein Scherflein dazu gegeben.

Das „Altes“ somit erhalten bleibt,

das hat die Nachbarschaft hier gezeigt.

Ist der Ursprung auch mit Wehmut verbunden,

so haben wir uns heute doch zum Feiern eingefunden.


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