Die Olsberger Bäderlandschaft vor AQUA OLSBERG

badeanstalt_vortext.jpgDerzeit wird in der ganzen Stadt Olsberg über das neue Bad gesprochen, welches am 08.08.08 eröffnet wird. Für rd. 10 Mio ist ein außergewöhnlicher Bade – und Sauna Komplex gebaut worden. Etwas bescheidener waren dagegen die bisherigen Badeanstalten, wie auch das zur Verfügung stehende Text – und Bildmaterial.

Thema Nummer eins in Olsberg ist zurzeit das Für und Wider des neuen Kneipp - Solebades, welches am 08.08.08 eröffnet werden soll.

In dem Zusammenhang ergibt sich die Frage nach der „ Historischen Entwicklung“ der Olsberger Bäderlandschaft.

 

badeanstalt_1.jpgLaut Aufzeichnung in dem Buch „OLSBERG - gestern und heute“ wurde schon im Jahre 1926 über den Antrag zum Bau einer Badeanstalt im Olsberger Gemeinderat beraten. Einige Jahre später (etwa 1932) wurde es dann Wirklichkeit. Olsbergs erste Badeanstalt entstand auf Schröers Wiese, unterhalb vom Hasley. Da das aufgestaute Wasser letztlich doch das Wasser der Ruhr war, badeten sicherlich hier überwiegend „Abgehärtete“.

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Bis Anfang der fünfziger Jahre wurde auch noch in „ Susewinds Kump“ gebadet, obwohl im „ Dritten Reich“ eine neue Badeanstalt am Stausee eingerichtet worden war.

 

Zwischen Olsberg und Bigge gelegen wurde 1954 dann ein modernes Freibad gebaut, welches vier Wochen nach Pfingsten 1955 seiner Bestimmung übergeben wurde.

Die wesentlichen Erdarbeiten wurden im Zuge der Ruhrregulierung von der Firma Raabe aus Kassel durchgeführt. Die Baufirma Lorenz Keuthen aus Olsberg übernahm die Beton – und Maurerarbeiten. Die Bauaufsicht bei diesen Arbeiten hatte das Kreiskulturbauamt in Brilon, während die Planung und Aufsicht bei den Hochbauten von Herrn Dipl.- Ing. Franz Steinrücken, Olsberg wahrgenommen badeanstalt_3.jpgwurden. Der Kostenaufwand für die Badeanstalt und für den gleichzeitigen Ausbau des Sportplatzes betrug rund 400.000 DM, wovon die Gemeinde einen wesentlichen Anteil durch Beihilfen beschafft hatte. Hier hat sich der damalige Sachbearbeiter und spätere Amtsdirektor Ochsenfeld besonders verdient gemacht, auch die von der Gemeinde aufzubringenden Gelder hatte er zu günstigen Konditionen beschafft.

 

Die Badeanstalt wurde später durch die Errichtung einer Umwälzanlage modernisiert und durch die Schaffung von Spielflächen und einem Kinderplanschbecken für die kleinen Kinder attraktiver gestaltet. Außerdem wurden alle umliegenden Flächen gärtnerisch gestaltet, so dass diese Anlagen allen Olsbergern zugute kamen.

 

Die Errichtung einer zeitgemäßen Badeanstalt war auch im Interesse des Tourismus dringend notwendig. Nachdem der Luftkurort Olsberg seit dem 13. Oktober 1960 offiziell auch als Kneipp - Kurort anerkannt worden war, stiegen die Übernachtungszahlen von 70.000 im Jahr 1959 auf 94.00 im Jahr 1964 an.

badeanstalt_4.jpgUm eine weitere Belebung des Kurbetriebes zu erreichen, wurden von der Gemeinde große Investitionen erbracht. In der Stehe wurde ein Kurpark mit Musikpavillon geschaffen und an der Ruhr die Kur- und Konzerhalle errichtet.

 

Aufgrund der steigenden Gästezahlen und durch die zunehmende Bevölkerung, insbesondere auch durch die vermehrte Ansiedlung der Ostvertriebenen, wurde ein Ausbau des Bades erforderlich. Das neue Hallenbad wurde im Jahre 1970 gebaut und so konzipiert, dass es mit dem Freibad eine Einheit bildete.

 

Bei der Verabschiedung des neuen Bäderkonzeptes im Mai 2006 sprach sich der Stadtrat für den Erhalt des Hallenbades aus. Das mit Baumängeln behaftete Gebäude musste gründlich saniert werden, trotzdem war dies kostengünstiger als ein Abriss und Neubau.

 

Das „Technische Ende“ für das Freibad kam im August 2006, denn in die neue Bäderlandschaft „AQUA OLSBERG“ konnte es nicht eingebracht werden.

 

Glück auf, für die Sauerlandtherme – AQUA OLSBERG

 

Anmerkungen: Die Bäder in den Privathäusern, Hotels und Kliniken gehören natürlich auch zur Olsberger Bäderlandschaft.

 

Auszug aus dem Sauerländer Nationallied

von Friedrich Wilhelm Grimme 1827 - 1887

 

Dort, wo die Ruhr

Ach, könnt ich mich in deinen Wellen baden,

in deines Wassers hell kristallnem Schein,

ach, könnt ich folgen deinen Schlangepfaden,

auf deinen Ufern würd ich glücklich sein.

Ach wär ich nur, ach wär ich nur

bei dir hellklare Ruhr,

an deiner Ufer schöner Flur.

 

Bildnachweis:

Buch; OLSBERG Ein Dorfporträt in historischen Fotos

BÜRGER INFO von 1995


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