Olsberger Ansichten  

   

Extrablatt

In puncto Sicherheit kann den meisten Snowboardern und Skifahrern in den europäischen Wintersportgebieten ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Im Mittelpunkt steht hierbei natürlich der Skihelm, der den Kopf vor den Folgen eines Sturzes schützen soll und muss. Obwohl nur wenige Länder tatsächlich eine Tragepflicht für den Skihelm eingeführt haben, verwenden die weitaus meisten Wintersportler freiwillig den Helm.

Hochsauerlandkreis. Um die Bevölkerung des Hochsauerlandkreises weiter über HIV/AIDS zu informieren, wird die AIDS-Beratung anlässlich des Welt-Aids-Tages am Donnerstag, 1. Dezember, kleine Info-Päckchen mit Überraschungen in Arnsberg, Brilon, Meschede, Schmallenberg und Sundern verteilen.

Hochsauerlandkreis. Am 1. Januar kann Ludger Laufer seine Arbeit als Breitbandkoordinator des Hochsauerlandkreises beginnen. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat zu diesem Zweck am Montag, 21. November, den Förderbescheid in Höhe von 150.000 Euro an den bisherigen HSK-Breitbandbeauftragten Franz-Josef Mönxelhaus übergeben.

Hochsauerlandkreis/Akranes. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres trafen sich im Rahmen des Erasmusprojektes „I-Dea“ Delegationen aus Vara/Schweden und Akranes/Island mit Mitarbeitern des Schulamtes für den HSK, des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg, des Berufskollegs Brilon und der Jugendkunstschule in Schmallenberg. „I-Dea“ steht für „Inclusion-Diversity and Equity for All Children“, was übersetzt „Inklusion – Vielfalt und Gerechtigkeit für alle Kinder“ heißt.

Hochsauerlandkreis/Meschede. Was haben andere in der Flüchtlingsarbeit gemacht und welche Ideen werden kreisweit entwickelt? – So lautete das Motto einer Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums Hochsauerlandkreis (KI HSK) am Montag, 14. November, in der Aula des Berufskollegs Meschede. Über 50 ehrenamtliche Unterstützter von Neuzugewanderten trafen sich zum Austausch und um voneinander zu lernen.

Hochsauerlandkreis/Schmallenberg. Wettschulden sind Ehrenschulden: Die Bödefelder Jugendlichen hatten vor Jahren eine Wette gegen Landrat Dr. Karl Schneider verloren. Aus dieser Wette entstand ein Projekt, 25 Apfelbäume zu pflanzen und zu bewirtschaften.

Brilon. Mit über 220 Gästen feierte jetzt der Caritasverband Brilon (CVB) seinen 70. Geburtstag mit einem Festakt im Hubertussaal der Briloner Schützenhalle. Auf dem Podium: Wegbereiter und Begleiter, ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende und ebenso die Menschen, die von der Caritas auf ihren unterschiedlichsten Lebenswegen begleitet werden. Not sehen und handeln, das war und ist Caritas-Thema. Aber auch: Menschen zusammenbringen, sich füreinander einsetzen, um gemeinsam Hoffnung und Mut zu schöpfen. Grundhaltungen, die seit 70 Jahren das Engagement der Caritas Brilon leiten.
Die Gründung des Caritasverbandes rief der Paderborner Kabarettist Erwin Grosche zum Festakt in Erinnerung. In der Chronik von Josef Hesse, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des CVB von 1968 bis 2004, hatte er die frühen Werkzeuge der Caritasarbeit gefunden. Im Gründungsjahr 1946 waren das: ein Bleistift und eine Schreibmaschine. Sie standen seit dem 20. Februar 1946 im Caritas-Sekretariat, dem Vorläufer der heutigen Geschäftsstelle, das von der ersten Geschäftsführerin Helena Langer geleitet wurde. „Gib mir einen Bleistift und eine Schreibmaschine und ich verändere die Welt – so ist der Sauerländer“, honorierte Kabarettist Grosche augenzwinkernd den pragmatischen Willen zur Hilfe in der Gründerzeit. Eine Zeit, die Parallelen zur heutigen aufweist.
Einst wie aktuell steht die Caritas Menschen auf der Flucht und in Not zur Seite. Einst waren es vor allem ehrenamtlich engagierte Frauen, welche die Not sahen und halfen. Heute stehen Ehrenamt und Hauptamt Seite an Seite, um den Dienst der tätigen Nächstenliebe, der Caritas also, zu leisten. Über 1.000 ehrenamtlich Engagierte in den Caritaskonferenzen (CKD) und über 900 hauptamtliche Mitarbeitende zählt der Verband heute. Aus den frühen Suppenküchen und Kleiderkammern ist ein Sozialunternehmen geworden, in dessen Trägerschaft 49 Dienste in den Bereichen der Senioren-, Kranken- und Behindertenhilfe liegen, sowie Beratungsstellen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie Angebote zu Kuren, Rehabilitation und Erholung. „Die Caritas-Pioniere haben ein Pflänzchen der Liebe inmitten von Trümmern gepflanzt. Daraus hat sich ein weitverzweigter Baum entfaltet“, veranschaulichte Festredner Monsignore Ullrich Auffenberg. „Menschendienst ist Gottesdienst. Im Handeln der Nächstenliebe berühren sich Himmel und Erde.“
Der Würdigung schlossen sich auch die Grußredner an. Ursula Beckmann, stellvertretende Landrätin HSK, betonte die Bedeutung eines Wohlfahrtsverbandes wie der Caritas Brilon für die Menschen in der Region. Für diese eröffne der Caritasverband Brilon auch „neue Räume der Barmherzigkeit“, sagte Dechant Michael Kleineidam. Tief beeindruckt zeigte sich auch Josef Lüttig, Diözesan-Caritasdirektor, von dem Engagement und den Menschen, die in dem Verband arbeiten: „Sie machen christliche Nächstenliebe erfahrbar.“ Eine Erfahrung, die vielen Menschen angeboten wird: Tagtäglich erreichen die Angebote der Caritas Brilon über 5.000 Menschen.
Verändert haben sich jedoch in den sieben Jahrzehnten die Rahmenbedingungen. „Wettbewerbe unter den Wohlfahrtsverbänden und den privaten Trägern wurden eingeführt, die pauschalen Vergütungen für Dienstleistungen wurden weitgehend abgeschafft, Arbeitsprozesse in Pflege, Beratung und Betreuung werden nach Effizienz und Effektivität betrachtet und gesteuert“, sagte Heinz-Georg Eirund, Vorstand CVB. „Auch deshalb haben sich die Wohlfahrtspflege und auch der Caritasverband Brilon in den vergangenen Jahren seiner Geschichte vom klassischen Wohlfahrtsverband zu einem Sozialunternehmen entwickelt.“ Trotz allen Wandels müsse der Kern gewahrt bleiben: „Gemeinsam muss es unser Ziel sein, den Menschen unabhängig von Ihrer Konfession und Lebensleistung Sicherheit in schwierigen Lebenslagen zu gewähren“, unterstrich Vorstand Eirund.
Das Geburtstagsprogramm des CVB wurde durch einen Gottesdienst in der St. Nikolai-Kirche eingeleitet und mit Gesang und Tanz im Hubertussaal nicht nur aufgelockert, sondern auch abgerundet: Auf der Bühne stimmten die „Hohlweg-Lerchen“ (Bewohner-Chor des Seniorenzentrum St. Engelbert) „Lili Marleen“ an und eine Formation aus den Werkstätten St. Martin zeigte ihr Tanztalent. In lockerer Runde standen Josef Hesse, Vorstand CVB a.D., Anne Bartholome (Leiterin des CKD-Regionalverbandes Bigge-Medebach) und Vorstand Heinz-Georg Eirund dem Moderatoren-Duo Silke Otte sowie Pastor Stefan Tausch von der Bildungsstätte St. Bonifatius Elkeringhausen Rede und Antwort zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Caritas Brilon. Zum Abschluss spielte die Caritas-Band Cariba Nenas Hit „Wunder geschehen.“ Ein schöner Ausklang zum 70. Geburtstag.
 
Info-Kasten:
Nach dem Auftakt des 70. Jubiläumsjahres am 20. Februar mit einem Gottesdienst in der Gudenhagener Kirche, dem Caritastag am 18. Juni in der Briloner Innenstadt und dem aktuellen Festakt, steht noch das Abschlusskonzert aus. Dieses findet am 18. Dezember in der Kirche in Siedlinghausen mit einem Konzert des Chores „For you“ statt.

Jubiläum Festakt 1 2
Auf dem Podium: Moderator Pastor Stefan Tausch, Anne Bartholome Anne Bartholome (Leiterin des CKD-Regionalverbandes Bigge-Medebach), Josef Hesse (Vorstand Caritasverband Brilon a.D.), Vorstand Heinz-Georg Eirund und Moderatorin Silke Otte.
Meschede/Arnsberg. Draußen sonnige Idylle, leuchtendes Herbstlaub, Vogelgezwitscher, Natur pur. Drinnen kühler Beton, kaltes, künstliches Licht, eine unterirdische Welt voller Technik. Die ehemalige Schaltverstärkeranlage für Telefonate mitten im Mescheder Wald sollte laufen, wenn draußen nichts mehr läuft, auch im atomaren Ernstfall – und der Mensch?

Elleringhausen. Karnevalistische Hochstimmung gab es am vergangenen Sonntag beim 24. Freundschafts-Pokalturnier für Garde- und Showtanzgruppen in der vollbesetzten Schützenhalle. Die Elleringhauser Karnevalsgesellschaft (EKG), als diesjähriger Ausrichter, war überwältigt vom großen Publikum.

Arnsberg/Südwestfalen. In gut sechs Wochen muss die südwestfälische Bewerbung um die REGIONALE 2022 beziehungsweise 2025 im NRW-Bauministerium in Düsseldorf vorliegen. Wie ist der aktuelle Stand, wie die inhaltliche Ausrichtung, welche Projekte gibt es bereits? Diese und weitere Fragen erörterte die Südwestfalen Agentur GmbH in dieser Woche im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Campus der Stadtwerke Arnsberg.