Olsberger Ansichten  

   
Hochsauerlandkreis. Die Kreisverwaltung schlägt dem Schulausschuss und dem Kreistag in der gerade veröffentlichten Vorlage vor, dass am Berufskolleg Berliner Platz die Gebäude 1 bis 3 durch einen Neubau ersetzt werden sollen. Das Gebäude 4 und die vorhandenen Werkstätten sollen erhalten bleiben und weiter genutzt werden.
Die Verwaltung regt weiterhin an, dass zusammen mit der Stadt Arnsberg und weiteren Bildungseinrichtungen geprüft werden soll, ob zentrale Einrichtungen wie eine Mensa, Cafeteria und Konferenzräume am Campus Berliner Platz gemeinsam genutzt werden können. Das gesamte Verfahren soll durch einen Projektsteuerer und eine Baukommission begleitet werden. Die Kostenschätzung liegt bei rund 19 Millionen Euro.
Die Flächen des Berufskollegs Meschede sollen optimiert werden, ein erhöhter Handlungsbedarf ist schon jetzt absehbar. Der vom Hochsauerlandkreis beauftragte Gutachter schlägt einen Neubau für rund 25 Millionen Euro vor, da die Gebäude- und Raumstruktur den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht und aktuell Sanierungen anstehen. Die Aula soll abgerissen werden. Die Verwaltung soll daher beauftragt werden, den vom Gutachter entwickelten Vorschlag unter Beibehaltung der Bildungsangebote auf eine Umsetzbarkeit hin zu prüfen.
Vom Berufskolleg am Eichholz sollen in den kommenden Jahren die Bildungsgänge des Lebensmittelbereichs und aus dem Agrar- und Forstbereich an andere Berufskollegs verlagert werden. Geprüft wird derzeit auch, ob die Förderschule Mariannhill des Caritas-Verbandes Arnsberg-Sundern in das Berufskolleg verlegt werden kann. Hierfür wäre dann möglicherweise auch ein Ergänzungsbau notwendig.
Die Sanierung des Gebäudes 1 am Berufskolleg Olsberg hat der Kreistag bereits beschlossen. In diesem Rahmen soll nun die PTA-Lehranstalt in das Gebäude 1 integriert werden. Zusätzlich soll zum Beginn des Kindergartenjahres 2018/2019 eine Kindertageseinrichtung in den Räumlichkeiten des Berufskollegs eingerichtet werden.
Das Berufskolleg Brilon für Wirtschaft und Verwaltung soll in der bisherigen Form bestehen bleiben. Bei sinkenden Schülerzahlen, so der Vorschlag der Kreisverwaltung, muss die Situation dort allerdings in einigen Jahren noch einmal gesondert betrachtet werden.
Für die Finanzierung sollen auch Fördermittel aus Programmen wie „Gute Schule 2020“ in Anspruch genommen werden. Die Bildung der Kompetenzzentren und weitere mögliche Verlagerungen von Bildungsgängen sollen zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.
Die Verwaltungsvorlage wird der Schullausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Oktober, beraten. Der Kreistag als Entscheidungsgremium tagt dann am Freitag, 20. Oktober.