Landtagswahl 2017 auch im HSK eindeutig

Hochsauerland. Auch im Hochsauerland war der gestrige Sonntag ein Abend ganz nach dem Geschmack der CDU: Im Wahlkreis HSK I setzte sich der Landtagsabgeordnete Klaus Kaiser (CDU) mit 48,7 Prozent der Stimmen durch, im Wahlkreis HSK II konnte MdL Matthias Kerkhoff sogar 56,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.
Entsprechend glücklich zeigte sich Kerkhoff den Morgen danach im Gespräch mit dem SauerlandKurier. „Ich freue mich über das tolle Wahlergebnis. Wenn ich richtig informiert bin, dann war es landesweit das beste Erststimmenergebnis. Das ist das Resultat eines tollen Wahlkampfes, der mit tollen Helfern geführt wurde. Ein gemeinsamer Erfolg unserer Arbeit.“
Auch bei den Zweitstimmen lag Schwarz (47,4 Prozent) im Wahlkreis HSK II am Ende mit großem Abstand vor Rot (24,9 Prozent). Die Deutlichkeit des Ergebnisses überraschte selbst Kerkhoff, der im Wahlkampf keine Gelegenheit ausließ, die Fehler der rot-grünen Landesregierung aufzuzeigen. „Wir haben in den letzten Wochen gespürt, dass die Menschen von der Rot-Grünen Überregulierung die Nase voll hatten. Ich habe aber nicht erwartet, dass das Ergebnis für uns am Ende so eindeutig ausfallen würde.“
Auch Klaus Kaiser wusste mit seinem Wahlergebnis (48,7 Prozent - zum Vergleich: SPD-Kandidatin Margit Hieronymus kam nur auf 27,8 Prozent) im Wahlkreis HSK I zu überzeugen. Dort lagen die Christdemokraten mit 43,1 Prozent der Zweitstimmen ebenfalls deutlich vor der SPD (27,5 Prozent). "Ich bin sehr zufrieden, dass ich in meinem Wahlkreis deutlich gewonnen habe. Ich bedanke mich bei allen Wählern für den Vertrauensbeweis", sagte der Neheimer, der bereits seit 2000 im Düsseldorfer Landtag sitzt.
Neben Freude machte sich bei Klaus Kaiser gestern Abend allerdings auch Überraschung breit: "Als die erste Prognose kam, waren wir natürlich sensationell begeistert. Das Ergebnis war langfristig nicht so erwartbar. Aber man hat in den vergangenen Wochen bei Hausbesuchen und an den Wahlkampfständen eine Wechselstimmung gespürt." 
In diesem Richtungswechsel sieht Matthias Kerkhoff für die Region große Chancen: „Das Ergebnis bietet eine gute Möglichkeit, dass die Interessen des ländlichen Raumes jetzt besser vertreten werden können.“ Es seien viele Dinge an ihn und seine Kollegen herangetragen worden, mit denen die Menschen unzufrieden waren – zum Beispiel aus der Land- und Forstwirtschaft. Und es habe eine Überforderung beim Thema Windkraft gegeben. „All diese Themen haben zum Wunsch nach Veränderung geführt. Man kann Politik nicht gegen die Menschen vor Ort machen.“
Schwarz-Gelb oder Große Koalition auf Landesebene?
Bemerkenswert ist auch das Wahlergebnis der FDP: Im Wahlkreis HSK I kamen die freien Demokraten auf 12,7 Prozent der Stimmen, im Wahlkreis HSK II auf 11,5 Prozent. Des einen Freud, des anderen Leid: Die Grünen (5,1 Prozent im HSK I, 3,1 Prozent im HSK II) haben wie auch die Piraten (in beiden Wahlkreisen knapp über 1 Prozent) eine herben Dämpfer erhalten. Die AfD kommt in beiden Wahlkreisen aus dem Stand auf über fünf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag im Hochsauerland insgesamt bei rund 66, Prozent.
Auf Landesebene beginnen nun die Koalitionsverhandlungen. Dadurch, dass sich am späten Abend abzeichnete, dass Die Linken den Einzug in den Landtag verpassen werden, scheint eine schwarz-gelbe Regierung aus CDU und FDP unter dem neuen Ministerpräsidenten Armin Laschet möglich. „Aber eine Große Koalition geht auch immer. Darüber werden wir in den nächsten Tagen sprechen“, wollte Matthias Kerkhoff auch eine weitere Option nicht ausschließen.
Möglicher Ministerposten für Klaus Kaiser?
"Ich kann mir eine schwarz-gelbe Koalition gut vorstellen. Aber ich will nichts ausschließen, auch eine Große Koalition mit der SPD ist nicht das Ende aller Vorstellung", zeigte sich auch Klaus Kaiser gespannt, was die nächsten Wochen bringen. Er wurde in der vergangenen Woche vom CDU Spitzenkandidaten und designierten Ministerpräsidenten Armin Laschet in dessen Kompetenzteam Schule, Bildung und Kultur berufen und wird daher selbst an den Koalitionsgesprächen zu diesem Themenkomplex teilnehmen. 
Ob Kaiser demnach auch für das Amt des zukünftigen Schulministers infrage kommt, ließ der CDU-Politiker offen: "Erstmal müssen wir in den Koalitionsverhandlungen alles inhaltlich festlegen und dafür sorgen, dass es in den Schulen wieder besser läuft. Bei allen personellen Fragen ist Armin Laschet gut beraten, noch nichts zu sagen. Ich gehe das ganz gelassen an."
Triumph für die CDU: Im Wahlkreis HSK I setzte sich der Landtagsabgeordnete Klaus Kaiser mit 48,7 Prozent der Stimmen durch, im Wahlkreis HSK II konnte MdL Matthias Kerkhoff sogar 56,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Wahl2
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Gedanken

An 4 Wochenenden eine Kerze brennt.
4 Wochen lang ist der Advent.
Nach 4 Wochen ist man endlich bereit,
für die schöne Weihnachtszeit.

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