Olsberger Ansichten  

   
Brilon. Zu offenen Führungen durch die Sonderausstellung lädt das Museum Haus Hövener in Brilon an den Sonntagen, 16. und 23. April, interessierte Besucher ein. Pünktlich vor dem Sonntagskaffee um 14 Uhr beginnt jeweils eine einstündige Vorführung der Ausstellung.
„Nach gut zwei Monaten darf jetzt schon von einem vollen Erfolg gesprochen werden“, resümiert Carsten Schlömer vom Museum Haus Hövener. „Über 1100 Menschen zeigten bereits ihr Interesse an der Geschichte der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Brilon.“ Besonders hervorzuheben sei, dass die Ausstellung in den vergangenen Wochen wuchs. Besucher brachten Fotos und auch das ein oder andere Exponat wurde der Ausstellung hinzugefügt.
Beeindruckendes Schmuckstück
Einer der größten Schätze ist eine Schnade- und Schützenfahne aus dem Jahr 1831. Diese wurde durch die Stadt Brilon für 55 Taler angeschafft. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde sie während der Schnade mitgeführt und galt lange als verschollen. Erst anlässlich der Ausstellung kam sie wieder an die Oberfläche. Sie wird nun bis zum Sommer ausgestellt.
Auch ein Orden einer Briloner Schützenkönigin gehört zu den Dingen, die aus dem Dunkel der Vergangenheit wieder aufgetaucht sind. Dora Wigge war 1905 Königin in Brilon und trug das beeindruckende Schmuckstück. Graviert wurde der Orden durch den damaligen Uhrmacher Friedrich Richter aus der Strackestraße 12 (heute Quellenhof). Nachdem dem Schützenfest brachte Dora Wigge den Orden zu Richter zurück. Erst deren Nachfahrin fand das Kleinod nach über 100 Jahren in einer Schublade und brachte ihn anlässlich der Sonderausstellung in das Haus Hövener. Nach der Ausstellung soll dieser als Schenkung an die Schützenbruderschaft überreicht werden.
Ab heute, 8. April, lohnt sich zudem ein weiterer Besuch im Museum. Dann wird ein Film über den Spielmannszug Brilon aus dem Jahr 2009 im Foyer des Hauses Hövener gezeigt. Die Filmvorführung ist dabei kostenlos.
Wer noch tiefer in die Geschichte der Bruderschaft eintauchen will, hat am 9. April zu „Brilon blüht auf“ die Möglichkeit, die Festschrift zum 600-jährigen Jubiläum zu erwerben. Die Bruderschaft und das Museum bieten allerlei Lesenswertes vor dem Stand am Museum an.
Die Kosten für die offenen Führungen liegen bei 4 Euro.
 
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Der Orden von Dora Wigge lag mehr als 100 Jahre vergessen in einer Schublade.