Olsberger Ansichten  

   
Olsberg/Hochsauerland. Die Delegierten der Kreis-CDU stellten Prof. Dr. Patrick Sensburg vergangene Woche mit 92,7 Prozent Zustimmung zum Bundestagskandidat für den Wahlkreis 147 Hochsauerlandkreis im ‘Kleinen Saal’ der Kur- und Konzerthalle auf.
Sensburg bekräftigte zuvor die gute Verzahnung der Union von der kommunalen Ebene bis zum Bund und kritisierte die Rot-Grüne Blockadepolitik: „Bei Straßen.NRW fehlen 500 Ingenieure zur Planung, das Land muss die Planung hier vorantreiben. Warum werden Projekte verzögert oder vom Land gar nicht weitergemeldet? Auf Bundesebene ist NRW nicht gut vertreten im Gegensatz zu Bayern. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wird keinen Fokus auf Südwestfalen legen.“ Patrick Sensburg versprach, dieses ändern zu wollen.
Der Bundestagsabgeordnete stellte die wichtigsten Themen für seine dritte Kandidatur vor. Das waren die Infrastruktur mit Straßenbau, Flughafenanbindung und der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets mit mindestens 50 MBit/s sowie die Förderung des Schützenwesens: „Ohne schnelles Internet sind viele Firmen aufgeschmissen, durch Eigenleistung sind wir mit dem Netzausbau schon weit gekommen und müssen dort weitermachen. Den Schützenvereinen schmeißt die Exekutive ständig Knüppel zwischen die Beine, dagegen werden wir uns wehren.“
Begeistert zeigte sich Sensburg von der Denkmalpflege, für die er für viele Projekte Fördergelder in die Region holen konnte. Der Sicherheit widmete er sich ebenfalls: „Es ist gut und richtig Menschen, die vor Krieg fliehen, zu helfen. Dazu gehört auch ein temporärer Schutz von nicht integrationsfähigen Flüchtlingen. Bundespolitisch darf jedoch nicht die Kontrolle entgleiten, der Unterschied zwischen Zuwanderung und Asyl muss festgestellt werden.“
Weitere Vorwürfe in Richtung Düsseldorf gingen an Innenminister Ralf Jäger (SPD) und die Versäumnisse im Fall Anis Amri, sowie an die Rot-Grüne Blockade bei der Erklärung der Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsstaaten. Lobend nannte Sensburg als letztes Thema den seit 2014 ausgeglichenen Haushalt von Wolfgang Schäuble: „Die schwarze Null ist kein Selbstzweck, sondern ist notwendig um Schulden für die zukünftige Generation abzubauen.“
Der Bitte um Unterstützung, um die Region in Berlin vertreten zu können, folgten bei drei Enthaltungen 229 Delegierte. Von den 251 stimmberechtigten Vertretern gaben 250 ihre Stimme ab.

Sensburg 2
Patrick Sensburg (3. von links) nach seiner Wahl zum Bundestagskandidaten der CDU Hochsauerland mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Matthias Kerkhoff (2. Von links) und den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Hiltrud Schmidt und Stefan Lange.