Bildungsscheck ab 1. Februar auch für Berufsrückkehrende

Förderinstrument des Landes wurde im HSK bisher schon 5.901mal genutzt

 

Der Bildungsscheck ist nach wie vor gefragt. In der Region Hellweg-Hochsauerland wurden bis zum 10. Januar insgesamt 10.034 Bildungsschecks ausgegeben, davon 5.901 im Hochsauerlandkreis (3.944 an Unternehmen und 1.957 an Einzelpersonen). Der Erfolg des Förderinstruments dürfte noch größer werden. Denn das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen erweitert die Zielgruppe für den Bildungsscheck zum 1. Februar. Zukünftig können auch Berufsrückkehrende den Bildungsscheck erhalten. Darauf weist die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland hin. "Mit der Erweiterung der Zielgruppe um die Berufsrückkehrenden können nun Personen einen Bildungsscheck erhalten, die nicht von der Agentur für Arbeit gefördert werden. Hierfür müssen allerdings ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein", erläutert Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin der Regionalagentur, von der die Umsetzung des Bildungsschecks im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest koordiniert wird. Nach der neuen Regelung können Frauen und Männer einen Bildungsscheck für die Vorbereitung des Wiedereinstiegs erhalten, die ihren Berufsweg wegen der Betreuung und Erziehung von aufsichtsbedürftigen Kindern unter 15 Jahren oder wegen der Pflege eines Angehörigen für mindestens ein Jahr unterbrochen haben. Der Wegfall des Unterbrechungsgrundes muss mehr als ein Jahr zurückliegen oder die zuständige Arbeitsagentur muss eine Förderung abgelehnt haben. Die Praktiker überzeugt vor allem das einfache Verfahren, um einen Scheck zu erhalten. Den ersten Schritt bildet ein Gespräch zum Weiterbildungsbedarf der Beschäftigten im Unternehmen mit einer der sieben regionalen Beratungsstellen im Kreis Soest. Diese bestätigt den Bedarf, sucht geeignete Weiterbildungsangebote und händigt den Scheck als 50-prozentigen Zuschuss zu den Seminar- und Prüfungsgebühren aus (maximal 500 Euro). Der Scheckinhaber reicht diesen beim Weiterbildungsanbieter ein und zahlt nur noch den verbleibenden Teil der Lehrgangskosten. Das Förderinstrument, finanziert aus Mitteln des NRW-Arbeitsministeriums und dem Europäischen Sozialfonds, ist für Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen mit höchstens 250 Beschäftigten gedacht. "Es ist daher für viele Betriebe in der Region interessant", betont Ursula Rode-Schäffer.


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