Junge Sauerländerin gewinnt Deutschen Rock & Pop Preis 2020

artikelbild regionalesSchmallenberg. Wir waren alle auf Wolke sieben“ – mit diesen Worten beschreibt Ümit Efe den Moment, als seine Tochter Sinem das Ergebnis ihrer Teilnahme am 38. Deutschen Rock & Pop Preis in den Händen hielt. Im Brief stand es schwarz auf weiß: Platz eins in gleich vier Kategorien für die erst 15-jährige Schmallenbergerin, die unter dem Künstlernamen Samiya auftritt.
„Das war ein Freudengeschrei, da war schon schwer was los bei uns“, blickt Ümit Efe zurück auf den Moment, in dem seine Tochter den Briefumschlag öffnete. Dabei sei allein die Nominierung in den Kategorien „Best Singer“, „bester englischsprachiger Song des Jahres“, „beste R‘n‘B-Sängerin“ und „beste Single des Jahres“ schon ein Erfolg gewesen. „Dass es zu Siegen in allen vier Kategorien reicht, hätten wir uns nie erträumen lassen“, sagt Sinems Vater.
Stolz präsentierte seine Tochter die Urkunden, die per Post gleich mitgeliefert wurden. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte in diesem Jahr die Live-Siegerehrung nicht stattfinden. „Das ist natürlich schade, wir freuen uns natürlich trotzdem“, so Efe. Die Urkunden bekämen natürlich einen Ehrenplatz in Sinems Zimmer.
Auf einer Liste mit Pur, Mundstuhl oder Luxuslärm
Mit ihrem Erfolg beim Deutschen Rock & Pop Preis reiht sich die junge Sängerin ein in eine erlesene Gewinnerliste mit Namen wie Pur, Mundstuhl, Luxuslärm oder Carlotta Truman. Mit ihrem Coversong, einer modernen Soul-Interpretation des Titels „I’d rather go blind“ von Etta James aus den 50er-Jahren, wusste sie die Jury zu überzeugen. Mehr als ein Jahr lang hatte die Realschülerin das Lied in einem Studio in Köln aufgenommen und daran gefeilt. Dies sei typisch für Sinem, denn Musik sei ihre totale Passion, berichtet ihr Vater und ergänzt: „Sinem macht jeden Tag stundenlang Musik. Manchmal müssen wir sie schon bremsen“. So hat die Schmallenbergerin bereits mit sieben Jahren mit dem Singen angefangen. „Mit zehn Jahren kam sie in mein Büro und hat mir etwas vorgesungen. Da ist mir die Kinnlade runtergefallen“, blickt Efe zurück. Ihm sei sofort klar gewesen: „Da ist ein besonders Talent vorhanden, das wir fördern müssen“.
Nach Gitarren- und Gesangsunterricht in der Tom Astor Musikschule habe sich ihre Stimme stetig verbessert. Über einen Künstlerauftritt an der Musikschule sei auch die Idee an der Teilnahme am Deutschen Rock & Pop Preis entstanden. Der Kontakt zum Tonstudio sei über den Sohn von Tom Astor zustande gekommen.
„Sinem soll nicht verheizt werden“
„Nach den Aufnahmen haben wir gemerkt, wie gut das geworden ist und dass Sinem sich damit bewerben kann“, erklärt der Schmallenberger, wie die Idee zur Teilnahme geboren wurde. Also habe man den Song eingereicht und wenig später Mails bekommen, dass die Nachwuchskünstlerin aus Schmallenberg in die engere Auswahl und schließlich in vier Kategorien gar ins Finale gekommen sei.
Doch damit nicht genug, denn Sinem Efe veröffentlichte Mitte Dezember 2020 ihren Song, unter anderem bei Spotify, Apple oder Amazon Music. Eine eigene Homepage, Facebook-Seite, ein Instagram-Kanal und ein Musikvideo folgten. Neben allem Trubel schreibt die junge Künstlerin aber auch noch eigene Songs.
Doch wie geht es nach dem Erfolg nun weiter? „Sinem soll nicht verheizt werden. Sie macht Musik aus Leidenschaft und nicht, um berühmt zu werden“, sagt ihr Vater. Außerdem sei sie noch jung und habe Zeit. Daher müsse es bei den derzeit laufenden Gesprächen mit Plattenfirmen für beide Seiten passen. So sei geplant, nach dem Ende des „Lockdowns“ zu Aufnahmen nach Berlin zu reisen, um die weitere Zukunft behutsam voranzutreiben. „Es bleibt auf jeden Fall spannend“, blickt Ümit Efe voraus.

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Stolz präsentiert Sinem Efe ihre vier Gewinner-Urkunden des Deutschen Rock & Pop Preises.
Foto: Privat

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