Caritas Brilon zieht Bilanz 2019

artikelbild regionalesBrilon. Gute Taten statt Karten: „Das kam gut an“, sagt Vorstand Heinz-Georg Eirund vom Caritasverband Brilon und zieht Bilanz. Im vergangenen Jahr hatte die Caritas erstmalig auf den Versand von Weihnachtskarten verzichtet, um das gesparte Geld für die Hauptaufgabe des Wohlfahrtsverbandes zu verwenden. „Dem Menschen dienen“, lautet das Leitbild der Caritas Brilon.
Das gesparte Budget floss mit in die Umgestaltung des Außengeländes des Kombinierten Kindergartens St. Andreas, wo Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen und lernen. Die Devise „Gute Taten statt Karten“ wurde auch zu diesem Jahresausklang fortgesetzt. „Not sehen und handeln“, ist ein weiteres Credo der Caritas. Um dieses langfristig und nachhaltig tun zu können, hat der Verband seine strategischen Ziele fortgeschrieben. Aus 12 Zielen sind nun 14 geworden. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Menschen. Die Caritas Brilon versteht sich als Anwalt für soziale Gerechtigkeit und engagiert sich gegen Armut und Ausgrenzung.
„Erste Adresse für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen“
„Als Partner der Menschen im Altkreis Brilon und Waldeck schauen wir auf ihre Bedürfnisse und richten danach unsere Angebote aus“, unterstreicht Vorstand Eirund: „Wir wollen erste Adresse für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen sein.“ Neben Rat, Hilfe und Pflege zählt aber auch die stärkere Förderung ehrenamtlichen und sozialen Engagements zu den Verbandszielen. Besonders im Fokus stehen dabei Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Stichwort: Youngcaritas. Als eine Säule der katholischen Kirche und enge Wegbegleiterin von Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen gestaltet die Caritas Brilon die Erneuerung der Kirche aktiv mit. 
Die Caritas Brilon versteht sich als Sozialunternehmen und als lernende Organisation. „Unsere Organisationskultur gründet auf Effektivität, Effizienz, Sicherheit und natürlich auf rechtskonformen Handeln; um das zu gewähren, müssen wir uns stetig weiterentwickeln“, sagt Vorstand Eirund: „Wichtig dabei ist, dass sich unsere Dienstgemeinschaft dabei aktiv einbringen kann.“ Zu den weiteren Zielen der Caritas gehören die Mitarbeiterförderung und – als neue Ziele aufgenommen – die Digitalisierung sowie, mit Blick auf die Verantwortung für die Schöpfung, die Nachhaltigkeit. „Nicht zuletzt sind wir ein Mitgliederverband. Jeder kann als Mitglied die Zukunft der Caritas mitgestalten“, lädt Eirund ein. 
Top-Themen für 2020
Für das kommende Jahr gehören zu den Top-Themen der Caritas die praktische Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in der Behindertenhilfe, verstärktes Engagement für arme und Hilfe suchende Menschen in der Region sowie Angebote für ältere und kranke Menschen weiter zu entwickeln. Zu den Baumaßnahmen gehören der Altbau des Seniorenzentrum St. Engelbert unter anderem mit Einzug der Tagespflege, die Senioren-WG „Über den Dächern@Brilon“ in Kooperation mit der Volksbank, der Neubau des Dechant-Ernst-Hauses am Hellenteich und die Modernisierung der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula. 
Zweimal hat das Focus-Magazin die Caritas Brilon ausgezeichnet: Im Dezember belegte die Caritas Alten- und Krankenhilfe den ersten Platz beim Ranking „Top Karriere-Chancen in der Pflege und Gesundheit“. Im Sommer wurde die Mutter-Kind-Klinik St. Ursula zu den 16 besten Kliniken Deutschlands gezählt. 
Bilanz des Caritas-Jahrs in Zahlen
2019 haben die Sozialstationen in Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg, und Winterberg mit Patienten und Angehörigen ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Die Teams begleiten im Altkreis 1285 Patienten und haben 347.930 Hausbesuche 2018 geleistet. 176 Plätze für Menschen mit Behinderung gibt es in den sechs Caritas-Wohnhäusern. Davon sind am 11. März 24 Bewohner in das neue St. Liboriushaus in Winterberg gezogen. 132 Klienten werden durch das Ambulant Betreute Wohnen begleitet. 
1000 Mahlzeiten werden täglich von den Küchen-Teams bereitet – seit Oktober wird in der Küche der ehemaligen Klinik am Stein in Olsberg gekocht, bis die neue Zentralküche in Brilon gebaut wird. 3,7 Millionen Euro werden in die Modernisierung der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula in Winterberg investiert. 
100 Kilo Kronkorken wurden in zwei Monaten bei der Youngcaritas Aktion „Deckel drauf“ gesammelt.

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