IHK-Jahresempfang 2019

Arnsberg. Mehr als 350 Gäste trafen sich am 22.11.2019 zu Austausch und Begegnung beim IHK-Jahresempfang. An der Königstraße in Arnsberg empfingen Präsident Andreas Rother und Geschäftsführerin Dr. Ilona Lange die Vertreter aus der heimischen Wirtschaft sowie die Gäste aus Politik und Gesellschaft.
Unter ihnen waren der ehemalige Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel mit Ehefrau Sabine, den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südwestfalen, Meinolf Niemand, sowie den Präsidenten der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe, Volker Kaiser.
Der Begrüßung der vielen Gäste schloss IHK-Präsident Andreas Rother sogleich auch ein Lob für den neuen Arnsberger Regierungspräsidenten Hans-Josef Vogel an. In den letzten Monaten seit seinem Amtsantritt habe es eine hervorragende Zusammenarbeit gegeben, so Rother. Der IHK-Präsident lenkte seinen Blick auch noch mal zurück zur Europawahl im Frühjahr. „Für unsere Unternehmen ist Europa der Garant für Erfolg, Wohlstand und Arbeitsplätze“, sagte Rother. Ganz klar hätte sich die Wirtschaft zusammen mit den Industrie- und Handelskammern für Europa und dessen gemeinsame Stärke positioniert. 
Der Begrüßung folgte dann ein neues Format des Jahresempfangs, bei dem wechselnde Akteure aus der heimischen Wirtschaft zu einem kleinen Gespräch auf dem Podium geladen waren. Voller Stolz stellte dabei die IHK-Geschäftsführerin Dr. Ilona Lange zwei „deutsche Meister“ aus der Region auf der Bühne und somit den Gästen im Saal vor: Beton- und Stahlbetonarbeiter Ron Meier sowie den Chemielaboraten Mario Dreyer hatten zuvor bei ihren Ausbildungsberufen die bundesweit besten Abschlussprüfungen hingelegt. Befragt, wie sich das Ergebnis anfühle, äußerten beide zum Applaus der Gäste selbstbewusst ihre Zufriedenheit. Als Anerkennung für ihre Dienste überreichte Präsident Rother je einen Weiterbildungsgutschein zum Einlösen bei der IHK. 
Möglichkeiten und Chancen der Teilqualifizierung in der Ausbildung stellten im Anschluss auf dem Podium Thomas Cramer, Personalreferent der Firma Hella Lippstadt sowie Klaus Bourdick von der IHK vor. Ebenfalls dem Bereich Ausbildung zugeordnet ist das Projekt Robotik. Seit Juni ist ein kollaborierender Roboter in elf Unternehmen unterwegs, um die Digitalisierung in der Ausbildung zu unterstützen. Unternehmer und Vollversammlungsmitglied Max Clemens Jungeblodt ist Ideengeber und berichtete über den ersten erfolgreichen Einsatz im Produktionsumfeld seines Betriebs. 
Großen Raum auf dem Podium bekam das Thema Nachwuchs und Führungskräfteschulung. „Immer mehr Unternehmen setzten bei der Entwicklung von Führungskräften auf Mentoren“, stellte Geschäftsführer Dr. Lange klar. Zwei Verantwortliche der Firmen WHW Hillebrand in Wickede sowie von der Firma Kuchenmeister in Soest beschrieben die Vorteile des IHK-Angebotes zum „Cross-Mentoring“. Die IHK bringt dabei Mentoren und Mentees aus verschiedenen Unternehmen zusammen. Aus eigener Praxis schilderte Sebastian Brügger von Kuchenmeister, wie ihm das Projekt den Weg zu einer Führungskraft geebnet habe. 
Weil die Unternehmensnachfolge ein großes Thema in der Wirtschaft ist, wurde ihm auch entsprechend Raum auf dem Podium gegeben. IHK-Präsident Rother machte den Gästen dazu auch die Tragweite des Themas deutlich und beschrieb, dass in der Region rund 8600 Unternehmen in den nächsten Jahren vor einem Führungswechsel stünden. Von Alexander Baumbach aus der Firma Dünschede Fahrzeugbau erfuhren die Zuhörer, dass der IHK-Nachfolgeclub dabei eine gute Unterstützung leiste. Wichtig sei, dass neben den Fragen der Finanzierung einer Firmenübernahme auch die Chemie zwischen den Partnern stimmen müsse. Generell riet IHK-Präsident Rother: „Planen Sie frühzeitig den Stabwechsel!“ 
Mit der Fortsetzung des so genannten Einzelhandelslabors und Fragen zur Verbesserung der Mobilität für Unternehmen gingen die kurzen Podiumsdiskussionen ins Finale. Zunächst erklärte Christian Schulte vom „Hofladen Sauerland“, wie ihm und seinem Unternehmen das Einzelhandelslabor auf dem Weg zur Digitalisierung geholfen habe. Thomas Frye, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik bei der IHK, erläuterte, dass es für das Einzelhandelslabor jetzt ein Nachfolgeprojekt geben werde. Unter dem Begriff „CityLab“ sollen künftig neben dem Einzelhandel auch Gastronomie und Hotellerie berücksichtigt werden. 
„An der Autobahn A 46 wurde ein wichtiger Meilenstein gesetzt“, leitete IHK-Präsident Rother schließlich in das letzte Thema „Mobilität“ ein. Die Verkehrsinfrastruktur habe gerade im Sauerland eine wichtige Bedeutung. Wie sich die Straßen- und Streckenführung auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen auswirken könne, beschrieb Friedrich Knipschild, Busunternehmer und Mitglied im IHK-Verkehrsausschuss. Er beklagte unter nickender Zustimmung vieler Anwesenden, dass unterlassene Investitionen in Straßen zu einem schlechten Streckennetz geführt hätten. Dr. Ilona Lange dankte abschließend den IHK-Ehrenpräsidenten Ralf Kersting und Dieter Henrici, dass sie sich in ihrer Amtszeit um das Thema Verkehr gekümmert hätten. Dann rief die IHK-Geschäftsführerin die „Partytime“ für den Jahrsempfang aus.

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Zum Jahresempfang der IHK Arnsberg freuten sich Präsident Andreas Rother (re.) und Geschäftsführerin Dr. Ilona Lange (li.) über zahlreiche Gäste, darunter auch der Arnsberger Regierungspräsidenten Hans-Josef Vogel und seine Ehefrau Sabine.
Foto: Frank Albrecht

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