Neubau des Sauerlandmuseums in Arnsberg eröffnet

artikelbild regionalesArnsberg. Im Beisein von rund 100 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist am Sonntag, 01.09.2019, in Arnsberg der Neubau des Sauerlandmuseums eröffnet worden. Prominentester Gast der durch starken Regen gestörten Öffnungsfeierlichkeiten vor dem Museum war der nordrhein-westfälische Ministerpräsiden Armin Laschet.
In seiner Begrüßung hob Landrat Dr. Karl Schneider als Hausherr das nun neue Sauerland-Museum am Alten Markt in Arnsberg als einen gelungenen Abschluss der Regionale 2013 hervor. 
Schneider erinnerte daran, dass bereits im Juli 2013 das Projekt „Neubau des Museums“ den dritten Stern der Regionale verliehen bekommen habe. „Das Museum ist heute eine Verbindung von Gegenwart und Zukunft“, sagte der Landrat, die zudem verschiedene Generationen verbinde. Die Fertigstellung sei als gute Nachricht für Stadt, Kreis und Land zu werten. Ohne die Regionale hätte das Projekt nicht in eine Umsetzung gehen können. Überhaupt, so stellte Landrat Dr. Scheider heraus, sei die Eröffnung des Museums im Land etwas Besonderes. Auch Museen müssten als Kulturstätten ihren Platz im ländlichen Raum haben. Ausgerecht die Perspektive des Sauerland-Museums sei von Neugierde und Interesse geprägt. 
Dr. Karl Schneider zählte in seiner Rede eine ganze Reihe von Unterstützern auf, die sich in die Planung und den Bau des Hauses eingebracht hätten. Vor allen hob er die Geduld in den Zeiten der nötigen Umplanungen durch das beauftragte Architektur Bez & Kock hervor. „Die Gemeinschaft für die Sache ist der große Begriff, der zur Eröffnung genannt werden muss“, so Dr. Schneider. Der Landrat betonte weiter, dass der Museumsneubau stets ein spannendes Projekt geblieben sei, was sich auch im großen Interesse am Bauvorhaben gezeigt habe. Die Arnsberger Bevölkerung habe den Bau stets positiv begleitet. 
Mit der Fertigstellung des Museums im ländlichen Raum hätten westfälische Bescheidenheit und gesundes Selbstbewusstsein gut zueinander gefunden. Stolz sein müsse man jetzt auch auf die Konzeption der ersten Ausstellung. Ein Lob sprach Schneider hierfür dem Kuratorium sowie dem Team des Sauerland-Museums aus. „Das Sauerland-Museum ist ein Zentrum permanenter kultureller Aktivität“, so Landrat Schneider. Der Neubau sei zudem auch Zeichen für die demokratische Wertegesellschaft, die Menschen aller Nationen erreichen wolle. 
In seinem Grußwort erinnerte Ministerpräsident Armin Laschet daran, dass rund um das Museum viele Kämpfe ausgetragen worden seien. Letztendlich sei jedoch ein Museum im ländlichen Raum mit großer Ausstrahlungskraft entstanden. Dank einer ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kooperation für Kultur könne das neue Museum jetzt für die ganze Region werben. Die Förderung durch das Land NRW in Höhe von 6 Millionen Euro sei gut angelegt und könne als besondere Unterstützung für den ländlichen Raum gesehen werden. Die Wahl von Bildern August Mackes für die erste Ausstellung sei zur Eröffnung am 1. September und angesichts des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges ein Zeichen. „Nationalismus darf heute nicht mehr zu Kriegen führen“, sagte Laschet unter dem Applaus der Gäste. Der Ministerpräsident dankte einer ganzen Reihe von weiteren Unterstützern und Förderern, die den Neubau des Museums unterstützt haben. 
Weiter geplante Ansprachen zur Eröffnungsfeier im Freien fielen schließlich einem Gewitter mit Starkregen zum Opfer. Somit entschlossen sich die Veranstalter, im Innern des Museums mit dem geplanten Rundgang durch die Ausstellung fortzufahren. Nachdem das obligatorische Band vor den großen Treppen des Museum durchschnitten worden war, konnten später auch Probst Hubertus Böttcher und Amtskollegin Claudia Schäfer die neuen Räume mit einem gemeinsamen Gebet einsegnen und vollends der Öffentlichkeit übergeben. Die nutzte nach „der Prominenz“ am ersten Eröffnungstag die Chance, die Ausstellung „August Macke – ganz nah“ zu besuchen.

Weitere Bilder von der Eröffnung finden Sie hier

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Staatssekretär Klaus Kaiser, Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Architekt Martin Bez, Ministerpräsident Armin Laschet, Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein und Bürgermeister Ralf Paul Bittner beim obligatorischen Durchschneiden des Eröffnungsbandes.
Foto: Frank Albrecht

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