Sauerland-Museum: Landsberger Hof wird wieder eröffnet

artikelbild regionalesHochsauerlandkreis/Arnsberg. Der Termin für die Eröffnung des Altbaus des Sauerland-Museums steht: Am Sonntag, 16. September 2018, werden Landrat Dr. Karl Schneider und Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, den Landsberger Hof mit der Dauerausstellung wieder für die Öffentlichkeit freigeben. Ab 14 Uhr sind die Besucher wieder herzlich willkommen im Museum.
Die Umbauarbeiten im Altbau begannen im Herbst 2014 – unterbrochen durch eine lange Umplanphase beim Neubau - auf der Grundlage der Planung durch das Büro Bez+Kock aus Stuttgart. Im Rahmen umfangreicher Rohbauarbeiten sind beispielsweise ein neuer Aufzug für eine barrierefreie Erschließung, ein neues Foyer sowie ein neues Treppenhaus und ein Zugang zum Neubau errichtet worden. Weiterhin wurde die gesamte Technik mit Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen erneuert sowie die alten Holzfenster ausgetauscht.
Die Baukosten im Altbau betragen insgesamt rund 3 Millionen Euro. Sie sind durch das LWL-Museumsamt für Westfalen mit 400.000 Euro, durch die Städtebauförderung des Landes NRW mit 100.000 Euro, durch den Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe mit 125.000 Euro sowie durch den Förderverein des Sauerland-Museums mit 20.000 Euro unterstützt worden. Neben diesen baulichen Maßnahmen ist die Dauerausstellung im Altbau mit Unterstützung des Ausstellungsbüros Dr. Ulrich Hermanns aus Münster sowie des LWL-Museumsamtes vollständig neu überarbeitet und neu gestaltet worden. Die Neueinrichtung der Dauerausstellung wird durch das LWL-Museumsamt mit 555.000 Euro gefördert.
Die Besucher erwartet eine nach modernsten Gesichtspunkten völlig neu konzipierte und gestaltete Dauerausstellung über das ehemalige Herzogtum Westfalen. Sie basiert auf einer klaren thematischen und räumlichen Gliederung und beinhaltet drei Hauptbereiche: die Geschichte des Herzogtums Westfalen von der Christianisierung bis zu seinem Ende um 1800 im Erdgeschoss, die Geschichte des ehemaligen Herzogtums Westfalen von seiner Auflösung bis in die Gegenwart und einen Erlebnisbereich zu den Themen "Altsteinzeit" und "Ritter" im Gewölbekeller. Jeder Themenbereich wird in einer besonderen Form präsentiert und eröffnet einen neuen Blick auf die Geschichte und Kultur des kurkölnischen Sauerlandes.
Kleinere Raumsegmente wie Nischen und Turmräume bieten Vertiefungen zu Sonderthemen, z.B. zur Geschichte des Landsberger Hofes. An zahlreichen Medienstationen - Projektionen, Touchscreens und Hörstationen – können einzelne Themen vertieft werden. Im Obergeschoss liegt mit den Themen Erster Weltkrieg, Untergang der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus der Schwerpunkt auf der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dieses Angebot bietet den weiterführenden Schulen einen außerschulischen Lernort und damit die Möglichkeit zu erfahren, wie sich diese dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte im Sauerland zugetragen haben.
Auch für behinderte Menschen wird der Besuch des Sauerland-Museums zum Erlebnis. Mobil eingeschränkte Besucher können alle Ebenen barrierefrei mit einem Fahrstuhl erreichen. Für Gehörlose, Sehbehinderte oder Blinde steht ein modernes Audioguidesystem mit einer Museums-App zur Verfügung. Das System bietet außerdem die klassische Museumsführung in deutscher, englischer und niederländischer Sprache an.
Das neue Sauerland-Museum möchte alle Bevölkerungsgruppen und Altersstufen ansprechen. Kinder und Jugendliche sollen z.B. durch museumspädagogische Programme für die Geschichte des Sauerlandes motiviert werden.
Für die Dauerausstellung gelten dann folgende Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; Ermäßigt 2,50 Euro; Kinder, Schüler und Studenten 2,50 Euro; Familienkarte 12 Euro; Gruppe ab 10 Personen 4 Euro; Kinder unter 6 Jahren und Schulklassen frei, Audioguide 1 Euro
Der Neubau an der Ruhrstraße soll ein Jahr später mit einer August-Macke-Ausstellung eingeweiht werden.

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Im museumspädagogischen Raum werden die historischen Umrisse der Stadt Arnsberg vorgezeichnet.
Foto: Sauerland-Museum

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