Züscher sind Deutsche Meister im Brennholzspalten

artikelbild regionalesZüschen. Holz ist ihre Leidenschaft. Aus dem Grunde haben Max Kappen und Benjamin Pietrass aus Züschen kürzlich auch die Fahrt ins hessische Schmillinghausen auf sich genommen, um an der Deutschen Meisterschaft im Brennholzspalten teilzunehmen. Mit großem Erfolg, denn sie sind gleich mit dem Siegerpokal nach Hause gekommen.
Insgesamt 28 Teams bestehend aus zwei Personen hatten teilgenommen – auch in den Klassen Senioren und Frauen. Schon elf Mal wurden in Schmillinghausen die nordhessischen Meisterschaften ausgetragen. Jetzt hatten Experten der Zeitschrift „Holz machen“ herausgefunden, dass der Wettbewerb im Hobbybereich einmalig in Deutschland ist und somit wurden daraus die Deutschen Meisterschaften. Durch eben diese Zeitschrift war Benjamin Pietrass bereits 2017 auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und hatte sich nach einem ersten Besuch mit Max Kappen für den Wettbewerb 2018 angemeldet. 
Immer zu zweit tritt ein Team an und muss einen Raummeter Buchenholz fachgerecht spalten und wieder ordentlich aufstapeln. Erlaubt sind dafür nur Spaltaxt und Keil – Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Einer darf spalten, der andere legt den neuen Stamm vor und räumt wieder weg oder löst den ersten Mann ab. Eine schweißtreibende Angelegenheit, denn sonst nehmen sich sogar die Freizeit-Holzhacker professionellere Mittel zur Hilfe. 1000 Zuschauer feuerten die beiden gelernten Landschaftsgärnter, die bei der Stadt Winterberg und der Stadt Medebach angestellt sind, lautstark an.
Erfahrung spielt eine große Rolle 
Ein bisschen Nervosität gehörte dazu. Schließlich war auch das Fernsehen vor Ort. „Wir wollten allen mal zeigen, was die Sauerländer so drauf haben“, erklärt Benny Pietrass, der in Züschen auch „Holzknecht“ genannt wird. „Ich hatte mir vorgenommen, gar nicht groß nachzudenken, sondern einfach nur Rohr zu geben“, so Max Kappen. Dabei kommt es aber nicht nur auf Kraft und Ausdauer an, sondern die Erfahrung spielt eine große Rolle. 
Mit einer Zeit von 4:48 Minuten setzten sie sich damit ordentlich vom restlichen Teilnehmerfeld ab. 40 Sekunden schneller als die Zweitplatzierten landeten sie ganz oben auf dem Treppchen. Das langsamste Team brauchte 16:39 Minuten. Das schnellste Frauenteam brauchte 6:25 Minuten für einen halben Raummeter. „Wir haben nur einmal vorher geübt und die Zeit genommen. Wir dachten uns, das wird schon reichen, um nicht den letzten Platz zu machen“, sagt Max Kappen schmunzelnd. 
Wettbewerb in Züschen im September geplant
Nach der Siegerehrung ging es in Züschen noch gemeinsam in den Gasthof Lumme, wo bei der Feier direkt der Fernsehbericht angeschaut werden konnte. Begleitet wurden die beiden von etwa 30 Freunden aus Züschen, dazu gehört auch Matthias Schnorbus. Der Geschäftsführer des TuS Züschen hatte gleich die Idee, eine Veranstaltung wie das Brennholzspalten auch in Züschen zu planen. 
Die Idee fand großen Anklang, denn das Holz machen hat natürlich regional bedingt viele Fans im Sauerland. Im September – der genaue Termin muss noch abgestimmt werden – können dann die Hobby-Teams, Männer wie Frauen, beim TuS zeigen, was sie mit der Axt so drauf haben. In Kürze wird es eine eigene Internetseite mit Infos und Anmeldemöglichkeiten geben. Benny Pietrass und Max Kappen werden dann auf jeden Fall auch mit dabei sein.

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Benjamin Pietrass (links) und Max Kappen aus Züschen sind Deutsche Meister im Brennholzspalten.

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