Staatssekretär Jürgen Mathies besucht die HSK-Polizei

artikelbild regionalesHochsauerland. Jürgen Mathies, Staatssekretär der neuen Landesregierung, hat jetzt die Polizei im Hochsauerlandkreis besucht und sich einen Eindruck von den Erfordernissen der Polizeiarbeit auf dem Land verschafft. Eine herzliche Absicht steckte schon dahinter, als Landrat und Chef der Kreispolizeibehörde Dr. Karl Schneider dem Staatssekretär der neuen Landesregierung Jürgen Mathies zum Ende seines eintägigen Besuches im größten Flächenkreis Nordrhein-Westfalens einen sauerländer Polizeikalender als Geschenk übergab.
Der großformatige Kalender mit Landschaftsaufnahmen des Hochsauerlandkreises soll den Staatssekretär, der als Kölner Polizeipräsident im Sommer ins Innenministerium nach Düsseldorf gewechselt war, an die Erfordernisse der ländlichen Polizei erinnern, wie die Polizei mitteilt.Diese Erfordernisse wurden dem Staatssekretär aus den unmittelbaren Eindrücken und Gesprächen, die Jürgen Mathies über den gesamten Tag hinweg sammeln und führen konnte, deutlich gemacht. Mathies war die Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff gefolgt. Sein Besuch  führte ihn vom Kreishaus und der Polizeiwache in Meschede bis hin zur höchstgelegensten Polizeiwache Nordrheins-Westfalens in Winterberg.Auf den Polizeialltag aufmerksam machenDr. Schneider und Polizeidirektor Klaus Bunse, Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde, machten während des Besuchs auf den Polizeialltag aufmerksam: "Es gibt Vorzüge der heimischen Polizeiarbeit. Gewaltdelikte und Angriffe auf Rettungskräfte im Sauerland sind immer noch Ausnahmetatbestände. Positiv ist, dass dank gezielter Maßnahmen die Einbruchszahlen zurück gegangen sind. Aber es gibt auch besondere polizeiliche Herausforderungen für die Beamtinnen und Beamten in einer so großen Flächenregion."Zudem wurde der Abbau von Personal in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten thematisiert: "Die Kreispolizeibehörde hat seit der Jahrtausendwende über 70 Stellen verloren. Trotz dieser Entwicklung stehen wir als Garant dafür ein, dass die Sicherheit im Sauerland höchste Priorität hat. Auf Dauer gilt unser Einsatz im Sinne der Bürgernähe dem Erhalt aller sieben Polizeiwachen im Kreisgebiet. Deshalb ist die Polizei auf eine gute Personalstärke und Sachausstattung angewiesen."Staatssekretär Mathies wies als Antwort darauf hin, dass eine Erhöhung der Einstellungszahlen in der Polizeiausbildung beschlossen sei und auch jährlich 500 neue Stellen für Polizeiverwaltungsassistenten geschaffen werden sollen. "Diese", so versprach Mathies, "werden den administrativen Bereich der Polizei entlasten, sprich die Polizei insgesamt wieder mehr auf die Straße und in den Streifendienst führen.""Ausbildung braucht Zeit"Klar sei aber auch, dass diese Präsenz in der Öffentlichkeit sofort nicht zu erreichen sei: "Die Ausbildung neuer Polizistinnen und Polizisten braucht Zeit. Gleichzeitig arbeitet das Ministerium an einer Neuordnung der Kräfteverteilung. Es gilt, die Ballungsgebiete und ländlichen Raum in Einklang zu bringen." Wie wichtig ein Besuch vor Ort ist, zeigte sich an der Polizeiwache in Meschede. Hier war der Staatssekretär bei der Vorstellung des derzeitigen Planungsstandes sehr schnell von der Notwendigkeit einer Sanierung des Mescheder Dienstgebäudes inklusive des Neubaus der Polizeileistelle und des Gewahrsams überzeugt. Als ehemaliger Polizeipräsident schätzte Mathies den direkten Kontakt zu den Beamten aus dem Wach- und Bezirksdienst.In Winterberg berichtete Polizeihauptkommissar Michael Padberg, Leiter der dortigen Wache, über die besonderen Anforderungen durch den Tourismus aus dem In- und Ausland. Mit einer Einladung zur Rennrodel-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr nach erfolgter Besichtigung der Veltins-EisArena zog der Gast aus dem Innenministerium ein positives Fazit seines Arbeitsbesuches: "Ich nehme zahlreiche Anregungen mit. Bei der Vielzahl an Touristen aus dem In- und Ausland ist gerade die Polizei im Sauerland ein Aushängeschild der NRW-Polizei. Und obwohl die Bedingungen nicht immer einfach sind, wird hier eine hochprofessionelle Arbeit geleistet. Wir werden auch weiter in die Sicherheit unseres Landes investieren."

HSKPol2
Der Staatssekretär Jürgen Mathies besuchte die HSK-Polizei, hier in Winterberg.
Foto: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis

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