"Klimaschutz geht uns alle an"

LEADER-Treffen in Wiemeringhausen

 

Dass dieses Thema regional sowie global von großer Bedeutung ist, zeigte eine interessante Infoveranstaltung am vergangenen Dienstag im Wiemeringhauser Gasthof Schöttes.

Als Referent konnte Oliver Wagner aus der Forschungsgruppe "Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik" vom Wuppertal Institut gewonnen werden. Der Dipl. Sozialwissenschaftler stellte Auszüge einer umfangreichen Projektskizze der Klimaschutzkonzeptstudie für den Regionalverein LEADER Hochsauerland e.V. vor. Bei dem Begriff LEADER (aus dem Französischen) handelt es sich um die Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Konkret meint das den Zusammenschluss der Gemeinden Marsberg, Brilon, Olsberg, Winterberg, Medebach und Hallenberg (Altkreis) sich im Rahmen eines eingetragenen Vereins.

Da der Klimawandel sich in Zukunft beschleunigen wird, ist dies nicht nur eine Herausforderung für die LEADER-Region Hochsauerland, sondern birgt international Risiken für die meisten Gesellschaftsbereiche. "Durch geeignete Anpassungsmaßnahmen ist es aber möglich, die negativen Folgen der globalen Erwärmung deutlich zu verringern" heißt es in einer Pressemitteilung.

Ein wichtiger Baustein der nachhaltigen Regionalentwicklung ist der Klimaschutz und bedeutet "Global denken, lokal handeln". Ziel der Klimaschutzkonzeptstudie ist es, praxisnahe und vor allem umsetzungsorientierte Maßnahmen entwickeln zu lassen, welche Beiträge zu einer intensiven CO2-Reduzierung liefern. Großes Gewicht haben Energieeinsparung (insbesondere in privaten Haushalten, z. B. durch Wärmedämmung) und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Für die Bürgerinnen und Bürger der Region gilt es als "Akteure vor Ort" engagiert mit zu arbeiten. Nach Erstellung einer Energie- und CO2-Ist-Bilanz wird anschließend ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, der schrittweise von den regional Beteiligten umgesetzt werden kann.

Beim Fördermittelgeber des Bundesumweltministeriums in Jülich liegen bereits zahlreiche Anträge vor. Deshalb heißt es schnell handeln, um den entsprechenden Fördersatz von 80% der Personal- und Sachkosten zu sichern. Antragsberechtigt sind hierbei nur die Kommunen.

Wird der Antrag genehmigt, gibt es zusätzlich eine Umsetzungsförderung. Insgesamt ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von rund 150.000 €.

Von der LEADER-Region Hochsauerland soll ein Ansprechpartner ernannt werden, der als Bindeglied bei der Projektabarbeitung für anfallende Fragen und erforderliche Datenbeschaffung zur Verfügung steht. Der Datenkatalog reicht dabei von der Einwohnerzahl, über Wohnfläche, zugelassene Kfz sowie über Kehrberichte der Schornsteinfeger, aus denen hervor geht, wie viel Öl-, Gas- und Pelletheizungen existieren. "Erfahrungsgemäß ist bereits ein Großteil der Daten beim Katasteramt vorhanden oder Landesdaten werden auf die Region herunter gebrochen", so Wagner. "Während für die meisten Menschen Umweltschutz ausschließlich Verzicht und Einschränkung bedeutet, erweitert das Wuppertal Institut den Blickwinkel um den effizienten Umgang mit Ressourcen."

Für nähere Informationen kann man das Institut unter www.wupperinst.org im Internet finden.


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