Arnsberger Bürgermeister wird Nachfolger von Diana Ewert

RP VogelArnsberg/Südwestfalen. Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, wird zum 1. September neuer Regierungspräsident in Arnsberg. Damit folgt der CDU-Politiker auf Diana Ewert (SPD), die erst vor zwei Jahren zur Regierungspräsidentin ernannt wurde. „Ich werde diese für unsere Stadt und Region wichtige Aufgabe annehmen und gestalten und danke für das Vertrauen des Ministerpräsidenten und der Landesregierung“, sagte Hans-Josef Vogel in einer persönlichen Stellungnahme.
Doch wer ist der Mann, der künftig den flächenmäßig größten Regierungsbezirk in NRW leiten wird? Hans-Josef Vogel wurde 1956 in Werl/Westfalen geboren. Seit 1999 ist er Bürgermeister der Stadt Arnsberg. Der Jurist wechselte nach Tätigkeiten in Wissenschaft und Politik im Herbst 1987 als Referent des Stadtdirektors und Referent für Schule, Kultur, Sport der Stadt Münster in die Kommunalverwaltung. 1991 übernahm er die Verwaltungsleitung des Landesfunkhauses Sachsen des neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Dresden und trug zum Aufbau des MDR in Sachsen bei. 1993 wurde Hans-Josef Vogel zum Stadtdirektor der Stadt Arnsberg gewählt. Im Jahr 1999 wurde er zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Arnsberg gewählt. In den Jahren 2004, 2009 und 2014 wurde er in diesem Amt bestätigt.
Aufgrund der fachlichen und persönlichen Kompetenzen, die sich aus dem Werdegang ergeben, sei er in besonderem Maße für die Position geeignet, heißt es aus dem Innenministerium zur Ernennung Hans-Josef Vogels.
Sein Abschied vom Bürgermeisteramt in Arnsberg sei für ihn zugleich ein neuer Anfang, wie Vogel in seiner Erklärung weiter formuliert: „Und zwar in unserer Stadt und Region. Darüber freue ich mich sehr. Im Amt des Regierungspräsidenten Arnsberg bleibe ich unserer Stadt in besonderer Weise verbunden. Die regionale Regierung hat unsere Stadt von Anfang an mitgeprägt.“ Dies solle auch so bleiben.
„Es gibt auf allen Ebenen viel zu tun“
„Wir werden gemeinsam den Regierungsbezirk Arnsberg mit Südwestfalen und östlichem Ruhrgebiet noch stärker als eine moderne europäische Region verstehen und gestalten, die Stärken von Wissenschaft und Bildung mit den Stärken der mittelständischen Wirtschaft besser verbinden, Städte und Landkreise in ihrer Selbstgestaltung und Selbstverwaltung unterstützen und mit allen Kräften auch der Zivilgesellschaft eine intelligente, vernetzte und innovative Region der Zukunft anstreben. Die Regionale Südwestfalen 2025 mit dem großen Thema der Digitalisierung hilft uns allen dabei. Wir werden gemeinsam Vielfalt gestalten. Sicher: Aus Vielfalt Gemeinsamkeit zu schaffen ist anstrengend, aber für alle ungemein gewinnbringend. Es gibt auf allen Ebenen viel zu tun. Tun wir es gemeinsam. Gemeinsam ist es leichter“, so Hans-Josef Vogel.
Ewert: „Menschen immer im Zentrum“
Ministerpräsident Armin Laschet dankte ausdrücklich der aus dem Amt scheidenden Diana Ewert für ihren Einsatz. Diese wiederum dankte ihren Mitarbeitern in einer persönlichen Stellungnahme: „Zuallererst bin ich stolz auf die vielen Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir im Regierungsbezirk so viel in Bewegung gebracht haben: von der Städtebauförderung bis zur Flüchtlingsunterbringung; von der Schulaufsicht bis zum Kampfmittelbeseitigungsdienst. Und es gibt noch viel mehr Aufgaben, die wir zuverlässig gestemmt haben. Dabei standen immer die Menschen und die Entwicklung der Region im Zentrum unserer gemeinsamen Arbeit. Die Bezirksregierung Arnsberg ist eine bürgernahe und zukunftsorientierte Behörde, die sich den vielfältigen Herausforderungen der Region stellt. Dafür habe ich mich immer engagiert und eingesetzt.“ Ein Schwerpunkt der Tätigkeit von Diana Ewert war die Bewältigung der dramatisch steigenden Zahl von Flüchtlingen seit dem Sommer 2015. „Meinem Nachfolger Hans-Josef Vogel wünsche ich viel Erfolg in dieser außergewöhnlichen Region Nordrhein-Westfalens.“

Hintergrund
Die Regierungspräsidenten werden vom Ministerpräsidenten als politische Beamte ernannt. Daher können sich nach einem Regierungswechsel nach einer Landtagswahl Veränderungen ergeben.
So wurden in dieser Woche auch Birgitta Radermacher (Düsseldorf) und Dorothee Feller (Münster) als neue Regierungspräsidentinnen vorgestellt.
Der Regierungsbezirk Arnsberg umfasst den Hochsauerlandkreis, den Kreis Olpe, den Kreis Siegen-Wittgenstein, den Kreis Soest, den Märkischen Kreis, den Kreis Unna, den Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte Herne, Bochum, Dortmund und Hagen.
Verwaltungssitz ist seit seiner Gründung im Jahr 1816 die Stadt Arnsberg.
Die Regierungspräsidien sind Landesmittelbehörden und somit Schaltstelle zwischen dem jeweiligen Bundesland auf der einen Seite sowie den Kreisen und Kommunen auf der anderen Seite.
Die umfangreichen Aufgaben der Bezirksregierung sind in verschiedene Bereiche wie „Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz“, „Bildung und Schule“, „Kommunalaufsicht, Planung, Verkehr“, „Energie und Bergbau“, „Kultur und Sport“, „Recht und Ordnung“, „Integration“ und „Fördermittel und Wirtschaft“ aufgeteilt.

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