Olsberger Ansichten  

   
Touris1Brilon/Olsberg. „Es war sehr turbulent“, beschreibt Elisabeth Nieder, Geschäftsführerin der Touristik Brilon Olsberg (TBO) das vergangenen Jahr. „Aber alles ist mit Erfolg gelaufen.“ Was im ersten Jahr der gemeinsamen Tourismusgesellschaft alles passiert ist und was die Aufgaben im neuen Jahr sind, berichteten die beiden Geschäftsführer Elisabeth Nieder und Rüdiger Strenger gemeinsam mit einigen Mitarbeitern am vergangenen Mittwoch in einem Pressegespräch.
Erste Erfolge aus der Zusammenarbeit verzeichnen die gemeinsame Touristik bei den Übernachtungen. Gemeinschaftlich zählte Brilon und Olsberg bis November 2016 einen Zuwachs von 2,6 Prozent, das sind rund 317.000 Übernachtungen bei rund 100.000 Ankünften. Statistisch erfasst sind allerdings nur Betriebe ab zehn Betten.
Insgesamt rechnen die Geschäftführer daher mit 450.000 bis 500.000 Übernachtungen im vergangenen Jahr. Aufgeschlüsselt seien die Zahlen in Brilon eher konstant geblieben, berichtet Rüdiger Strenger. Man müsse aber auch sagen, dass einige Betriebe weggefallen seien. Ebenfalls in der Statistik nicht enthalten ist der Anteil der Tagesgäste, der ebenfalls gewachsen sei. „An den großen Parkplätzen sieht man oft viele fremde Kennzeichen“, hat Strenger beobachtet.
Als unabdingbar hat sich auch das gemeinsame Ferienmagazin herausgestellt. „Printprodukte gehen leicht zurück, aber ohne geht es nicht“, weiß Marloes Birkhölzer, Mitarbeiterin der TBO in Olsberg. Die aktuelle Auflage ziert dabei sogar ein Foto der Bruchhauser Steine, mit dem auch das Land NRW für sich wirbt. In dem Magazin zu finden sind vor allem die Highlights der beiden Kommunen. In den Touristiken werde dann detaillierter informiert. Dass diese Infos von hoher Qualität sind, zeigt das „rote i“ – das Markensiegel des Deutschen Tourismusverbandes. Anonym werden die Tourist-Informationen unter anderem auf bauliche Situationen, Öffnungszeiten, Leistungsangebote und Beratung geprüft.
Freudig berichten die Mitarbeiter der TBO, dass sie über dem Landes- und Bundesdurchschnitt liegen. Ein weiterer Meilenstein war im vergangenen Jahr die Prädikatisierung beider Städte zu Kneipp-Heilbädern (Kurier berichtete). Neben den dafür erforderlichen Maßnahmen, die bereits vorhanden sind, stehen für die Profilierung im Bereich des Gesundheitstourismus weitere Investitionen an. Während in Brilon eher die Themen Entschleunigung und Work-Live-Balance im Vordergrund stehen, geht es in Olsberg eher darum „Kneipp modern, aber natürlich zu erleben“. Dort wartet die Stadt zurzeit auf die Bewilligung für die weiteren Stationen des Kneipp-Erlebnisparks. In den nächsten Jahren sollen dafür Investitionen von 2,1 Millionen Euro verbaut werden. „Beides zusammengespielt gibt zwei Top-Orte im Bereich Tourismus“, fasst Elisabeth Nieder die unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden Kommunen zusammen.
Damit die Dinge aber nicht nur „draußen stehen“, sondern auch entsprechend vermarktet werden, müsse man die Leute auch darauf aufmerksam machen. Dazu wurde nun ein Gesundheitsmanager eingestellt. Am 1. März nimmt der gebürtige Lippstädter André Hübner (32) seine Arbeit auf.
Weitere Hauptthemen, an denen weiter gearbeitet wird, sind Wandern und Radfahren. Unter anderem werden im Laufe des Jahres in einer Broschüre die schönsten Radwege zusammengefasst. Zudem steht am 10. und 11 Juni wieder das Bike Festival am Trailground (TBO nicht Veranstalter) an. Der Wanderherbst findet vom 20. bis 22. Oktober in bekannter Weise statt.
Dass das erste Jahr der TBO auch finanziell ein Erfolg war, darüber werden die Geschäftsführer in der nächsten Woche bei der Gesellschafterversammlung berichten. 600.000 Euro (jeweils 300.000 Euro von beiden Muttergesellschaften) standen für den Tourismus zur Verfügung. „Damit muss man auskommen. Das haben wir auch geschafft“, sagt Rüdiger Strenger.
Mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis hat die TBO in Brilon und Olsberg erneut das „rote i“ – Markensiegel des Deutschen Tourismusverbandes - bekommen. 

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Foto: Lena Blome