Olsberger Ansichten  

   
kneipp heilbad 1Kneipp-Heilbäder dürfen sich die beiden Städte Brilon und Olsberg seit dem vergangenen Donnerstag nennen. Regierungspräsidentin Diana Ewert war zur Übergabe der Anerkennungsurkunde zur Höherprädikatisierung nach Olsberg gekommen und sagte: „Ich möchte Ihnen heute zurufen: Hurra! Es sind Zwillinge“, zwar keine Eineiigen – dafür seien sie zu verschieden – aber Zweieiige.
Im Rahmen einer Feierstunde nahmen die Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (Brilon) und Wolfgang Fischer (Olsberg) die Urkunden entgegen. Diese Auszeichnungen als Kneipp-Heilbad sind nach Bad Fredeburg 1995 die ersten seit über 20 Jahren im Regierungsbezirk Arnsberg. „Daran können Sie feststellen, dass das etwas Besonderes ist“, betonte Diana Ewert. Kneipp habe in Olsberg und Brilon eine lange Geschichte. „Neben dem Nachweis für zeitgemäße, angebotsorientierte, vielfältige und leistungsfähige Infrastruktur für gesundheitliche und touristische Aktivitäten, müssen Kneipp-Heilbäder belegen, dass sie seit zehn Jahren unbeanstandet das Prädikat ‘Kneipp-Kurort’ geführt haben“, heißt es in der Presse- Information der Bezirksregierung. 1975 hatte Olsberg das Zertifikat erhalten, 2000 auch Brilon. Die Reprädikatisierung haben die Kommunen „mit Bravur bestanden“, sagte Ewert. 
Dafür haben die beiden Städte ihr Profil geschärft und in die zukunftsorientierte und ansprechende Gestaltung der Infrastruktur, teilweise mit Unterstützung der Bezirksregierung, investiert: der Kurpark in Brilon oder der Kurpark in Olsberg seien nur zwei Beispiele. Kurorte seien nicht nur für Touristen interessant, sondern aufgrund der gesundheitlichen Versorgung und Freizeitangebote auch für die heimische Bevölkerung. 
Durch Begeisterung begeistert 
Als ein gutes Beispiel für die aktiv gelebte interkommunale Zusammenarbeit beschrieb Landrat Dr. Karl Schneider die Zusammenarbeit der beiden Städte, die ihre gesundheitliche Ausrichtung mit der gemeinsamen Touristik nun noch konkreter verfolgen. „Hier arbeiten alle an einem Ziel“, so formulierte es Roland Thomas, Vorsitzender des Heilbäderverbands NRW und Bürgermeister von Bad Salzuflen. Ihn habe begeistert, mit welcher Begeisterung die Handelnden selbst dabei waren. Das habe ihn als Mitglied der Bereisungskommission überzeugt. Zu dieser Kommission gehört auch Achim Bädorf, Geschäftsführer des Heilbäderverbands und Vorsitzender des Verbands Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte. Er habe noch keinen Tag erlebt, an dem gleich zwei Kommunen höher prädikatisiert wurden und überreichte auch eine vorläufige Urkunde des Verbands. Die gerahmte Fassung folge im Mai. 
Stolz nahmen die beiden Bürgermeister die Dokumente entgegen und sie waren sich einig, dass Brilon und Olsberg den Spagat zwischen Wirtschafts-, Lebens- und Tourismusstandort nicht als Problem, sondern als Chance sehen. Zur weiteren Entwicklung der neuen Kneipp-Heilbäder wurde nun auch das touristische Vernetzungsprojekt „Gesundheitsmanagement für Brilon und Olsberg“ ins Leben gerufen. Es wird mit Landesmitteln in Höhe von rund 194.600 Euro gefördert. Diesen Förderbescheid übergab die Regierungspräsidentin ebenfalls an die Geschäftsführer der Brilon Olsberg Touristik, Rüdiger Strenger und Elisabeth Nieder, die mit ihrem Team maßgeblich für das Projekt gearbeitet haben.
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Die Vertreter aus Rat und Verwaltung sowie die Verbände zum Kurorte-Wesen freuten sich über die Doppelauszeichnung.
Foto: Lena Blome
   
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