Ältere Generation eher eine Chance

AeltGen1Das Fazit der Teilnehmer bei der gut besuchten (160 Personen) Podiumsdiskussion im Haus des Gastes in Olsberg, „Ältere Generation – Gewinn oder Belastung für Kirche und Gesellschaft?“, lautete – eher eine Chance. Der Kolping-Diözesan-Fachausschuss Seniorenarbeit hatte zum Tag der älteren Generation eingeladen und Konrad Bröckling (Leiter) stellte bei seiner Begrüßung unter anderem fest:
„Die Senioren haben Mut – gemäß dem Wort Adolph Kolpings: Wer Mut zeigt, macht Mut!“. Auch Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer und Beate Hinz (Kolping-Bildungsreferentin, Paderborn) bestätigten den Senioren in ihren Grußworten den reichen Erfahrungsschatz als Gewinn und gleichzeitig auch ein lebenslanges Lernen als Garantie zum Jungbleiben. Thorsten Schulz, neuer Kolping-Diözesansekretär, verglich das Altwerden mit dem Bergsteigen – es wird immer schwieriger, aber man sieht auch immer mehr.
Suche nach dem Sinn des Lebens
Die Moderatorin, Jutta Stratmann, Sozialplanung und Bürgerengagement Dortmund stellte zum Beginn fest, dass sich heute nur wenige der älteren Generation zugehörig zählen und viele auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind.
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit sowie Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter, Karl-Josef Laumann, stellte die Würde und das christliche Wertebild gemäß dem Grundgesetz für alle Menschen in den Vordergrund. Er wies auf den erhöhten Pflegebedarf für ältere Menschen hin, der zurzeit pro Jahr um rund 3 Prozent ansteigt.
Die Umstellung der Wirtschaft auf mehr altersgerechte Arbeit und Arbeitsplätze sei genauso wichtig wie die Tagespflege-Einrichtungen. Die weiter ansteigende stationäre Pflege müsse zudem bezahlbar bleiben, besonders auch unter dem Aspekt der in Zukunft weiter sinkenden Renteneinkünfte. Seine Forderung ist somit die Anpassung der Rentenhöhe an die Grundsicherung, sagte Laumann.
Der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte, Dr. Volker Verch, stellte das Thema dieser Veranstaltung als mutig und auch hintergründig dar. Er ging dann auf den Fachkräftemangel der Wirtschaft ein, der weiter zunehmen werde, während die Zahl der Erwerbsfähigen stark sinke. Er halte deshalb die Frühverrentung und die Rente mit 63 für nicht vertretbar.
Die Bundesjugendsekretärin des Kolpingwerkes Deutschland, Magdalene Paul, wies auf den Dialog der Generationen und die Generationsgerechtigkeit hin. In einem kurzen Video-Film vom Kolpingtag 2015 in Köln mit dem Titel: „Zeichen sein!“ bekräftigte sie dann die Forderung nach gelebter Solidarität und die Sinnsuche der Jugendlichen für Kirche, Treue und Gemeinschaft sowie Sexualität.
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