„Privat und öffentlich müssen Hand in Hand gehen!“

 ZentrenKonzeptOlsberg 2015 nochmals vorgestellt

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Die Fertigstellung der Umgehungsstraße naht. Wie muss sich ein Ort wie Olsberg entwickeln, um diese Situation für sich zu nutzen? Allein eine Verkehrsberuhigung ist noch nicht das Allheilrezept für einen attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Dies wurde ein weiteres Mal deutlich, als am Mittwoch, 30. Juli, Bürgermeister Elmar Reuter einem Kreis von rd. 40 Mitgliedern und Gewerbetreibenden auf Einladung von „Olsberg Live Stadtmarketing“ nochmals das ZentrenKonzept2015 erläuterte.

Bereits Ende Juni war dies in einer Bürgerversammlung vor einem größeren Auditorium geschehen. Basierend auf einem Fünf-Säulen-Konzept mit den Bereichen Wirtschaftsstruktur, städtebauliche Struktur, Grün- und Freiflächenstruktur sowie Verkehrsstruktur und Bevölkerungsentwicklung hat das Bürener Planungsbüro Hoffmann und Stakemeier einen Ideenkatalog aufgestellt.

Diese hier zu findenden Maßnahmen seien aber in erster Linie Anregungen und Visionen, betonte Reuter abermals vergangene Woche. Was ihn an Reaktionen nach der Bürgerversammlung erreicht habe, sei zum Teil „kapitaler Blödsinn“ gewesen. Niemand werde hier enteignet, so Reuter, der damit auf die Idee des Konzeptes anspielte, den Bigger Bahnhof in die Ramecke zu verlegen. Dieses sei lediglich ein Randthema des Konzeptes, das sich in seiner Gesamtheit noch im Fluss befinde. Gerade aus den Informationsveranstaltungen erhoffe man sich konstruktive Anregungen aus der Bevölkerung.

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Fakt hingegen wird sein, dass es im Zuge der Umgehungsstraße (B 480n) zu Straßenumstufungen kommen wird. So wird z.B. die B 480 von Altenbüren über den Langenberg kommend zur Kreisstraße herabgestuft. Von der Hasleykurve bis zum Abzweig Elleringhausen wird aus der B 480 die L743. Sowohl vom Erikaneum bis zum Olsberger Markt als auch von der „Schlüterkurve“ bis zur Einmündung Hüttenstraße sind die Abstufungen zur Gemeindestraße vorgesehen. Derartige Umstufungen bieten entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten, um Straßen zu „entschleunigen“ und für Passanten und Radfahrer attraktiver zu machen. Konkret sind hier bereits Querungshilfen für Fußgänger oder auch barrierefreie Bushaltepunkte geplant. Daher sollen als nächstes Gespräche mit den Trägern der Straßenbaulast anstehen sowie in 2009 Gespräche mit Anwohnern und Betroffenen.

Bedenken äußerte Ulrich Schmidt: es dürfe nicht der Verkehrsfluss für Gewerbetreibende aus Elleringhausen und Bruchhausen vergessen werden. Auch Wolfgang Fischer forderte, mit Bedacht Rückbau der Straßen zu betreiben.

Werner Menke betonte die Wichtigkeit detaillierter Gespräche im Vorfeld – schließlich habe bisher noch niemand eine Patentlösung. Das Hand-in-Hand-Gehen von öffentlicher und privater Seite war denn auch der Wunsch, den Bürgermeister Reuter für die weitere Planung und Diskussion äußerte.

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So soll aus Olsberg mehr werden als das „schnuckelige Städtchen“, wie die Planer des beauftragten Büros es formuliert hatten. Für Heiner Brambring, Vorsitzender von Olsberg Live, sei Olsberg eher die innovative kleine Stadt mit den Stärken Bildung, Wirtschaft und Tourismus.

 

 


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