"Chance nutzen, gemeinsam die Weichen zu stellen!"

 Olsberger Unternehmer trafen sich zum Ideen-Austausch wirtschaft1.jpg

Die Idee wurde beim Unternehmerfrühstück Anfang März in der Sparkasse Hochsauerland in Olsberg aufgegriffen: Gewerbetreibende aus dem gesamten Stadtgebiet Olsberg sollten um einen Tisch versammelt werden, um sich auszutauschen, Ideen für die Unternehmerschaft und für Olsberg zu formulieren und gemeinsam umzusetzen.

Über 1.000 Gewerbetreibende sind in der Stadt Olsberg gemeldet. Da geht es zunächst ganz einfach darum, sich einmal kennen zu lernen.

Der erste Schritt dazu wurde letzte Woche Mittwoch auf Einladung des Olsberg live - Stadtmarketing e.V. getan, die Sparkasse stellte abermals die Räumlichkeit zur Verfügung. In informeller Runde traf sich ein kleiner Kreis, der das Spektrum der Olsberger Wirtschaft repräsentieren sollte. Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk, Industrie, Dienstleister - Vertreter verschiedenster Branchen nahmen die Einladung gerne an. Ein gelungener Einstieg zu weiteren Olsberger Wirtschaftsgesprächen. Olsberg Live - Stadtmarketing e.V. Vorsitzender Heiner Brambring: "Das Zauberwort muss heißen, gemeinsam zu arbeiten!"

Der Stadtmarketing Verein sieht seine Aufgabe vor allem darin, ein Dach für alle Vereine und auch alle Unternehmen zu bieten. Eine weitere Plattform wurde bereits durch die Internetseite Olsberg Live geschaffen, auf der sich alle Ortsteile darstellen können. Olsberg bietet eine hohe Lebensqualität - darüber waren sich "Alteingesessene" wie Ludger Imöhl (Fa. Olsberg) genauso einig wie "Zugezogene" wie etwa Michael Pfannes, der seit zehn Jahren den "Schinkenwirt" betreibt. Diese Qualität zu halten, evtl. zu verbessern, die Stadt insgesamt zu attraktivieren - hierbei könne man und müsse man mitgestalten, forderten Heiner Brambring, Peter Rosenkranz, Michael Gierse und Hans-Werner Bals als Vorstand des Stadtmarketing-Vereins auf.

Das Zentren Konzept Olsberg 2015 bietet dabei eine Arbeitsgrundlage. Diese Bestandsaufnahme der Ortskerne Olsberg und Bigge stellt die städtebaulichen Areale dar, kategorisiert, sieht erste bauliche Veränderungen vor (z. B. Straßenumbau am Rewe oder auch Richtung Aqua Olsberg), aber noch keine letzten Konsequenzen. Diese sollen nach und nach entstehen. Einig waren sich die Anwesenden darin, auch den Stausee, der nur noch vom Langenberg aus attraktiv erscheint, mit in das Zentrenkonzept zu übernehmen und langfristig zu verändern. "Warum nicht für kleines Geld erste Veränderungen schaffen?" regte Michael Pfannes an. "Z. B. mit einem Barfußpfad?" Richard Gudermann (Immobilien) stimmte zu und schlug einen künstlichen Baumlehrpfad vor, der von den Bürgern mit bestückt werden könnte.

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Alle Ideen seien wichtige Anregungen, so Michael Gierse. "Aber sie benötigen auch massive Unterstützung, sonst werden sie niemals umgesetzt." Die Kräfte bündeln war eindeutig das Schlagwort des Abends. Auch wenn Motivationslosigkeit innerhalb einer Gruppe den einzelnen dazu verführe, doch wieder sein "eigenes Süppchen zu kochen" - letztlich müssen Synergien entwickelt werden. Kurzfristiges Denken sei oft der große Fehler, erklärte Michael Pfannes, der auch die Teilnahme an verkaufsoffenen Sonntagen oder ähnlichen Aktionen nicht unbedingt als den momentanen finanziellen Gewinn ansieht, sondern vor allem als Werbung in eigener Sache. Die qualitativ hohe Gastronomie vor Ort wurde gelobt, doch reiche dies noch nicht aus, um touristisch attraktiver zu werden. Dachdecker Winfried Peters bemängelte dabei aber auch den Einsatz der Einheimischen für ihre Gastronomie in Olsberg und den Ortschaften.

Noch ganz andere Sorgen treiben Industrie und Handwerk um: Klaus Schörmann (Sanitär- und Heizungsbau, Energieberater) zeigte sich einerseits zufrieden mit dem für seine Branche lukrativen Standort, doch sei beispielsweise die Beschilderung des Gewerbegebietes in Bruchhausen "katastrophal". Dem stimmten die Gewerbetreibenden durchweg zu. Eine vereinfachte dafür aber einheitliche Beschilderung sei für die Kundenpflege unerlässlich. Um zukünftig evtl. Zwistigkeiten zu entgehen, schlug Otto Hees (Entsorgungsunternehmen) vor, Unternehmer in wohnbauliche Planungen mit einzubeziehen. Auch müssten "Industrie und Tourismus mehr den Umgang miteinander lernen", warf Heiner Brambring ein, ehem. Fa. Oventrop. Die Umgehungsstraße bringe Ruhe und damit mehr Attraktivität für Olsberg - da war man sich einig.

Ein positives Beispiel sei da Winterberg, das in den vergangenen Jahren sehr durch die Innenstadt-Beruhigung gewonnen habe. Doch müsse man nun die Gelegenheit nutzen Olsberg mit Umgehungsstraße neu zu gestalten und daran gemeinsam mitzuwirken. Zum Zentren Konzept, das in einer Bürgerversammlung in den nächsten Wochen vorgestellt werden soll, möchte man sich im Unternehmerkreis auch noch einmal am 30. Juli treffen. Dazu sind natürlich auch weitere Gewerbetreibende aus Olsberg und seinen Dörfern eingeladen. Genaue Informationen zu diesem Abend werden noch bekannt gegeben.


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