Meeting Mittelstand im I.D.E.E.

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Meeting Mittelstand Holz – mehr und mehr ein zukunftsträchtiges Material

Bauen, Heizen, Sanieren

 

Zu obigem Thema hatte der Kreisverband des Hochsauerlandkreises des BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) seine Mitglieder ins I.D.E.E. (Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien e.V.) an der Carls-Aue-Straße in Olsberg eingeladen.

Bei der Begrüßung durch Peter Kaufmann bedankte dieser sich u. a. bei Dipl.-Ing. Peter Rosenkranz, Olsberg, denn er hatte die Idee zu dieser Veranstaltung. Der Bürgermeister, Elmar Reuter, der Stadt Olsberg, welche mit zu den Gründern von I.D.E.E. vor ca. 10 Jahren gehörte, stellte das Zentrum kurz vor. Getragen wird die Einrichtung von rd. 55 Firmen und Institutionen.

Die Kunden kommen überwiegend aus einem Umkreis von 200 km. Speziell für die Mittelstandsförderung stehen hier mit Dipl. Forstwirt Volker Holtkämper und Dipl. Forstingenieur Martin Schwarz zwei kompetente Mitarbeiter zur Verfügung. Herr Holtkämper referierte dann speziell zum Thema „Heizen“ mit Holz“. So sei der Brennholzbedarf in Deutschland in der Zeit von 2003 – 2005 um 35% gestiegen, den gleichen Zuwachs erwartet man noch mal bis einschl. 2008. Vom derzeitigen Holzeinschlag werden rd. 40% in Form von Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets verfeuert. Vom jährlichen Holzzuwachs werden etwa 60% genutzt, es kann also „Mobil“ gemacht werden. In 2007 wurden in 40 Werken über 1 Mio. Tonnen Pellets hergestellt. Der derzeitige Verbrauch liegt aber nur bei 50%.

 

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In den kommenden Jahren wird der Bedarf, bei stabilen Preisen, kräftig steigen. Eine Verknappung und damit Verteuerung wie in 2006/7 wird es aber nicht mehr geben. Ergänzende Infos zum „Heizen mit Holz“ gab Herr Schwarz. Deutschland hat ca. 10,7 Mrd. Festmeter Holz, NRW hat einen Anteil von 200 Mio. davon sind durch „Kyrill und Emma“ ca. 15 Mio. Sturmholz angefallen, d.h. gesamtwirtschaftlich kein großes Problem. Zurzeit laufen Versuche mit so genannten „Restholz-Erntemaschinen“ für Schwach- und Restholz, (Kronenholz) welches gebündelt in großen Heizungsanlagen verfeuert wird.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die Preisvorteile. Im Sept. 2007 betrugen die Energiekosten für Pellets ca. 3,7 Cent/KWh Heizöl ca. 6,4 “ Erdgas ca. 6,7 “ Auch die Ökologischen Vorteile (geschlossener Kohlenstoffkreislauf) des nachhaltig verfügbaren Brennstoffes „Holz“ so wie die Ökonomischen Vorteile sind zu beachten; Schaffung von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Sicherung der sozialen Strukturen in der Region. Herr Rosenkranz befasste sich dann mit „Bauen mit Holz – eine tragende Rolle im Industriebau. Gegenwärtig wird vom Holzeinschlag ca. 60% als Bauholz verarbeitet. Der Verbrauch wird aber durch die vermehrt durchgeführte Holz-Rahmenbauweise steigen. Die vielfältigen Möglichkeiten zur Nutzung des Werkstoffes Holz wurde Anhand von einigen gebauten imposanten Bauwerken vorgestellt. Hier konnte man sehen, was mit Holz alles möglich ist.

In sehr vielen Fällen bringen Holzkonstruktionen Vorteile, als Beispiele wurden genannt: geringere Transportkosten gegenüber den gewichtigeren Stahl- und Betonteilen, deutlich geringerer Primärenergiebedarf bei der Herstellung, geringerer Wärmebedarf beim Holz-Rahmenbau usw. Schon bei den Planungen „Bauen mit Holz“ sollte der eventuell viel später zu Buche schlagende „Brennwert“ des Abbruchholzes mit eingerechnet werden.

 

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Weiter ging Herr Rosenkranz, er ist u.a. „Zertifizierter Thermograf“, auf den „Einsatz mit der Wärmebildkamera“ ein. Speziell bei Sanierungen und Wartungen von Gebäuden und Maschinen sind die Infrarotaufnahmen unerlässlich.

Der Geschäftsführer der Innung des Zimmerer- und Holzbaugewerbes in Westfalen, Matthias Eisfeld referierte über „Sanieren mit Holz – Trends und Perspektiven für den Holzbau. Heute wisse man, dass jeder Mensch in jedem Jahr rd. 10 Tonnen CO 2 produziert, man wisse aber auch, dass jedes Holzhaus durchschnittlich 80 Tonnen CO 2 bindet. Hier scheint es noch Informationslücken zu geben.

Von 1943 bis 1979 sind in Deutschland 18 Mio. Häuser gebaut worden, d.h. hier gibt es noch eine Menge Sanierungsbedarf. Bei den Sanierungs-Planungen sollte immer eine Komplett-Sanierung geplant werden. Die Durchführung kann durchaus in mehreren Blöcken durchgeführt werden. Fenster, Türen, Heizung, Außendämmung usw. Als idealen Baustoff sollten „Holzfaserdämmplatten“ betrachtet werden, sie sind robust, können verputzt werden und sind schwer brennbar. Bei einer Außendämmung mit Unterkonstruktion können Versorgungsleitungen und Heizungsrohre ohne großen Aufwand verlegt werden. Zum Schluss seines Vortrages gab er den Zuhörern noch den dringenden Rat, „baut Feuermelder ein“ !!

Am Ende der sehr „Informativen Veranstaltung“ stellten sich auf Wunsch von Herrn Kaufmann alle Referenten den noch offenen Fragen, die mit Bravour beantwortet wurden. Bei div. Getränken und einer Brotzeit gab es noch viele Gespräche untereinander. Fazit: Eine sinnvolle Veranstaltung!

 

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