Minister Uhlenberg beim Olsberger Unternehmerfrühstück

„Künstlichen Gegensatz zwischen Umwelt und Wirtschaft auflösen!“  

 

unternehmer1.jpgZum 2. Unternehmerfrühstück hatte die Sparkasse Hochsauerland am 2. März in die Olsberger Hauptfiliale eingeladen. Mit großer Resonanz erschienen Vertreter der heimischen Industrie, Werbegemeinschaft Olsberg-Bigge, Forst- und Landwirtschaft sowie Vertreter aus Politik, darunter Bürgermeister Elmar Reuter und MdL Hubert Kleff.

Als Referenten begrüßte Geschäftsstellenleiter Frank Muffert den NRW-Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Eckhard Uhlenberg.

In Richtung der Landesregierung äußerte Muffert die Bitte, im Zuge der West LB Krise, die Sparkassen nicht zu vergessen, „vor allem zum Wohle unserer Kunden!“ In deren Richtung legte er das Versprechen ab, es habe und es werde keine Kreditverkäufe geben.

„Ist NRW so aufgestellt, wie es diesem Bundesland gebührt?“ Unter dieser Fragestellung begann dann der Minister seinen Vortrag, in dem er eine Zwischenbilanz der schwarz-gelben Regierungszeit zog. Man habe nach einem finanziell schwierigen Beginn viele Weichen in die richtige Richtung stellen können, so etwa im Bereich Schul- und Wirtschaftspolitik. Förderprogramme erreichten nun das gesamte Land, da „die Käseglocke vom Ruhrgebiet genommen“ worden sei.

 

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Als zentrales Thema nannte Uhlenberg den Dialog zwischen Umwelt und Wirtschaft, der gemeinsame Lösungen und nicht einfach nur neue Verordnungen hervorbringen soll. Die Folgen des Klimawandels, wie Hochwasser und Kyrill, aber auch spezielle Sorgenfälle wie die PFT-Verunreinigungen seien besondere Herausforderungen für die NRW-Regierung. Für die Erhaltung der (wieder) hohen Trinkwasserqualität würden gerade Maßnahmen und Konzepte erstellt. Ein Umdenken forderte er im Bereich Flächenverbrauch. Täglich werden in NRW 15 ha Fläche versiegelt. „Wir müssen Schluss machen mit dieser Politik, freie Flächen zuzubauen!“ Ortskerne sollten stattdessen wieder belebt und bereits bebaute Flächen neu genutzt werden.

Positiv stellte Uhlenberg die Entwicklung seines Ressorts Landwirtschaft da. Über 400.000 Arbeitsplätze bietet NRW in dieser Branche – mehr als in der Stahl- oder Autoindustrie. Der Landwirt sei als Unternehmer zu behandeln und auch so zu unterstützen. Ein ebenfalls großes Thema stelle neben der Lebensmittelsicherheit die Tatsache dar, dass 15% der Kinder zu dick seien. Hier werde man mit entsprechenden Maßnahmen die Themen Ernährung und Bewegung noch weiter in die Schulen bringen.

Hinsichtlich des Besuchs Horst Köhlers einige Tage zuvor, gab der stellv. Bürgermeister Werner Menke dem Minister noch einen Appell an Jürgen Rüttgers mit auf den Weg, die entsprechende Unterstützung für Unternehmen wie OTAG in Bruchhausen (eines der Anlaufziele des Bundespräsidenten) nicht zu vergessen.

Auf die Frage von Oventrop-Geschäftsführer Georg Rump, wie er zu neuen Energietechnologien für private Hausbesitzer stehe, sagte Uhlenberg, er setze hier eher auf Überzeugungsarbeit und Freiwilligkeit. Zu „NRWs größter Naturkatastrophe“ Kyrill bat Eckhard Uhlenberg um Verständnis, dass nicht 100%, sondern doch immerhin 70% der Schäden ersetzt würden. Gerade die Gelder aus Brüssel müsse man außerdem jetzt schnell verteilen, damit sie nicht wieder eingezogen würden. Die Regelungen, in welche Kanäle das Geld fließe (einen Teil bekommt z. B. Verkehrsminister Oliver Wittke), halte er für vernünftig.

 

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„Olsberg live“ vorgestellt

Nachdem sich Eckhard Uhlenberg den Fragen der Anwesenden gestellt hatte und von Frank Muffert mit einem zünftigen Frühstückskorb verabschiedet worden war, nutzten Heiner Brambring und Heiner Müthing die Gelegenheit, den Anwesenden Ziele und Pläne des Vereins „Olsberg Live“ zu präsentieren. „Olsberg Live“ ist sozusagen die „Umfirmierung“ des Vereins Stadtmarketing Olsberg e.V.

„Unser Zauberwort heißt Zusammenarbeit“, formulierte es Heiner Brambring. Als Dachorganisation für das gesamte Olsberg, möchte man Vereine, Betriebe sowie weitere Webteams an einen Tisch holen und die Kräfte bündeln. Konkret ist zunächst ein Wirtschaftsforum geplant. Ca. zwei- bis dreimal im Jahr treffen sich Gewerbetreibende und Unternehmer zu Informationsaustausch oder auch Vortragsabenden zu bestimmten Themen. Willkommen ist hierbei jeder Interessierte, eine Mitgliedschaft im Verein Olsberg Live ist nicht nötig. Zudem sehe man sich nicht als Konkurrenz zu anderen Verein, sondern strebe eine Zusammenarbeit auf verschiedensten Ebenen an, versicherte Heiner Brambring abschließend.

 

Bilder zum Bericht in der Bildergalerie

 

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