Kyrill – Schäden auf dem hohen Olsberg.

kyrill3.jpgVor rd. acht Monaten richtete der Orkan Kyrill verheerende Schäden, in noch nie da gewesenem Ausmaß an. Deutschland wurde mit ca. 30.000.000 m³f Sturmholzmasse am stärksten betroffen. Im Betreuungsgebiet des Forstamtes Olsberg gibt es ca.1,4 Mio m³f Sturmholz (= 6,5 faches des Jahres- einschlages.)

Der Fichtenanteil liegt bei 90 – 95%. Inzwischen sind rd. 500.000 m³f vermarktet, dafür waren bis Ende Aug. rd. 290.000 m³f aufgearbeitet. Die Forstämter wurden enorm gefordert: Aufarbeitung unter schwierigsten Bedingungen Zwischenlagerung, auch Nasslagerplätze Vermarktung, z.T. Solidaritätsmodelle Transport – Logistik Wege frei räumen, u. a. für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge Kontrolle der Arbeitsschutzordnungen Abstimmung mit Touristikunternehmungen u.s.w.

kyrill2.jpgUm beim arbeiten der “Experten mit ihren Spezialmaschinen“ einmal zu zusehen, machten sich am 11. Sept. einige Männer auf den Weg zum hohen Olsberg. Die Leitung der Kolping Gruppe Ü 60 hatte dazu eingeladen und stellte mit Herrn Wolfgang Busch, dem Vorsitzenden der Olsberg - Gierskopper Waldinterssenten, einen hervorragenden Wanderführer und Informanten. Für event. Bedarf stand mit Herrn Wilfried Hüske auch ein Fahrdienst zu Verfügung. Beim Aufstieg über die inzwischen wieder freien Wege bis zum obersten Sendemasten konnte mit Herrn Busch ausführlich der Komplex „Kyrill“ besprochen werden. Von unten sieht man nicht die große menge Sturmholz, welche noch in den Steilhängen liegt. Dann wurde plötzlich das Ausmaß der Schäden auf dem Olsberg – Plateau sichtbar. Der Orkan hatte ganze Arbeit getan, denn bis kurz vor dem Kreuz ist alles vernichtet. Auch am Steilhang hinter dem Kreuz hat der Wind fast alles zerstört. Nun sahen wir (KFZ aus Irland) Experten mit ihrem schweren“ Kettengetriebenem Havester“ im Einsatz. In 3-4 Tagen wurde mit diesem Gerät ca. 1.000 m³f aufgearbeitet und zugleich vermessen. Am Olsberger Kopf ist insgesamt mit 4-5.000 m³f Sturmholz zu rechnen.

Trotz der bedrückten Stimmung über den Verlust so mancher schöner Waldparzelle war man sich einig; es muss zügig wieder aufgeforstet werden. Die Verantwortlichen planen nun sicherlich keine Monokulturen mehr, sondern Mischwald, denn der hat Zukunft.

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