Besichtigungen des Philipp – Stollen noch bis Ende Oktober

Besichtigungen des Philipp – Stollen noch bis Ende Oktober. Nur noch bis einschl. 27. Okt. sind jeweils Samstags um 15,oo Uhr geführte Besichtigungen möglich. Die Termine und Preise sollten vorher bei der Olsberg Touristik (02962-9737-0) angefragt werden. Weitere Informationen findet man unter: www.philippstollen.de

Geologisch gesehen gehört die Grube „Briloner Eisenberg“ zum „ Sauerländer Eisenerzbezirk“, welcher sich auf der Fläche Olsberg- Marsberg- Adorf erstreckt.

Sie liegt in unmittelbarer der „Altenbürener Störung“, einer großen Bruchlinie. Die Abbauwürdigkeit nimmt nach Osten zu. Der mit einer Gesamtlänge von 1000 m längste Philpp-Stollen durchfährt zunächst eine mächtige Serie aus Diabasen und Tuffen des „Hauptgrünstein-Vulkanismus“, um dann das eigentliche Roteisenerz zu erfassen.

Vermutlich in vorchristlicher Zeit begann man schon auf dem Gipfelkamm (606m) mit dem Bergbau. Im Jahre 1350 wird der „Briloner Eisenberg“ erstmalig erwähnt. Das in muldenartigen Löchern (Pingen) gewonnene Erz hatte z. T. einen Eisenanteil von 35% Eisen (Fe), und wurde anfänglich in der Nähe des Fundortes in so genannten Rennöfen verhüttet. Später wurde die Erzverarbeitung in die Täler verlegt u.a. zur „Olsberger Hütte“.

Nach dem Pingenabbau erfolgte die Förderung durch kleine Schächte, mittels Haspel und Körben. Am Südhang des „Briloner Eisenberges“ wurden dann im 18ten Jahrhundert insgesamt 4 Stollen in den Berg getrieben.

Kirschbaumstollen   1716 – 1723

Allerheiligen-Stollen 1732 – 1739

Philipp-Stollen         1749 – 1754

Max-Stollen            1780 – 1794

 

Die Bergleute kamen nun wesentlich leichter an die Erzvorkommen im inneren des Berges.

Der Philipp-Stollen wurde am 21.08.1749 angehauen und am 06.11.1754 fertiggestelt. Die Länge des Stollens bis zum Streckenabzweig betrug 128 Lachter, also 268 Meter.Nach der Blütezeit zum Ende des Jahrhunderts ging die Förderung zurück. Obwohl noch genügend Erz vorhanden war, wurde das Bergwerk „Briloner Eisenberg“ am 15.Juli 1916 geschlossen. Alle 4 Stollen sind heute Bergwerksruinen, nur der Philipp-Stollen ist für Besucher zugänglich.

Auch die noch 1897 erbaute Drahtseilbahn, eine techn. Meisterleistung, vom Philipp-Stollen bis zum Olsberger Bahnhof konnte den Untergang nicht mehr aufhalten. Die Gewerken (Betreiber) der Stollen waren Unternehmer und Kaufleute aus Brilon und Olsberg haben dann u.a. die „Olsberger Hütte“ betrieben (= Eisengießerei und Ofenbau)


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