„Da war es auf einmal so still“

Kindergarten
Dieses gruppenübergreifende Projekt begleitete für fünf Wochen die Kinder des St. Nikolaus Kindergarten in Olsberg.

Im Rahmen des Projektes wurden die Kinder auf behutsame und kindgerechte Weise an das hochsensible Thema wie Tod und Trauer herangeführt.
Nicht nur Freude und Glück begleiten unser Leben, sondern auch mit Momenten der Trauer, des Todes, des Sterbens und des Abschiednehmens werden wir konfrontiert. Die Frage der Kinder nach dem Tod wird in jedem Kindergarten immer wieder einmal ganz plötzlich akut.
Vielleicht wird sie auch jahreszeitlich ausgelöst, z.B. bei einem Friedhofsbesuch zu Allerheiligen, beim Tod eines Familienangehörigen, durch Medienberichte oder auch, wenn ein Haustier stirbt. In solchen Situationen suchen Kinder und auch Erwachsene Antworten auf ihre Ängste, die Ihnen Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.
In diesen Momenten ist es wichtig eine vertraute Person an seiner Seite zu haben, mit der man über seine Gefühle sprechen kann und die einem Halt und Schutz gibt. Besonders ein Kind braucht in solchen leidvollen Situationen einen Menschen, von dem es weiß, dass er es ernst nimmt und, dass er es liebt.
In der Gruppe
Die Liebe besteht dabei nicht im Wegräumen aller Bedrohnisse und Nöte, sondern in der Hilfestellung gegenüber dem Kind, dass es lernt, Leid und Not durchzustehen und damit fertig zu werden.
Den Wechsel von Werden und Vergehen in der Natur wählten wir als Einstieg in dieses Thema, wie wir es z.B. beim Sonnenblumenkern erleben, welcher sterben muss, um Früchte zu tragen oder die scheinbar tote Tulpenzwiebel, die in der Erde begraben wird um zum neuen Leben zu erblühen.
Die Zeichen- und Symbolhaftigkeit dieser Naturprozesse erleichtern es uns zum christlichen Glauben durchzustoßen und dem Kind etwas von der Hoffnung zu vermitteln, dass im Tod das Leben liegt.
Zu der breiten Auswahl der Angebote gehörte auch ein Elternnachmittag an dem interessierte Eltern ein Einblick in die vielfältigen Angebote dieser Thematik gegeben wurde, wie z.B. Naturbeobachtungen im Herbst/Vergänglichkeit, der Umgang mit Gefühlen wie Freude und Trauer, Besuche auf dem Friedhof u.v.m. Dieser Nachmittag wurde auch von Barbara Nowak mitgestaltet, die sich in besonderer Weise mit dieser Thematik auseinander setzt und den Eltern und Erzieherinnen viele Impulse und Denkanstöße geben konnte.
Außerdem fand in der Pfarrkirche im Rahmen dieses Projektes ein Gottesdienst statt, der von den Erzieherinnen und Kindern der Einrichtung vorbereitet wurde und in dem man alle Gottesdienstbesucher an dieser Thematik teilhaben ließ.

Gemeinsam erleben


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