Finden Schützenfeste wieder statt?

Altkreis Brilon. Nach zwei Jahren ohne Feiern, Festzügen und Vogelschießen blicken die Schützen für dieses Jahr positiv in die Zukunft. Das war ein deutlicher Tenor auf der gut besuchten Versammlung des Kreisschützenbundes Brilon (KSB) am Samstag, 12.03.2022, in der Schützenhalle der St. Josef-Schützenbruderschaft Scharfenberg.
Förderprogramme
Welchen Stellenwert das Schützenwesen in der sozialen Gemeinschaft hat, ist auch in der Politik angekommen. Keine Schützenfeste feiern zu können, ist nicht nur das Fehlen des gemeinsamen Feierns. Vielmehr sind die Vereine und Bruderschaften neben den einkalkulierten Einnahmen ausfallbedingt auf teilweise hohen Kosten für Vorauszahlungen sitzen geblieben. Förderprogramme sollen nun die Vereine in ihrem Wirken unterstützen, um einen Neustart 2022 zu erleichtern. Und so lautet auch ein Förderprogramm, auf das Kreisgeschäftsführer Jürgen Dessel die Vertreter der anwesenden Vereine besonders hingewiesen hat: „Die Vereine und Bruderschaften sollen sich mit dem Programm ,Zukunft Brauchtum’ und dem Förderprogramm ,Neustart miteinander’ beschäftigen. Hier werden gemeinnützige Vereine unterstützt. Es hilft uns beim Neustart der anstehenden Schützenfestsaison und die Fördermöglichkeiten reichen für das gesamte Jahr 2022.“
Weiterhin verwies der Kreisgeschäftsführer auf den von der Universität Paderborn und der Warsteiner Brauerei entwickelten Förderkompass, der auf der Seite des Kreisschützenbundes zu finden ist. „Dieser Förderkompass zeigt alle Fördermöglichkeiten für Schützenvereine und Bruderschaften auf“, hebt Jürgen Dessel hervor.
Neuer Kreispräses
Der Vorsitzende des 30.304 Mitglieder zählenden Kreisschützenbundes Brilon und damit drittgrößten Kreisverband im Sauerländer Schützenbund, Kreisoberst Rüdiger Eppner, verabschiedete in der Versammlung den langjährigen evangelischen Kreispräses Uwe Steinmann und dankte für die gute Zusammenarbeit in den Jahren seines Wirkens für den KSB. So wie er es schon 2014 bei seiner Amtseinführung mit Gesang und seiner Gitarre die Schützen begeisterte, so hielt es der Medebacher auch bei seiner Verabschiedung. Seine Nachfolgerin als evangelischer Kreispräses ist Antje Jäkel. Die gebürtige Ramsbeckerin ist als Pfarrerin in der Briloner Stadtkirche tätig und wohnt in Ostwig. „Damit bin ich dem Schützenwesen mehr als vertraut“, so die 32-Jährige, die in lockerer Art und Weise ihre Verbundenheit zum Sauerländer Schützenwesen zum Ausdruck brachte.
Hutsammlung für Menschen aus der Ukraine
Unausweichlich war auch der Krieg in der Ukraine Thema in der Versammlung, mit der Hoffnung und Bitte um Frieden. Die Hutsammlung zugunsten der Betroffenen erbrachte 2.708 Euro, die von den Scharfenberger Gastgebern auf 3000 Euro und dem Kreisschützenbund nochmals auf 3500 Euro aufgestockt wurde. Dieser Betrag geht an die Firma Viessmann, die einen Ukraine-Hilfsfonds eingerichtet hat und den Betrag ihrerseits noch einmal verdoppelt.
Bilder von der Kreisschützenversammlung in Scharfenberg finden Sie hier

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Nach zwei Jahren ohne Feiern, Festzügen und Vogelschießen blicken die Schützen für dieses Jahr positiv in die Zukunft.
Foto: Manfred Eigner

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