B7n: Räte aus Brilon und Olsberg geben den Planern Rückenwind

Brilon  Die Räte Brilon und Olsberg haben sich deutlich für ein zügiges Weiterkommen im Planungsprozess der B7n ausgesprochen. Lars Voigtländer, Leiter Planung bei der zuständigen Regionalniederlassung von Straßen.NRW, begrüßte dies ausdrücklich: „Ich danke Ihnen, dass Sie uns damit Rückenwind geben. Ihre Stimme wird auch beim Bund gehört“, unterstrich er am Donnerstag, 10. Februar, im Rat Brilon, der ihn zum Informationsaustausch eingeladen hatte.
„Wir als B7n-Team reisen jetzt schon sehr lange über Land, weil wir der B7n eine echte Realisierungschance geben wollen. Deshalb werde ich heute auch noch einmal ausführlich auf die Thematik der geringsten Betroffenheiten eingehen“, so Lars Vogtländer. Er bezog sich darauf, dass Straßen.NRW eben jene Variante sucht, die „in der Summe der Abwägungen die geringsten Betroffenheiten“ auslöst. Nur sie habe die Chance, auch vor Gericht zu bestehen. „Denn es wird auf jeden Fall Klageverfahren geben“, betonte Voigtländer.
Was der Begriff „Betroffenheiten“ bedeutet
Auf die Betroffenheiten hätten fünf Hauptkriterien einen Einfluss: verkehrliche Wirkung, Verkehrssicherheit, Natur und Umwelt, Wirtschaftlichkeit und die Ergebnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung. „Damit sehen Sie, welches Gewicht der Beteiligungsprozess hat, der gerade in die finale Phase geht.“ Er bezog sich auf das Bürgergutachten der ausgewählten Zufallsbürger, das am 22. Februar finalisiert und am 15. März in einer öffentlichen Veranstaltung übergeben wird. Die  Zufallsbürger trafen sich bereits in dieser Woche, am 9. Februar, in einer Online-Veranstaltung. Mit viel Arbeitseinsatz und Engagement haben sie Wort für Wort weitere wichtige Kernaussagen für ihr Bürgergutachten festgezurrt. „Es ist beeindruckend, in welcher Tiefe hier gearbeitet wird“, so Dr. Antje Grobe von der Beteiligungsagentur Dialog Basis, die in der Ratssitzung über eine Videokonferenz zugeschaltet war.
Zum Beteiligungsprozess gehören weiter die Treffen des Politischen Begleitkreises, zu dem Fraktionsvorsitzende, örtliche Ratsvertreter, Bürgermeister und Ortsvorsteher der betroffenen Kommunen sowie Abgeordnete vom Kreistag, Landtag, Bundestag und EU-Parlament eingeladen werden. Ihnen werden am 23. Februar erste Inhalte aus dem Bürgergutachten präsentiert.
Zustimmung der Menschen vor Ort
Die Briloner Ratsvertreter hatten noch einige Fragen zu den Varianten. Dies vor allem zum Planungsabschnitt III, wo eine Variante auf der jetzigen Umgehungsstraße geführt werden könnte, mit Folgen u.a. für die jetzigen Anbindungen und die dortigen Anwohner. „Die Straße lässt sich nur mit den Menschen, die hier leben, und auf keinen Fall gegen sie umsetzen“, betonte Lars Voigtländer und versprach: „Wir binden die Informationen und Einwände aus der heutigen Ratssitzung ebenso wie alles andere, was an uns herangetragen wird, in unsere Entscheidungsfindung mit ein.“ 
Am 30. März wird Straßen.NRW seine Vorzugsvariante vorstellen. Sie wird anschließend ins Linienbestimmungsverfahren gehen. „Ratsbeschlüsse können ganz wichtige Bausteine sein für ein erfolgreiches Linienbestimmungsverfahren und eine zügige Weiterplanung“, betonte Voigtländer. Er freut sich gemeinsam mit seinem Team sehr, dass die Räte in ihren Resolutionen ausdrücklich würdigen, welche Dynamik der Beteiligungsprozess für die B7n entwickelt hat.
Mehr Informationen: www.b7n.nrw.de
 

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