Der Borberg und seine Mythen

christoph koester borberg2 thumbSagen, Mythen und viele Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten ranken sich um den Borberg zwischen Olsberg und Brilon. Den 670,2 Meter hohen Berg, der mit seinen geheimnisvollen Mauerresten, Hügeln und dem Borbergskirchhof innerhalb der Wallanlage die Fantasie der Besucher und Wanderer anregt, sie buchstäblich eintauchen lässt in eine Welt voller Rätsel.
Der Olsberger Geschichtsliebhaber Christoph Köster hat sich ausführlich mit der Forschungs-geschichte des Borbergs, den Grabungsergebnissen der Wallanlage und des Kirchengebäudes sowie den damit verbundenen Sagen und Mythen auseinandergesetzt.
„Das Interesse am Borberg wurde bereits mit sieben Jahren geweckt, als mein Vater die umfangreichen Ausgrabungen von 1983 bis 1987 mit Videos festgehalten hat. Als Kinder waren wir bei den spannenden Dreharbeiten vor Ort. Durch den Tod meines Vaters hat sich das Interesse aufgrund der Archivsichtung weiter vertieft“, berichtete Christoph Köster über die Anfänge seiner Vorliebe für den sagenumwobenen Berg.
Intensive Recherchen über einen der geschichtsträchtigsten Plätze in der Region folgten mit der daraus resultierenden Idee, eine Vortragsreihe ins Leben zu rufen. Ab Januar bietet der Informatiker und Softwareentwickler zusammen mit seinem Bruder Martin live auf dem Borberg die Vortragsreihe „Mythen, Sagen, Forschung“ an.
„Die Tour mit insgesamt fünf Stationen beginnt auf dem Borbergshirchhoff. Sie dauert je nach Vorkenntnissen der Teilnehmer 60 bis 90 Minuten und wird in deutsch als auch englisch angeboten“, so Köster.
In seinem Geschichtsvortrag geht der Olsberger genauso auf die Namensgebung ein, der Borberg hieß früher die Borck, wie auch auf die erstmalige Erwähnung 1380 im Güteverzeichnis des Geseker Stifts sowie auf den Schnadestein, der aufgrund eines Grenzstreits zwischen den Städten Olsberg und Brilon unterhalb der Kirche gesetzt wurde. Neben den mündlich überlieferten Sagen „Nachts Spukende Nonnen“, „Pestfriedhof“ oder auch „Raubritterburg“ berichtet der Heimatliebhaber zudem über die Grabungsfunde wie beispielsweise das Kopfnischengrab in der Kirche, das dem 12. Jahrhundert zugeordnet wird. Den Annalen zufolge soll es laut Köster auf dem Borberg sogar ein Nonnenkloster gegeben haben.
Wer mehr über den sagenumwobenen Borberg erfahren will, kann ab sofort für das kommende Jahr Touren unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! buchen. Der Preis für eine begrenzte Gruppe von sechs Personen beträgt 60 Euro.
Weitere Informationen unter www.derborberg.de

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Foto: AW

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